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Cozy Grove ist das perfekte Spiel für den Feierabend - aber das hat auch Nachteile

In Cozy Grove helfen wir jeden Tag etwa 30 bis 60 Minuten verirrten Geistern, ihre letzte Ruhe zu finden. Das macht es zum (fast) perfekten Spiel für zwischendurch.

von Marylin Marx,
29.04.2021 10:00 Uhr

Genre: Lebenssimulation | Entwickler: Spry Fox LLC | Release: 9. April 2021

Was mich an den meisten PC-Spielen nervt: Sie sind nicht darauf ausgelegt, mal eben ein Stündchen zwischendurch zu spielen. Große Story-Twists oder epische Schlachten entfalten sich einfach nicht so gut, wenn man sie feierabends zwischen Einkaufen und Kochen quetscht. Manchmal brauche ich einfach was Nettes für zwischendurch.

Cozy Grove erfüllt nicht nur dieses Bedürfnis, es geht sogar einen Schritt weiter. Jeden Abend zwingt es mich dazu, gerade mal 30 bis 60 Minuten meiner Zeit im Spiel zu verbringen. Danach ist Schluss und ich muss bis zum nächsten Tag warten. Was erstmal wie hartes Timegating klingt, ist aber die schönste Liebeserklärung an meine Spielzeit, die ich seit langem gehört habe.

Worum geht's in Cozy Grove?

In der Rolle eines Geistfinders begeben ich mich auf eine Insel namens Hainheim. Dort muss ich die verirrten Geister aufspüren und ihnen in Echtzeit zur letzten Ruhe verhelfen. Die Geister sind nicht rachsüchtiger Natur, sondern eher nette Geisterbären von nebenan, die das ein oder andere Problem haben.

Als guter Pfad- äh Geistfinder helfe ich den armen Gestalten natürlich gerne und bringe ihnen allerlei nützliche Gegenstände wie Fische oder Kleidung oder suchen verlorengegangene Gegenstände. Wie das aussieht, könnt ihr euch im Trailer anschauen:

Cozy Grove-Trailer nimmt euch mit auf eine entspannte Geisterinsel 1:08 Cozy Grove-Trailer nimmt euch mit auf eine entspannte Geisterinsel

Habe ich das begehrte Objekt zurückgebracht, erzählt mir der nun glückliche Geisterbär einen kleinen Schwung aus seinem damaligen Leben und erfüllt die sonst triste Welt um ihn herum für einen kleinen Moment mit einem Klecks Farbe. Oben drauf gibt es meistens noch ein Geisterholz.

Mit dem kann ich dann meinen Lagerfeuer-Kumpel Flammi füttern, damit der weitere verirrte Geister für mich findet und mehr Teile der Insel entdeckt. Andernfalls kann ich meine noble Aufgabe, allen Geistern zu helfen nicht abschließen. Das Ganze hat nur einen Haken.

Jeden Tag gibt es nur eine Handvoll Quests, die ich erledigen kann. Somit bekomme ich jeden Tag auch nur einige wenige Geisterhölzer, die ich Flammi geben kann und nicht immer reicht das Holz, damit ich einen neuen Teil der Insel oder einen Geist entdecken kann. Habe ich alle Quests nach etwa 30 bis 60 Minuten abgeschlossen, gibt es nicht mehr viel für mich zu tun, um im Spiel voranzukommen.

Das ist Flammi. Ja, er ist ein Lagerfeuer und braucht Geisterholz, um uns den Weg zu neuen Geistern zu weisen. Das ist Flammi. Ja, er ist ein Lagerfeuer und braucht Geisterholz, um uns den Weg zu neuen Geistern zu weisen.

Zwar kann ich noch Materialien wie Holz und Erze sammeln, Fische fangen oder meine Insel mit Dekorationen verschönern, voranbringen tut mich das aber nicht wirklich. Auch ausgedehnte Gespräche mit den Bewohnern sind nicht möglich. Nerve ich einen Bewohner mehrmals, gibt mir das Spiel irgendwann den subtilen Hinweis, ich soll doch bitte morgen wiederkommen.

Was macht Cozy Grove besonders?

Klar, auf den ersten Blick sieht Cozy Grove aus wie ein halbherziger Animal-Crossing-Rivale. Doch die Fassade täuscht. Anstelle von sehr mitteilungsbedürftigen Inselbewohnern und einem zwielichtigen Waschbärkonzern, bei dem ich ständig Schulden abbezahlen muss, setzt Cozy Grove auf einzelne Geschichten, die hin und wieder sehr düstere Wendungen nehmen.

So erzählen mir die verstorbenen Bewohner von der Zerstörung und Verstrahlung, die Cozy Grove einst heimsuchte und ich beginnen nur im Ansatz zu verstehen, was sich auf der eigentlich so idyllisch aussehenden Insel abgespielt haben muss.

Was eine nette Beschreibund gür so eine hübsche Mütze. Was eine nette Beschreibund gür so eine hübsche Mütze.

Die Reduktion auf einige wenige Quests pro Tag, anstelle eines ellenlangen To-Do-Zettels, gibt den einzelnen Aufgaben mehr Bedeutung. Die Belohnungen am Ende in Form von Geschichten und Geisterhölzern fühlen sich dadurch wertvoller an.

Wertvoller fühlt sich auch die investierte Spielzeit an. Anstatt einfach wie am Fließband alle Aufgaben und Geschichten zu absolvieren, zwingt mit Cozy Grove zu Pausen, um über das Gesagte nachzudenken. Ich spiele es nicht einfach nur in einem Rausch weg, um es dann wieder zu vergessen, sondern muss mich aktiv mehrere Wochen damit beschäftigen.

Dieser Mix aus entschleunigten Gameplay und düsteren Geschichten, gibt mir genau den richtigen Anreiz, um Cosy Groven jeden Abend erneut zu starten. So verliere ich mich immer wieder aufs Neue für einen kurzen Moment in den einfach Aufgaben und dem düsteren Geheimnis der Insel.

Was die Köchin Allison Fisher wohl heute von uns möchte? Was die Köchin Allison Fisher wohl heute von uns möchte?

Wo ist der Haken?

Die kurze Spielzeit ist leider nicht immer nur ein Segen. Zumindest, wenn mir die Dorfbewohner komplexere Aufgaben geben, die sich über mehrere Tage erstrecken. Sammle 12 Eier oder gib mir einen Gegenstand, den dir erst jemand in der Zukunft geben wird. Solche Aufgaben arten dann in nervigen Grind aus, auf den ich gerne verzichtet hätte.

Hinzu kommt der technisch mangelhafte Release-Zustand, der immer wieder zu Performance-Problemen führt. Auch einige Kinderkrankheiten wie englische Dialogzeilen in der deutschen Übersetzung oder die ungenaue Steuerung, die mich das ein oder andere Mal in einen Busch manövriert hat, aus dem ich mich nur mit viel Mühe (oder einem Neuladen) befreien konnte, trüben den sonst so positiven Gesamteindruck.

Für wen sich Cozy Grove lohnt

Wer über die technischen Mängel hinwegsehen kann und einen kleinen netten Zeitvertreib für die wenigen Stunden zwischen Feierabend, Hausarbeit und Bett sucht, ist bei Cozy Grove genau richtig. Auch wer den Geheimtipp Spiritfarer geliebt hat, der ein ähnliches Prinzip verfolgt, sollte einen Blick riskieren. Nur vielleicht wartet ihr lieber noch den ein oder anderen Performance-Patch ab.

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