CoD: Nächster Cheat-Hersteller gibt auf: »Die Unterlassungserklärung wurde persönlich zugestellt«

In Zukunft werden wohl weniger Cheats für Call of Duty entwickelt. Der mittlerweile zweite Cheat-Entwickler hört nach einer zweiten Unterlassungserklärung und einem angeblichen Hausbesuch auf.

von Mathias Dietrich,
15.09.2020 09:40 Uhr

Der Entwickler greift im Kampf gegen Cheater auf rechtliche Mittel zurück. Der Entwickler greift im Kampf gegen Cheater auf rechtliche Mittel zurück.

Der Entwickler von Call of Duty Black Ops: Cold War fährt eine harte Schiene gegen Cheater. Er geht nicht nur mit Anti-Cheatmaßnahmen gegen Betrüger vor, sondern leitet auch rechtliche Schritte gegen die Entwickler entsprechender Tools ein. Einer dieser Entwickler hat nun das Handtuch geworfen, nachdem er angeblich von einem privaten Ermittler besucht wurde, wie CharlieIntel berichtet.

Call of Duty gegen Cheat-Entwickler

Ein großer Cheat-Entwickler erklärte auf Discord, dass er bereits im Mai 2020 eine Unterlassungserklärung von Acitivision Blizzard bekam. Dem leistete er jedoch nicht vollständig Folge. Zwar hörte er damit auf, seine Software an neue Kunden zu verkaufen, bot sie existierenden Käufern jedoch weiterhin zum Download an.

Erst im September 2020 erhielt er darauf eine weitere Unterlassungserklärung. Die kam den Aussagen des Anbieters der Betrugs-Software zufolge jedoch nicht per Briefträger, sondern wurde laut Angaben des Empfängers persönlich zugestellt:

"Im September 2020 haben die Anwälte von Activision Blizzard mir eine weitere Unterlassungserklärung zugestellt. Die Unterlassungserklärung wurde persönlich von einem, wie ich glaube, privaten Ermittler zugestellt, da er alle meine Familienmitglieder mit Namen kannte und diesen Fakt mehr als deutlich zur Schau stellte."

Ob es sich tatsächlich um einen privaten Ermittler handelte, ist nicht geklärt. Diese Behauptung wird einzig und allein vom Cheat-Entwickler selbst aufgestellt.

Was ist dran?
Bisher lässt sich der Ablauf der Ereignisse nicht überprüfen. Wir haben deshalb bei Activision direkt um ein Statement zum angeblichen Hausbesuch bei dem Cheat-Entwickler gebeten und werden den Artikel aktualisieren, sobald wir eine Antwort erhalten.

Angebot der Cheats wird eingestellt

Dem Anbieter der Tools war das zu viel. Er hat deshalb direkt damit aufgehört, seine Produkte anzubieten. Er gibt zudem an, nie wieder ähnliche Software für Spiele von Activision Blizzard zu erstellen, zu testen oder zu aktualisieren.

"Es wurde deutlich gemacht, dass es nicht reicht, Verkäufe an neue Kunden einzustellen. Und so sehr ich meine Kunden auch mag, mag ich meine Familie mehr. Ich kann es mir nicht leisten, einen Prozess mit dieser Firma zu führen und ich habe als einziges Familienmitglied mit einem Einkommen eine Verpflichtung gegenüber meiner Familie, mich nicht in vermeidbare Klagen zu stürzen, die ich mir nicht leisten kann."

Auch an seine Kunden wendet er sich und empfiehlt ihnen, keine alternativen Quellen zu nutzen, um Cheat-Tools zu Produkten des Call-of-Duty-Entwicklers zu erwerben.

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Das Studio hinter dem Militär-Shooter äußerte sich zuletzt im Juli zu Cheatern in Modern Warfare und Warzone. Seinerzeit kündigte er eine große Bannwelle an. Im August verklagte die Firma zudem einen anderen Cheat-Händler.

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