Nächstes Call of Duty doch erst 2022? Neue Gerüchte zeichnen kompliziertes Bild

Call of Duty: Vanguard soll angeblich im Zweiten Weltkrieg spielen - und nicht mehr 2021 erscheinen. Aber riskiert Activision ein Jahr ohne neues CoD?

von Dimitry Halley,
27.04.2021 17:46 Uhr

Es wäre ein historisches Ereignis. Mutmaßlichen Insider-Infos zufolge sei es gut möglich, dass 2021 kein neues Call of Duty erscheint. Das wäre das erste Mal seit dem allerersten Teil der Serie von 2003.

Das angeblich von Sledgehammer Games entwickelte neue CoD wird von Leaker ModernWarzone als Call of Duty: Vanguard bezeichnet, soll im Zweiten Weltkrieg spielen - und scheint unter Problemen zu leiden.

Zwei der bekanntesten und verlässlichsten Leaker zeichnen das Bild eines gebeutelten neuen Call of Duty, dessen Release alles andere als in trockenen Tüchern sei. Aber was ist an den Vermutungen dran?

Das berichten die Leaker

Alle Angaben stammen von Leakern, die sich in der Vergangenheit als ziemlich zuverlässig erwiesen haben. Das heißt natürlich nicht, dass die Infos zwangsläufig korrekt sind. Aber sie berufen sich auf anonyme Quellen, die häufig richtig gelegen haben. Genießt alle Infos deshalb mit einer gesunden Portion Skepsis! Alle bisherigen Infos zu CoD 2021 findet ihr übrigens hier:

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Was sagt TheMW2Ghost?

MW2Ghost hat bereits viele Neuerungen korrekt vorhergesagt. Von ihm stammt jetzt die angebliche Insider-Ansage, dass der Release von CoD: Vanguard seitens Activision noch nicht in Stein gemeißelt ist. Es seit gut möglich, dass sich die Veröffentlichung aufs nächste Jahr verschieben könnte:

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Gleichzeitig zeigt sich der Leaker überzeugt, dass Activision 2021 trotzdem irgendein Call-of-Duty-Produkt am Markt platzieren wird. Er spricht von einem angeblichen Auffrischung von Modern Warfare 2019, also neuen Inhalten oder einer modernisierten Fassung.

Technisch wäre das durchaus kein dummer Schachzug: Modern Warfare 2019 bildet immer noch einen Großteil der Grundlage von Warzone. Außerdem fehlen MW immer noch einige Waffen und Maps, die bereits fertig entwickelt sind:

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Was sagt Tom Henderson?

Der ebenfalls sehr bekannte Leaker Tom Henderson ist jedoch wiederum voll davon überzeugt, dass auch 2021 wieder ein »vollwertiges neues Call of Duty« erscheinen wird - das sei so sicher wie das Amen in der Kirche, sagt er:

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Gleichzeitig ist er nicht der erste, der von den angeblichen Problemen eines Call of Duty: Vanguard spricht. Das neue WW2-Spiel befinde sich einem »desaströsen Zustand«:

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Was lässt sich daraus schließen?

Es herrscht aktuell unverhältnismäßig viel Unklarheit über das neue Call of Duty - zumindest gemessen daran, dass es in einem halben Jahr in den Läden stehen sollte, sofern Activision am 2021er-Release festhält. Dafür dürfte es mehrere Gründe geben.

  • Der erste (und offensichtlichste) Grund liegt auf der Hand: das Coronavirus, das die Teams zur Heimarbeit zwingt und sich nach anderthalb Jahren Isolation drastisch auf die Entwicklung von Großproduktionen auswirkt.
  • Ein zweiter Grund dürfte der Erfolg von Warzone sein. Oder eher: der Erfolg von Warzone verglichen mit dem schwindenden Interesse am eigentlich neueren CoD Black Ops: Cold War.

Activision und die CoD-Studios werden von ihrem eigenen Erfolg dazu gezwungen, ihre jährliche Release-Strategie grundlegend umzudenken. Nachdem Warzone jetzt erst den Sprung in die 80er-Jahre von Cold War vollführt hat, müsste in ein paar Monaten bereits das nächste Call of Duty in die Battle-Royale-Auskopplung integriert werden. Diesmal mit Weltkriegswaffen, sofern die Leaks korrekt liegen.

Ein technisch unglaublich hakeliges Unterfangen, wenn man bedenkt, wie viele Probleme bereits der Import der Black-Ops-Waffen dem Battle Royale beschert. Eine Verschiebung auf 2022 würde den Entwicklern in jedem Fall deutlich mehr Spielraum für technische Verbesserungen und eine echte Next-Gen-Optimierung geben. Ob Activision aber andererseits auf potenzielle Umsätze in Millionenhöhe mit einem neuen Hauptteil der Serie verzichtet, darf natürlich bezweifelt werden.

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