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Conqueror's Blade: Wieso wird das Mittelalter-MMO auf Steam plötzlich doch noch bejubelt?

Conqueror's Blade ist ein kostenloses Mittelalter-Spiel mit gewaltigen Schlachten. Zum Release wurde es auf Steam sehr kritisch aufgenommen, aber der Wind scheint sich zu drehen.

von Fabiano Uslenghi,
28.04.2020 18:05 Uhr

Plattenrüstung an und los. Conqueror's Blade ist ein kostenloses MMO im Mittelalter und wird zunehmend besser von den Fans aufgenommen. Plattenrüstung an und los. Conqueror's Blade ist ein kostenloses MMO im Mittelalter und wird zunehmend besser von den Fans aufgenommen.

Eine gewaltige Schlacht voller Ritter, Bogenschützen und Katapulte ist schon was Feines. Kein Wunder, dass sich viele Spiele übers Mittelalter auch genau auf solche riesigen Keilereien stürzen. So auch das kostenlose Conqueror's Blade, das im Juni 2019 auf Steam herauskam.

Der Titel konnte aber trotz epochaler Schlachten nie so wirklich Fahrt aufnehmen. Der Grund dafür lag zum Teil auch daran, dass viele Spieler mit dem Release äußerst unzufrieden waren. Noch jetzt steht das MMO mit fast 3.000 negativen Steam-Reviews auf einem Schnitt von »ausgeglichen«. Das könnt sich aber bald ändern, denn neuerdings werden die Kritiken zunehmend besser.

Wir haben dem Titel deshalb nochmal einen kurzen Besuch abgestattet und verraten, was sich seit dem Release getan hat.

Warum wurde es auf Steam kritisiert?

Conqueror's Blade spricht im Grunde eine recht große Zielgruppe an. Allerdings nicht nur, weil das Grundspiel nichts kostet, sondern auch weil es sehr viele Spiele miteinander vereint. In dem Free2Play-Titel finden sich Teile von Mount & Blade, For Honor sowie von klassischen MMOs.

Bei seinem Release waren einige Spieler mit dieser Mischung aber nicht zufrieden und es hagelte schlechte Bewertungen. Das waren die größten Kritikpunkte:

  • Schreckliche Server: Die heftigste Kritik schlug den Entwicklern beim Release aufgrund der schlechten Server-Leistung entgegen. Oft war es unmöglich, sich einzuloggen und wenn man mal drin war, teleportierten sich Feinde und Freunde gleichermaßen über die ganze Karte.
  • Nerviges Matchmaking: Als Anfänger war man bei Conqueror's Blade lange ziemlich aufgeschmissen. Viele Spieler klagten darüber, ständig gegen übermächtige Feinde antreten zu müssen. Denn das Spiel warf ab Level 30 alle Spieler in einen Matchmaking-Topf, wodurch ein riesiges Gefälle entstand.
  • Schlechtes Tutorial: Der Einstieg war bei Release wohl eine ziemliche Qual. Das Tutorial war sehr lang und man verlor schnell die Übersicht, ohne wirklich was zu lernen. Außerdem gab es keine Möglichkeit, die Waffen vorher auszuprobieren.
  • Dauernder Grind: Nicht nur euer Held muss gelevelt werden. Um an starke Einheiten zu kommen, müsst ihr euch durch einen verzweigten Skilltree arbeiten. Darin Fortschritte zu erzielen, dauert vielen Spielern zu lange.

Grafisch kann man Conqueror's Blade wenig vorwerfen, zumal es jederzeit hunderte Einheiten gleichzeitig darstellt. Grafisch kann man Conqueror's Blade wenig vorwerfen, zumal es jederzeit hunderte Einheiten gleichzeitig darstellt.

Was hat sich seit Release geändert?

Conqueror's Blade steht gerade aufgrund der genannten Kritikpunkte auf Steam zwar immer noch lediglich auf »ausgeglichen«. Allerdings geht die Tendenz seit einigen Monaten in eine bessere Richtung. Kürzliche Reviews fallen aktuell »größtenteils positiv« aus und insgesamt wurden schon 8.500 Daumen nach oben vergeben. Was hat sich also geändert?

  • Server in den Griff bekommen: Wenn ihr jetzt mit Conqueror's Blade anfangt, werdet ihr keine schwerwiegenden Server-Probleme mehr haben. Das liegt aber zum Glück nicht an einem Mangel an Spielern, denn Conqueror's Blade wird weiterhin rege gezockt und kommt momentan auf durchschnittlich 3.000 gleichzeitig aktive Nutzer.
  • Besseres Matchmaking: Inzwischen müsst ihr euch als kleiner Level-25-Schwertkämpfer nicht mehr vor dem Level-60-Bogenschützen fürchten. Es wurden neue Brackets eingeführt, die Lowlevel-Spieler zusammenfassen. So ist die Schwierigkeitskurve deutlich abgeflacht und Anfänger bleiben länger motiviert.
  • Vernünftiger Einstieg: Besonder beim Tutorial haben die Entwickler nachgearbeitet. Man kann alle Waffen ausprobieren, bevor man sich festlegt. Außerdem belohnen die Tutorial-Quests Spieler nun sogar mit Ausrüstungsgegenständen oder Items.

Am Grind hat sich jedoch verhältnismäßig wenig geändert. Es dauert nach wie vor ziemlich lange, an Truppen über den dritten Rang hinaus zu kommen. Ein paar Einheiten könnt ihr mittlerweile auch durch Herausforderungen freispielen, Grinden müsst ihr trotzdem nach wie vor.

Den Steam-Nutzern gefällt die Entwicklung

Die Spieler legen es den Entwicklern außerdem sehr positiv aus, dass diese ihr Spiel zuverlässig unterstützen. Am Service-Anspruch können ja oft auch große Namen scheitern, wie zuletzt sogar Battlefield 5. Bei Conqueror's Blade sind die neuen und regelmäßigen Ergänzungen bisher allerdings sehr gut angekommen. Das zeigt sich auch in einigen der Nutzer-Reviews:

Der User KinGAIKe schreibt in seiner Steam-Bewertung zum Beispiel:

"Ein super Spiel, wobei es schade ist, dass es hier so schlechte Bewertungen bekommt. Es gibt kein Pay2Win! Die Kavallerie ist zurzeit ein wenig OP, aber die neue Saison kommt bald und reinschauen lohnt sich. Es hat sich einiges getan. Mir macht es mega viel Spaß und ich werde wohl noch viele Stunden darin verbringen können, zumal es sich in eine sehr gute Richtung weiterentwickelt. Wer Mount & Blade mag, sollte dringend mal rein schauen!"

Auch Locono1 findet viel Positives am inzwischen deutlich verbesserten Conqueror's Blade, ganz am Ende seiner Entwicklung sieht er das Spiel aber noch nicht:

"Es macht verdammt viel Spaß und grade als Neuling hast du viel Unterstützung von den verschiedenen Häusern [...]. Das Spiel hat viel Potenzial, wenn die Macher weiter am Ball bleiben und ein paar neue Features einfügen."

Conqueror's Blade besitzt inzwischen eigene Seasons und einen Battle Pass. Für inhaltlichen Nachschub ist also gesorgt. Conqueror's Blade besitzt inzwischen eigene Seasons und einen Battle Pass. Für inhaltlichen Nachschub ist also gesorgt.

Was steckt genau in Conqueror's Blade?

Und falls ihr jetzt auch mal Conqueror's Blade ausprobieren wollt, aber gar nicht recht wisst, worum es in dem Spiel geht, haben wir hier nochmal aufgeschlüsselt, was euch erwartet.

Dabei ist es gar nicht so einfach, die Essenz von Conqueror's Blade zu erfassen. Die Entwickler bezeichnen ihr Mittelalter-Spiel als ein MMO. Das ist auch nicht falsch, kann allerdings auf die falsche Fährte führen. Denn Conqueror's Blade erinnert beim reinen Gameplay sehr viel stärker sowohl an Mount & Blade als auch an For Honor.

Das macht Conqueror's Blade zu einem MMO:

  • Das Spiel beginnt damit, dass ihr euch einen eigenen Helden bastelt. Der Charaktereditor ist MMO-typisch umfangreich und erlaubt auch Helden aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen.
  • In Conqueror's Blade gibt es keinen richtigen Singleplayer. Ihr haltet euch die meiste Zeit über in Hubs auf. Also großen Städte, in denen ihr anderen Spieler begegnet, eure Ausrüstung verwaltet und Quests annehmt.
  • Kein MMO ohne Skillbäume und das gilt natürlich auch für Conqueror's Blade. Ihr könnt nämlich insgesamt 11 verschiedene Waffen meistern, die wie Klassen fungieren und verschieden Fähigkeiten verfügbar machen. Außerdem levelt ihr noch eure Soldaten auf, die euch in die Schlacht folgen.
  • Und wie in jedem anderen MMO gibt es auch in Conqueror's Blade eine Crafting-Mechanik. Wer will kann sich also selbst neue Waffen und Rüstungen schmieden.
  • Wenn ihr euch organisieren wollt, könnt ihr euch einem Haus oder einer Allianz anschließen. Das sind Gilden, die aber auch um Territorien kämpfen.

Das hat Conqueror's Blade mit Mount & Blade gemeinsam:

  • Wie in Mount & Blade gibt es eine offene Welt, die ihr aber nicht in der Third-Person bereist. Stattdessen zieht ihr euch und eure Truppen wie in einem Strategiespiel über die Karte. Hierbei ist Vorsicht geboten, denn andere Spieler können euch auflauern und erbeutete Gegenstände abluchsen.
  • Kämpfe bestehen immer aus großen Schlachten, gegen andere Spieler und auf Expeditionen auch gegen die KI. Ihr steuert darin euren Helden, der aber in erster Linie als Anführer fungiert. Wie in Mount & Blade müsst ihr also nicht nur selbst kämpfen, sondern auch die Einheit befehligen, die euch begleitet.

Das hat Conqueror's Blade mit For Honor gemeinsam:

  • Um Kämpfe und Belagerungen zu gewinnen, müsst ihr strategische Punkte erobern. Dabei kommen eurem Helden nicht nur andere Spieler, sondern auch deren Einheiten in den Weg.
  • Die 11 Waffen spielen sich sehr unterschiedlich. Ob ihr einen Speer oder ein Langschwert schwingt, verändert komplett die Art wie ihr kämpft. Man muss sich also wirklich mit den einzelnen Waffen auseinandersetzen, bevor man sie beherrscht.

Wenn ihr eines dieser Spiele oder Genres mögt, dann solltet ihr mal einen Blick in Conqueror's Blade werfen. Denn aktuell ist nach den vielen Updates dafür die beste Gelegenheit. Für Einsteigertipps schaut am besten bei unseren Kollegen und MMO-Experten von Mein-MMO vorbei.

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