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Civilization trifft Fallout? Was Punk Wars wirklich für ein Spiel ist

Auf den ersten Blick wirkt Punk Wars wie ein Civilization nach dem Weltuntergang - spielt sich in Wahrheit aber ganz anders.

von Fabiano Uslenghi,
10.08.2021 18:20 Uhr

Punk ist nicht tot! Vielmehr gibt es inzwischen so viele verschiedene Stilrichtungen mit diesem Wort im Namen, dass man da leicht den Überblick verliert. Cyberpunk, Steampunk, Dieselpunk. Wer soll da noch mitkommen? Die Entwickler des Strategiespiels Punk Wars konnten sich offensichtlich auch nicht für eines davon entscheiden und haben deshalb gleich vier verschiedene Punkrichtungen in ihr Spiel eingebaut.

Aber was ist Punk Wars genau? Auf den Screenshots sieht es mit seinen Hexfeldern ein wenig aus wie Civilization oder ähnliche rundenbasierte Globalstrategiespiele. Nur halt eben in einer postapokalyptischen Einöde, die von Punks unterschiedlicher Couleur bewohnt wird. Auf Steam ist eine Demoversion aktuell spielbar. Wir haben uns das Projekt genauer angeschaut und verraten euch, ob sich dieser erste Eindruck bestätigt.

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Worum geht es in Punk Wars?

Neuartige Zivilisationen umgeben von einer braunen Einöde? Ganz klar - in Punk Wars ist die Welt schon einmal untergegangen. Was der Menschheit dieses Mal zum Verhängnis wurde, darauf geht Punk Wars nicht im Detail ein. Fest steht allerdings, dass es selbstverschuldet war. Die Zivilisation ist komplett zerfallen aufgrund »der Gier und des Egoismus der Menschheit«.

Doch auch in Punk Wars schaffen es ein paar Überlebende sich durchzusetzen und trachten nun danach, die Welt aufs neue zu gestalten. Nur dieses Mal ganz im Sinne ihrer eigenen Vorstellungen und Philosophie. Gelernt hat man aus dem Untergang also wenig.

Vier große Fraktionen (sogenannte Corporations) gibt es in Punk Wars und jede davon soll spielbar sein. Alle kämpfen im Ödland um Lebensraum und plündern die Ruinen einer verfallenen Mega City nach Ressourcen. Da kommt man sich logischerweise mächtig in die Quere, wobei jede Fraktion auf sehr unterschiedliche Technologien setzt:

  • Steampunk: Diese Stilrichtung kombiniert die Ästhetik des späten 19. Jahrhunderts mit dampfbetriebenen Maschinen, die trotzdem hochmoderne Apparaturen ermöglichen. So stampfen dampfende Mechs aus den Fabriken voller Zahnräder und am Himmel kreisen Zeppeline.
  • Dieselpunk: Hier befindet sich die Technologie eher auf dem Stand der Weltkriege. Öl und Benzin sind die wichtigsten Antriebsstoffe. Doch auch beim Dieselpunk werden damit keine einfachen Panzer zusammengenietet, sondern ebenfalls Kampfroboter.
  • Steelpunk: Im Steelpunk geht es noch ein Stückchen moderner zu. Die Ästhetik wird hier vor allem von Maschinen der 90er Jahre geprägt. Allerdings alles etwas improvisierter, sodass viele Maschinen wirken, als seien sie aus willkürlichen Teilen zusammengesetzt. In etwa so wie bei Mad Max.
  • Atompunk: Hier regieren Technokraten, die natürlich vollständig auf Atomenergie setzen. Das mag alles andere als sicher klingen, dafür wirken die Fabriken und Maschinen dieser Fraktion aber am fortschrittlichsten. Helle Neonlichter, Strom und Sci-Fi-Flieger prägen das Bild.

Für wen ist Punk Wars interessant?

Und wie spielt sich das jetzt? Punk Wars orientiert sich tatsächlich an frühen, rundenbasierten 4X-Strategiespielen, schlägt damit also in eine ganz ähnliche Kerbe wie Civilization. Doch im Fokus steht nicht das Voranschreiten durch die Jahrhunderte. Stattdessen bemühen wir uns um das Überleben der eigenen Fraktion.

Um sich im Ödland durchzusetzen, müssen wir Runde für Runde neue Gebäude bauen und rekrutieren an jedem dieser Gebäude Einheiten, beziehungsweise generieren Ressourcen. Hauptgebäude der Fraktionen wie das Observatorium der Steampunks vergrößern das Einflussgebiet. Sichtbar anhand einer Mauer, die unsere Hexfelder umgibt. Zu wichtigen Ressourcen gehören Wasser und Nahrung. Aber auch mindestens ein fraktionsspezifischer Rohstoff. Bei Steampunk ist das Dampf.

Steampunk-Basis Natürlich spucken die Gebäude unserer Steampunk-Basis ausschließlich Wasserdampf aus.

Dieselpunk-Basis In einer Dieselpunk-Basis sorgen die Schlote indes für dicke Smogwolken. So viel, dass man von der Basis fast nichts mehr sehen kann.

Punk Wars fühlt sich jedoch weniger nach Reichsverwaltung an. Viel mehr hat es den Flair eines rundenbasierten RTS, in dem wir Einheiten die Karte erkunden lassen und parallel unsere Basis vergrößern. Kämpfe sind also deutlich präsenter und Diplomatie spielt keine große Rolle. Es kann aber zu zufälligen Ereignissen kommen, und neutrale Städte lassen sich erkunden. In beiden Fällen müssen wir Entscheidungen fällen und werden je nach dem mit anderen Rohstoffen belohnt.

Was gefällt uns? Was bleibt unklar?

Was gefällt uns?

  • Die coole Kombination aus ganz unterschiedlichen Punk-Stilen
  • Kleine Story-Events bringen uns der Welt ein Stück näher
  • Simples Spielprinzip, das sich aufs Wesentliche konzentriert

Was muss besser werden?

  • Für die nicht gerade herausragende Optik teilweise noch zu große Probleme bei der Performance
  • Aktuell ist die Auswahl an Einheiten noch recht überschaubar
  • Die apokalyptische Weltkarte besteht in der Demo ausschließlich aus braunem Matsch

Was bleibt unklar?

  • Wie unterschiedlich spielen sich die einzelnen Punk-Corporations?
  • Können die Kämpfe spät im Spiel strategischen Tiefgang entfalten?
  • Bieten die zufälligen Story-Ereignisse genug Abwechslung?

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