Erfolg im Kampf gegen Cheater: Activision zwingt einen Cheat-Händler zur Aufgabe. Das kleine, aber beliebte Portal verkaufte illegale Programme für Call of Duty: Modern Warfare und andere Serien-Teile. Nach einer Klage muss der Händler einknicken - und demonstriert Reue. Seinen Kunden schmeckt das gar nicht.
Cheat-Händler zeigt sich reumütig
Das ist passiert: Nach einer Klage von Publisher Activision gab das Cheat-Portal bekannt, dass keine Cheats für Call of Duty mehr verkauft und bestehende Produkte nicht weiter unterstützt werden. Ein Screenshot des - inzwischen gelöschten - Discord-Channels tauchte bei Reddit auf:
Das Statement des Portals lautet wie folgt:
"Wie einige von euch wissen, hat Activision Publishing Inc. Klage gegen (uns) eingereicht und klargestellt, dass unsere Services gegen deren Terms of Use verstoßen. Aufgrund unseres Rechtsstreits mit Activision haben wir zugestimmt, Entwicklung und Support für alle Call of Duty-Inhalte, die auf unserer Seite verkauft werden, einzustellen. Diese Produkte werden in keiner Form zurückkehren. Ihr solltet euch außerdem bewusst sein, dass die Verwendung von Third-Party-Tools in Call of Duty zur Sperrung oder dem Ban eures Accounts durch Activision Publishing Inc. oder die Spiel-Entwickler führen kann. Wir entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten, die wir Spielern von Call of Duty verursacht haben."
Community spottet & Cheater sind wütend
Besonders der letzte Satz stößt vielen sauer auf: Bei Reddit nimmt fast niemand die Erklärung an. User Duntchy drückt es beispielsweise so aus: »Hohlste Entschuldigung überhaupt«. Auch dass der Anbieter seine illegalen Cheats als Service betitelt, wird von vielen verspottet.
Da das komplette Geschäftsmodell solcher Portale auf dem Verkauf von illegalen Cheats basiert, darf die Aufrichtigkeit der Entschuldigung auf jeden Fall angezweifelt werden.
Auch die Cheater-Kundschaft reagiert ungehalten, allerdings aus komplett anderen Gründen. Ihre gekauften Cheats funktionieren nicht mehr. Wie weitere Screenshots zeigen, fordern einige sogar Rückerstattungen. Ein empörter Käufer schreibt zum Beispiel:
"»Das BO3 Menü, das ich für 60 Dollar gekauft habe, funktioniert nicht. Ich hoffe, ich bekomme einen Refund.«"
Die Chancen dafür dürften allerdings schlecht stehen.
Cheater sind besonders im Warzone ein massives Problem. Da es kostenlosen Zugang zum Battle Royale gibt, ist die Hürde für Betrüger besonders niedrig. Auch die SMS-Verifizierung scheint nicht wirklich zu helfen.

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