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Seite 5: Clive Barker's Jericho

Hör nicht auf!

Axtschwingender Kreuzritter gegen Maschinengewehr? Wie passt das zusammen? Clive Barker hat Jericho eine recht abstruse Geschichte verpasst, in der der Soldatentrupp durch fünf Epochen stolpert, von heute über den Zweiten Weltkrieg bis in die Antike, allerdings jeweils in eine bizarre Höllenversion der jeweiligen Zeit. Denn wie sich herausstellt, verschlägt es schon seit Tausenden von Jahren immer wieder sieben Krieger des Lichts nach Al-Khali, die mit einer glorreichen Selbstopferung dafür sorgen, dass ein mächtiges, übernatürliches Wesen dort in Gefangenschaft bleibt. Und diesmal ist das Jericho-Team an der Reihe.

Das stößt innerhalb der Soldatengruppe verständlicherweise nicht nur auf Zustimmung. Trotz aller Verworrenheit baut Jericho damit gehörig Spannung auf: Werden wir wie einige römische Prätorianer oder edle Tempelritter auch in der Hölle enden, gemartert und verstümmelt? Werden wir für immer als Gefängniswärter im Jenseits ausharren müssen? Oder wird das Jericho-Team das geheimnisvolle Wesen vernichten? Doch anstatt die Story zu einem befriedigenden (oder wenigstens heldenhaft-tragischen) Ende zu bringen, ist nach einem unspektakulären Bosskampf abrupt Schluss. Ohne Endsequenz, ohne coolen Abspann, ohne alles. Und so bricht Jericho überraschend in sich zusammen wie dereinst eine gewisse Stadt in der Bibel. In Ermangelung eines lungenstarken Posaunisten liegt das wohl eindeutig am Sachverstand des Baumeisters Clive Barker.

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