Spätestens Fallout: London hat gezeigt, wie viel Begeisterung und Aufmerksamkeit ambitionierte Mods generieren können. So auch die H2M-Mod, die den Multiplayer vom klassischen Call of Duty: Modern Warfare 2 mit der Technik von Call of Duty: Modern Warfare Remastered verbinden sollte.
Der Spiele-Publisher Activision war mit dem Projekt jedoch nicht einverstanden und hat es schließlich einen Tag vor der Veröffentlichung einstampfen lassen.
Auf Platz drei in den Charts
Wie groß das Interesse an der H2M-Mod war, lässt sich anhand eines Blickes auf die Steam-Charts erkennen. Dort konnte der inzwischen acht Jahre alte Shooter Anfang dieser Woche auf Platz drei der Steam-Charts klettern und überholte damit sogar CoD: Black Ops 6.
Zwar war CoD: Modern Warfare Remastered zu diesem Zeitpunkt um die Hälfte auf 20 Euro reduziert. Jedoch konntet ihr es bereits am 20. Juni 2018 und danach viele weitere Male für den gleichen Preis abstauben, wodurch das Angebot wohl kaum der Hauptgrund für die hohen Verkaufszahlen war.
Daher ist der Ansturm vor allem auf die zu diesem Zeitpunkt anstehende Veröffentlichung der H2M-Mod zurückzuführen. Die H2M-Mod sollte alle Multiplayer-Maps von Modern Warfare 1 und 2 sowie einige für den Multiplayer überarbeitete Level aus dem MW2-Story-Modus enthalten. Insgesamt hätte sich die Community über 54 neue Karten freuen können.
14:25
Call of Duty: Modern Warfare Remastered - Diskussion: Ist die Neuauflage gut gealtert?
In letzter Sekunde gestoppt
Wie das Team hinter der Mod via X bekannt gegeben hat, erhielten sie am 15. August 2024 eine Unterlassungsaufforderung von Activision, die sie dazu gezwungen hat, das Projekt wenige Stunden vor der Veröffentlichung endgültig einzustampfen. Inzwischen wurde auch die Projektseite offline genommen.
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Schwere Vorwürfe: Der Branchen-Insider Tom Henderson lässt auf X kein gutes Haar an Activision und deutet an, dass die Veröffentlichung bewusst in letzter Sekunde gestoppt wurde, damit noch möglichst viele Kopien des Spiels verkauft werden.
Auch der ehemalige CoD-Creative-Strategist Robert Bowling kritisiert auf X die Handlung von Activision und weist darauf hin, dass ein großer Teil des CoD-Studios Infinity Ward aus ehemaligen Moddern bestehe und bei dem originalen Release sogar Mod-Tools eingebaut habe. Er ruft zudem dazu auf, Systeme zu bauen, um die Modding-Community zu unterstützen und nicht, um sie zu erwürgen
.
Freut ihr euch schon auf CoD: Black Ops 6? Wir konnten es bereits anspielen und verraten euch in der Box oben, was uns daran gefallen hat und was nicht. Außerdem findet ihr dort einen spannenden Artikel, in dem wir darüber berichten, dass auch die Entwickler keine Freunde von skillbasiertem Matchmaking sind. Zum Abschluss könnt ihr euch dort noch unsere ersten Eindrücke zum kommenden Multiplayer-Shooter Exoborne durchlesen.
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