Wie in der echten Welt: Cities Skylines 2 muss heftiges Balancing-Problem mit der Miete lösen

Cities Skylines 2 hat derzeit ein Problem, das der echten Welt erschreckend ähnlich ist. Die astronomischen Mieten machen Spielern das Leben schwer.

Die meisten Cities: Skylines Spieler träumen von blühenden Städten. Doch aktuell sind viele Viertel wegen hoher Mieten verwaist. Die meisten Cities: Skylines Spieler träumen von blühenden Städten. Doch aktuell sind viele Viertel wegen hoher Mieten verwaist.

Cities: Skylines 2 hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leben in einer Großstadt so realistisch wie möglich nachzustellen - bis ins letzte Detail. Bei einem Detail sind die Entwickler von Colossal Order nun aber offenbar übers Ziel hinausgeschossen, denn sie haben unbeabsichtigt ein ganz reales soziales Problem in ihr Spiel gebracht: Wohnungsnot.

Denn in Cities: Skylines 2 sind die Mieten häufig ähnlich hoch wie in der Münchner Innenstadt: nämlich astronomisch. Und glaubt uns, wir wissen, wovon wir sprechen. Das GameStar-Büro liegt im Zentrum von München.

Als Cities: Skylines 2 vor etwas über einem halben Jahr an den Start ging, litt das Spiel unter zahlreichen Problemen. Viele der neuen Features erwiesen sich als nicht ausgereift, die Framerate war selbst auf modernen und gut bestückten Rechnern extrem niedrig. Viele Fans kritisierten daher, das Spiel sei zu früh und unfertig veröffentlicht worden.

Die große Stadtbau-Hoffnung startet mit ärgerlichen Problemen! - Cities: Skylines 2 im Test Video starten 21:20 Die große Stadtbau-Hoffnung startet mit ärgerlichen Problemen! - Cities: Skylines 2 im Test

Ein Problem schon damals: Die Mieten. Diese werden in Cities: Skylines 2 durch ein neues System berechnet, das unter anderem einbezieht, welche und wie viel Industrie in der Nähe des betreffenden Wohnviertels angesiedelt ist.

Verdienen die Firmen in der Nachbarschaft viel Geld, steigen auch die Mieten. Das wiederum führt dazu, dass die Bewohner sich die Mieten irgendwann nicht mehr leisten können. Passiert das, steigt auch die Unzufriedenheit in der Stadt. Soweit ein altbekanntes Problem.

Jetzt kochte das Thema dank eines Reddit-Posts allerdings wieder hoch. User BellsForPShells schrieb vor einigen Tagen: Meine Stadt ist völlig ausgeblutet, die Mieten sind zu hoch und es gibt keine Nachfrage. Mache ich etwas falsch oder ist das ein Fehler? Darunter teilte er ein Bild seiner Stadt, über der lauter kleine Hohe Miete Warnungen schweben.

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Um Haushalte mit schwachem Einkommen und geringem Bildungsniveau zu entlasten, hat BellsForPShells bereits die Steuern für diese Bevölkerungsschichten in den negativen Bereich verschoben. Auch das brachte allerdings keine Besserung. Und auch mit Mods sei er nicht in der Lage gewesen, das Mietproblem einzudämmen.

Mittlerweile hat auch Entwickler Colossal Order die Mieten auf dem Schirm. Nachdem das letzte Update vor allem das Wirtschaftssystem von Cities: Skylines 2 verbessert hatte, wolle man nun an der Mietmechanik schrauben.

Hilft der nächste Patch?

Dazu soll im nächsten Update der sogenannte virtuelle Vermieter entfernt werden. Diese Mechanik sorgte bisher dafür, dass mehrere Parteien innerhalb eines Gebäudes verschieden hohe Mieten zahlten. Ab sofort soll die Miete für alle Bewohner einheitlich sein und sich außerdem an deren Einkommen orientieren.

Würden die Mieter dennoch zu wenig verdienen, würden sie zunächst versuchen, ihre Ausgaben für Lebensmittel und Ressourcen zu senken, bevor sie sich nach einer günstigeren Wohnung umsehen oder die Stadt verlassen, so die Entwickler.

Ebenfalls angepackt werden sollen mit dem neuen Patch die Gebäude-Upgrades und Downgrades. Wolltet ihr diese entfernen, musstet ihr bisher das ganze Gebäude abreißen und neu bauen. Nun soll es für die Upgrades ein separates Menü geben.

Allerding sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass Mods, die ihr bisher installiert habt, mit dem neuen Update für Cities: Skylines 2 sehr wahrscheinlich nicht mehr funktionieren werden. Der Patch soll im dritten Quartal 2024 (Juli bis September) erscheinen. Ein genauer Termin steht noch aus.

Die Parallelen zur echten Welt in Cities: Skylines 2 sind bemerkenswert. Auch wir fluchen beinahe täglich über die unmenschlich hohen Mietpreise in München. Und so wie die Entwickler von Colossal Order erkennen mussten, dass ihr virtueller freier Markt nicht alles zum Besten regelt, verhält es sich vielleicht auch in der Realität. Aber wir sind ja keine Wirtschafts-Experten...

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