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Darkest Dungeon 2 im Test: Dieses Rollenspiel treibt euch mutig in den Wahnsinn

Darkest Dungeon 2 geht andere Wege als der Vorgänger, aber das wichtigste Merkmal bleibt erhalten: Ihr werdet das Spiel lieben - oder hassen.

von Alexander Krützfeldt,
05.11.2021 05:00 Uhr

Darkest Dungeon 2 ruht sich nicht auf dem Erfolg des Vorgängers auf. Beim Test der Early-Access-Version im Epic Games Store fallen uns viele mutige Neuerungen auf. Aber macht eine Open World das Rollenspiel automatisch besser? Darkest Dungeon 2 ruht sich nicht auf dem Erfolg des Vorgängers auf. Beim Test der Early-Access-Version im Epic Games Store fallen uns viele mutige Neuerungen auf. Aber macht eine Open World das Rollenspiel automatisch besser?

Man muss Entwickler Red Hook Studios eigentlich dankbar sein. Wer spricht einem sonst so aus der Seele, dass Zusammenleben mit Menschen immer der Horror ist. Du kannst deine besten Freunde noch so oft vor dem Abgrund schützen, bei der ersten Gelegenheit greifen sie dir doch in die Tasche. Und im Kern geht es ja darum in Darkest Dungeon 2: Eine Freundesgruppe bricht auf in die Welt und erfährt die handfesten Zumutungen des Lebens.

Das erste Darkest Dungeon hat Teile meines Weltbildes geprägt und Leitgedanken für die Ewigkeit formuliert, die ich bedenkenlos anbringen würde, sollte ich je für einen Kleinstverlag einen motivierenden Sprüchekalendar editieren müssen.

Dass man nie im eigenen Haus graben sollte, zum Beispiel. Außer, man möchte es anschließend auch nicht mehr bewohnen. Dass alle Hoffnung immer umsonst ist. Und der Satz aus dem Intro »Ruin has come to our family«, den ich bei jeder Gelegenheit leise vor mich hinsage. Zum Beispiel, wenn am Monatsende bei Lidl an der Kasse wieder nichts aus der EC-Karte kommt. Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, dass GameStar an mich gedacht hat, als es hieß, der neue Teil komme in den Early Access. Vorerst exklusiv bei Epic zum Preis von 24 Euro, ansonsten aber einwandfrei.

Statt durch dunkle Dungeons schlagen wir uns im neuen Teil von Darkest Dungeon mit einer Kutsche durch die Welt. Statt durch dunkle Dungeons schlagen wir uns im neuen Teil von Darkest Dungeon mit einer Kutsche durch die Welt.

Doch dieses Rollenspiel ist nicht einfach nur ein Nachfolger – schon gar keiner, der auf Nummer sicher geht. Nein, Darkest Dungeon 2 ist revolutionär, eine mutige Weiterentwicklung des Vorgängers mit Open World und echter 3D-Engine. Doch, und das ist die Krux mit mutigen Ideen, nicht alle alten Fans werden mit der neuen Ausrichtung einverstanden sein.

Passt zu euch, wenn ...
  • ... ihr für eure hohe Frusttoleranz von euren Eltern gelobt wurdet.
  • ... ihr euch für knifflige Kämpfe und Entscheidungen nicht zu schade seid.
  • ... ihr den Vorgänger geliebt habt.
Passt nicht zu euch, wenn ...
  • ... ihr als Kind schon Wutanfälle bekommen habt.
  • ... ihr im Leben Erfolgserlebnisse braucht.
  • ... ihr insgesamt eher ein lebensbejahender Mensch seid.

(K)eine neue Hoffnung

Beim Spielstart von Darkest Dungeon 2 gibt es ein Wiedersehen mit den fulminanten Charakteren. Dem Pestdoktor, der Grabräuberin, dem Man-at-Arms und mit Dismas, dem Pistolenschützen (aka Highwayman), den ich persönlich seit dem ersten Teil vergöttere. Mit diesen vier Figuren beginnt das Spiel, das statt in einem Dorf in einer Kutsche anfängt, den Rest der Charaktere schaltet man nach und nach frei.

Während wir unsere Reisegruppe in der Kutsche über das Kopfsteinpflaster schaukeln, die Welt ist nach dem ersten Teil im kosmischen Chaos versunken, erscheint immer wieder mahnend ein Berg am Horizont, der sich »The Mountain« nennt, und hier grüßen hoffentlich die »Mountains Of Madness«.

Allerdings kann der Autor das nicht mit Gewissheit sagen, weil er das Spiel nicht bis zum Ende schaffen wird. Das ist ihm schon im ersten Teil nie gelungen. Seine Mutter sagt, das liege daran, dass er sich schon als Kind bei Misserfolgen regelmäßig in die Hand gebissen hat.

Der Autor
Alexander Krützfeldt ist als Freiberufler für GameStar tätig. Kann alleine nachts im Wald schlafen, ohne den Tieren Angst zu machen. Hat sich für Darkest Dungeon 2 eine Woche Zeit genommen. Hörte danach seltsame Geräusche im Babyfon. Schreibt ansonsten Reality Checks und schläft viel, weil gerade Herbst ist.

Unterwegs

Die neu hinzugekommene Mobilität unserer Heldengruppe bedeutet freilich, dass wir auch nicht mehr durch Dungeons kriechen. Das namensgebende Prinzip wurde abgeändert, was mich persönlich sehr freut. Schließlich habe ich den Großteil meiner Zeit im Vorgänger damit zugebracht, Kämpfe zu verlieren, weil ich nicht ausreichend Verpflegung einkalkuliert hatte.

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Kommentare(21)

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