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Core i9 11900K im Test - Kann Intel den Thron von AMD zurückerobern?

Mit dem Core i9 11900K schickt Intel einen neuen Prozessor ins Rennen, um AMD Ryzen die Stirn zu bieten. Wie gut das gelingt, zeigen unsere Benchmarks.

von Nils Raettig,
30.03.2021 15:00 Uhr

Intels CPU-Verpackungen werden immer ungewöhnlicher, im Test des neuen Core i9 11900K zählt aber nur die Leistung und nicht das Äußere. Intels CPU-Verpackungen werden immer ungewöhnlicher, im Test des neuen Core i9 11900K zählt aber nur die Leistung und nicht das Äußere.

Intel war es jahrelang gewohnt, unangefochten an der Spitze der Desktop-Prozessoren zu stehen. Das hat sich Ende 2020 durch die neuen Ryzen-5000-CPUs geändert. Mit dem Core i9 11900K im Test will Intel AMD jetzt bereits weniger Monate später wieder vom Thron stoßen.

Wir sagen euch, mit welchen Neuerungen Intel das schaffen möchte und klären mit passenden Benchmarks, ob dieses Unterfangen gelingt. Dazu nutzen wir das Asus Maximus XIII Hero mit der zum Testzeitpunkt aktuellen BIOS-Version 0610.

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BIOS beeinflusst Leistung: Eine möglichst aktuelle BIOS-Version ist in diesem Fall auch deshalb relevant, weil die Rocket-Lake-CPUs teilweise schon deutlich früher in den Handel gelangt sind. Erste Tests wurden teils mit älteren BIOS-Versionen durchgeführt, die sich negativ auf die Performance auswirken können.

Wir messen außerdem innerhalb der offiziellen Vorgaben Intels für Faktoren wie die Leistungsaufnahme. Je nach Mainboard und BIOS-Einstellungen können diese Werte für mehr Leistung bei gestiegenem Stromverbrauch und größerer Hitzeentwicklung auch umgangen werden (mehr dazu im Abschnitt »CPU-Benchmarks im Cinebench R23«.

Ein zusätzlicher Guide, der euch erklärt, für wen sich der Core i9 11900K lohnt und welche Hardware wie die Grafikkarte oder das Netzteil ihr beim Wechsel braucht, ist derzeit für GameStar Plus in Arbeit und soll morgen erscheinen.

Preis und Verfügbarkeit

Laut offiziellen Angaben kostet der Core i9 11900K 40 bis 50 US-Dollar mehr als sein Vorgänger Core i9 10900K. Der Preis im Handel dürfte demnach etwa im Bereich von 550 Euro liegen.

Damit ist der 11900K klar teurer als der gut verfügbare Ryzen 7 5800X mit acht Kernen (ca. 420 Euro). Auf der anderen Seite fällt er aber auch deutlich günstiger als der momentan schlecht lieferbare Ryzen 9 5900X mit zwölf Kernen aus (ab ca. 800 Euro)

Die Verfügbarkeit von Intel-Prozessoren war zuletzt trotz der sehr angespannten Situation auf dem Hardware-Markt problemlos gegeben. Wir rechnen damit, dass das auch für die neuen Core-i-11000-Modelle gelten wird. Unsere allgemeine (und wenig erfreuliche) Prognose zur Lieferbarkeit von Hardware wie Grafikkarten findet ihr im folgenden Artikel:

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Was ist neu, was bleibt gleich?

Bei einer neuen CPU-Generation stellt sich stets die Frage, was sich ändert - und was nicht. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es beim Core i9 11900K durchaus einige Unterschiede, aber auch wichtige Gemeinsamkeiten, wie die folgende Übersicht zeigt.

Core i9 11900K vs. Core i9 10900K: Was ist neu?

  • neue CPU-Architektur, die nicht mehr auf der über fünf Jahre alten Skylake-Architektur basiert (Cypress Cove statt Comet Lake)
  • weniger Kerne (acht statt zehn)
  • höhere Leistung pro Kern (laut Intel bis zu 19 Prozent)
  • höherer RAM-Takt (DDR4-3200 statt DDR4-2933)
  • Unterstützung von PCI-Express 4.0
  • neue 500er Chipsätze
  • schnellere integrierte Grafikeinheit (UHD Graphics 750 statt UHD Graphics 630)

Was bleibt weitgehend gleich?

  • Taktraten (maximal 5,3 GHz auf einem Kern)
  • Mainboard-Kompatibilität (Sockel 1200)
  • thermische Verlustleistung (125 Watt)

Mit einem BIOS-Update sind die neuen CPUs also auch zu Mainboards mit einem 400er-Chipsatz kompatibel, es gibt aber zwei wichtige Ausnahmen von dieser Regel: B460 und H410 bieten generell keine Unterstützung von Rocket Lake, weil sie noch auf älteren Chipsätzen der 300er-Reihe basieren.

Der neue Adaptive Boost: In unseren folgenden Benchmarks ist die neue Funktion namens »Adaptive Boost« deaktiviert. Sie kann beim Core i9 11900K unter Einhaltung der Garantie für eine Taktsteigerung von 300 MHz bei Last auf allen Kernen sorgen. Da sich die Leistung dadurch in Spielen in einem sehr überschaubaren Rahmen von etwa zwei Prozent erhöht, während Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung deutlich ansteigen, empfehlen wir die Nutzung dieses Modus nicht.

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