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Das beste Souls-Spiel aller Zeiten: Unser großes Ranking

Dark Souls, Bloodborne, Elden Ring, Sekiro - From Software gehört seit Jahren die Krone im Souls-Genre. Doch welches Spiel ist das beste? Gut, dass ihr fragt.

von GameStar Redaktion, Dimitry Halley,
15.03.2022 16:35 Uhr

Wer ein Spiel entwickelt, nach dem ein ganzes Genre benannt wird, darf sich ruhig mal auf die Schulter klopfen. Soulslikes - also Spiele wie Dark Souls - pflastern seit Jahren die Spielelandschaft bis zu dem Punkt, dass man allmählich den Überblick verlieren kann, welche coolen Souls-Erben es da draußen eigentlich gibt.

Doch From Software darf sich noch für etwas Anderes auf die Schulter klopfen: Sie haben nicht nur das Souls-Genre erschaffen, sondern beherrschen es bis heute. Sobald das japanische Studio ein neues Spiel ankündigt, recken sich die Hälse der gesamten Gaming-Welt gen Osten. Und Elden Ring illustriert ganz wunderbar den Grund: Wenn ein neues Souls-Spiel von From Software erscheint, dann gibt's in der Regel was zu feiern.

Doch welches Dark Souls, Bloodborne, Sekiro, Elden Ring ist denn nun das beste? Gut, dass ihr fragt, denn wir haben in der Redaktion die Köpfe zusammengesteckt und küren einen ganz objektiven, völlig indiskutablen, mathematisch kugelsicheren Sieger! Viel Spaß beim Lesen.

7. Dark Souls 2

Dark Souls 2 - Test-Video zur PC-Version 8:51 Dark Souls 2 - Test-Video zur PC-Version

Release: 25. April 2014 | Plattformen: PC, PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360 | Wertung: 85

Sascha: Irgendwer muss in so einer Liste den letzten Platz belegen, hier hat es nun Dark Souls 2 getroffen. Einerseits überrascht mich das null, auf der anderen Seite ist es dadurch beileibe kein schlechtes Spiel. Dark-Souls-Chef Hidetaka Miyazaki hat mit diesem Teil der Reihe nichts zu tun – und das merkt man im Guten wie im Schlechten. Es gibt ganz bewusst einige neue Ideen und Spielmechaniken, schließlich sollte sich das Spiel nicht einfach nur wie ein Aufguss seiner Vorgänger anfühlen. Gebt ihr in Dark Souls 2 den Löffel ab, verkürzt sich das Maximum eures Lebensbalken. Bei wiederholten Toden schlägt sich das in einem Malus von maximal 50 Prozent nieder. Diesen Effekt hebt ihr über einen Verbrauchsgegenstand auf, der aber nur in begrenzter Stückzahl existiert.

Umstritten sind auch die Platzierungen und die teils überwältigende Anzahl bestimmter Feinde. Dark Souls 2 überrollt euch gerne einfach mal mit Gegnerhorden. Zudem stören sich Spieler am Design vieler Gegner und Bosse, weil gefühlt jeder zweite Feind ein großer Typ in schwerer Rüstung ist. Viele Umgebungen sind selbst für Dark Souls sehr grau, blass und eintönig, die Beleuchtungseffekte im Vergleich zu Preview-Trailern enttäuschend.

Auf der anderen Seite hat Dark Souls 2 ein hervorragendes Kampfsystem. So ist es durch die sogenannte Powerstance möglich, zwei Waffen effektiv gleichzeitig zu führen. Dieses System nutzt ansonsten nur Elden Ring in einer abgespeckten Variante. Andere Elemente, wie tiefschwarze Magie, sogenannte Hexes, sind in Dark Souls 2 einzigartig.

New Game + bringt in Dark Souls 2 größere Änderungen mit sich als in anderen Souls-Titeln. So werden Feinde hier nicht einfach nur stärker, es gibt auch ganz einfach mehr davon. Manche Bosse haben ein paar neue Tricks auf Lager, zudem lassen die Endgegner hier mächtige Ringe oder zusätzliche Great Souls fallen. Etwas in dieser Richtung hätte ich mir auch für Elden Ring gewünscht. Es ist bei weitem nicht alles schlecht in Dark Souls 2, auch wenn es für viele Fans das schwächste Spiel der Reihe ist.

6. Dark Souls 3

Dark Souls 3 - Test-Video: So hart ist das Souls-Finale 6:39 Dark Souls 3 - Test-Video: So hart ist das Souls-Finale

Release: 12. April 2016 | Plattformen: PC, PS4, Xbox One | Wertung: 85

Sascha: Wow. Mein geliebtes Dark Souls 3 auf dem vorletzten Platz? Manchmal muss ich mich über meine Kollegen echt wundern. Für mich ist der dritte Teil easy und mit Abstand das beste »richtige« Dark Souls. Es sieht um Welten besser aus als seine Vorgänger, hat den besten Spielfluss und, ja okay, es ist auch eine Ecke leichter als die anderen Teile, die Erweiterungen mal außen vor. Flüche sind nicht mehr so brutal wie im ersten Teil, dir beschneidet beim Tod niemand den Lebensbalken wie in Teil zwei, das Spiel hört auch nicht plötzlich einfach so auf, Gegner zu respawnen, wenn du sie wiederholt abfarmst. Viele der umstrittenen und etwas sonderbaren Änderungen aus Dark Souls 2 wurden wieder verworfen, es ging wieder mehr in Richtung des beliebteren ersten Teils.

Natürlich kann man kritisieren, dass Dark Souls 3 dem ersten Teil vielleicht etwas zu ähnlich war. Wir treffen auf ein paar Reinkarnationen alter Bekannter, dann geht es auch mal zurück ins inzwischen dunkle und verfallene Anor Londo. Themen und Story-Elemente aus den Vorgängern werden erneut aufgegriffen. Macht zwar irgendwo Sinn, immerhin spielt das alles im selben Universum, es geht um Zyklen, Wiederholungen, die stärksten Seelen kommen mal mehr, mal weniger verändert zurück, aber was für mich den Reiz dieses Spiels ausmacht, wirkt auf andere halt wie nochmal dasselbe Spiel mit etwas hübscherer Grafik.

Mit Erscheinen von Ashes of Ariandel und The Ringed City kam dann auch noch mal richtig schwerer DLC, an dem sich selbst abgehärtete Veteranen eine ganze Weile lang die Zähne ausbissen. Allein beim Kampfsystem machte Dark Souls 3 einen Rückschritt: Die Powerstance aus dem Vorgänger fiel weg und wich einer Handvoll Waffen, die standardmäßig als Paar zum Einsatz kamen.

Dafür gab es jetzt die sogenannten Weapon Arts, also Spezialattacken für jede Waffe. Die Anzahl valider Spielweisen und Builds fiel im Vergleich zu Dark Souls 2 ab. Elden Ring erlaubt jetzt zwar wieder mehr Möglichkeiten im Kampf mit zwei Waffen, die Freiheiten und Optionen eines Dark Souls 2 gibt es hier für Nahkämpfer aber auch nicht. Schade drum!

5. Demon's Souls

Demons Souls-Remake: Erster Trailer zur Ankündigung des Souls-Klassikers 1:24 Demon's Souls-Remake: Erster Trailer zur Ankündigung des Souls-Klassikers

Release: 25. Juni 2010 | Plattformen: PS3, PS5 | Wertung: 90 (PS5, GamePro)

Mary: Ich gebe ja zu, ich habe lange gebraucht, um mit den Souls-Spielen warm zu werden. Dark Souls 1 habe ich mehrere Male angefangen und abgebrochen, Bloodborne fand ich sau cool (Gehstöcke als Waffe!), bin aber immer wieder gescheitert und Elden Ring hat mich im Netzwerktest in den Wahnsinn getrieben.  Ich hatte also wenig Hoffnungen oder Ambitionen, dass ich mit dem Demon's Souls Remake andere Erfahrungen machen würde.

Und doch habe ich dieses wirklich wunderhübsche Remake an zwei Wochenenden und einer Mittagspause durchgezogen, ohne auch nur einmal wirklich ausfallend zu werden. Um ehrlich zu sein: Ich bin mir noch nicht ganz sicher, warum es “Klick” gemacht hat. Aber ich glaube, dass mir der Nexus als Hub in Verbindung mit den dort hausenden NPCs einfach heimeliger vorkam, als beispielsweise der Firelink-Shrine.

Zudem konnte ich durch die Keilsteine jeder Zeit meine Route ändern, wenn ich mal bei einem Boss oder einer Stelle (verflucht seid ihr 4-2 und 5-2!) nicht weiterkam. In Verbindung mit der wirklich spannenden Lore rund um Boleteria und seinen König wurde daraus irgendwie ein Gesamtpaket, das mich langsam aber sicher in seinen Bann zog und mich wieder auf die Souls-Schiene brachte. Manchmal ist der Anfang einer Reihe vielleicht die beste Einstiegsdroge.

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