Mit Dawn of War 4 hätte ich nie gerechnet. Manche Franchises legen Bruchlandungen hin, von denen es einfach kein Zurück gibt – hallo, C&C4 – und Dawn of War 3 schien mir genau das zu sein. Es sollte die Marke nach jahrelanger Pause zurückbringen, mit Relic war sogar der Originalentwickler an Bord. Doch das finale Spiel enttäuschte reihenweise Fans und wurde vom Studio unmittelbar nach Release fallen gelassen. Ein ziemlicher Exterminatus.
Aber ich lag falscher als Fulgrim. Knapp acht Jahre später nimmt sich ein neues Studio der Marke an, das zu Dawn of War passt wie Topf auf Deckel: Das deutsche Team King Art aus Bremen hat 2020 das Strategiespiel Iron Harvest veröffentlicht, quasi ein Company of Heroes mit gigantischen Mechs. Und da Company of Heroes eine geistige Fortsetzung zu Dawn of War ist und Mechs und so ... naja, ihr seht die Verbindung.
Also: Dawn of War 4. King Art scheut hier nicht den großen Aufschlag, Dawn of War 4 soll all die Stärken des ersten Teils zurückbringen. Es bietet direkt zum Release vier Fraktionen mit vier dicken Singleplayer-Kampagnen, außerdem Koop, Skirmish und Multiplayer. Darüber hinaus sieht es zum Anbeißen aus!
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Dawn of War 4 enthüllt: Die Warhammer-Strategie geht konsequent zurück zu den legendären Wurzeln von damals
Die Bolter der Space Marines spratzeln durch reihenweise Orks, die Necron-Monolithen rasieren die Landschaften, die schweren Imperial Knights der Tech-Priests stapfen über die Hügelkämme.
Kann das was werden? Gut, dass ihr fragt, ich konnte Dawn of War 4 nämlich schon spielen und habe zumindest ein erstes Gameplay-Fazit.
Was steckt in Dawn of War 4?
Aber klären wir erstmal die wichtigsten Infos zum Spiel: Dawn of War 4 wird wie bereits angedeutet ein ganz klassisches Echtzeitstrategiespiel im Dunstkreis des ersten Serienteils sowie Company of Heroes. Ihr zimmert in Windeseile eure Basis zusammen, produziert ein paar Truppen und schickt sie über die Map, um Kontrollpunkte einzunehmen.
Kontrollpunkte bringen euch Ressourcen, die ihr wiederum in Upgrades und neue Einheiten investiert, um irgendwann den Gegner zu überrollen. Dawn of War 4 beschränkt sich auf zwei Ressourcen – Requisition und Energie; Fans des Originals finden sich damit in Windeseile zurecht.
Und auch das Szenario dürfte Veteranen bekannt vorkommen: Erneut geht es auf die Gruftwelt Kronus, die ihr zuletzt im zweiten Dawn-of-War-Addon Dark Crusade erobert habt. Die Story spielt 200 Jahre nach Dark Crusade, aber wirklich geändert hat sich wenig. Die Blood Ravens kehren zum Planeten zurück und werden von jeder Menge Krieg erwartet.
Fans freuen sich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Auf Seiten der Space Marines tritt beispielsweise der Scout Cyrus aufs Feld und die Orks werden angeführt vom guten, alten Gorgutz, der offenbar einfach nicht totzukriegen ist. Apropos Fraktionen: Zum Launch schlüpft ihr in Dawn of War 4 in die Haut von vier grundverschiedenen Völkern:
- Die Space Marines schlagen Masse mit Klasse. Sie setzen auf weniger Einheiten, die dafür zur absoluten Elite des Imperiums gehören. Darunter die klassischen Intercessors mit dicken Boltern, aber natürlich rekrutiert ihr auch Terminatoren, Scouts, Nahkämpfer sowie mächtige Dreadnoughts.
- Die Orks sind das genaue Gegenteil der Space Marines: Die Boyz überfallen euch mit unzähligen Horden von dicken wie dünnen, großen wie kleinen Grünhäuten und kämpfen sich in eine Waaargh-Rage, die wiederum mächtige Stratagems freischaltet. Orks haben natürlich trotzdem dicke Einheiten, darunter die mächtigen Gorkanaut-Walker.
- Die Necrons werden auch in Dawn of War 4 garantiert wieder die nervigsten Gegner, weil sie sich selbst heilen, teleportieren, einfach nicht sterben wollen und im Lategame mit diesen verfluchten Monolithen ganze Regimenter weglasern, nachdem sie die komplette Map assimiliert haben.
- Das Adeptus Mechanicus ist mein persönliches Highlight unter den Fraktionen, weil die Tech-Priests einfach die schrägsten Geschütze auffahren. Ihre Skitarii-Schützen sind mehr Maschine als Mensch, die mächtigen Imperial Knight Mechs stapfen über die Map. Dank fortschrittlicher Technologie können die Kollegen Feindbewegungen auch im Fog of War erkennen, außerdem verteilen sie spezielle Knotenpunkte auf der Map, die ihre Einheiten buffen.
Im Tutorial schlüpft ihr zudem in die Rolle der imperialen Armee, die allerdings darüber hinaus nicht eigenständig spielbar ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Imperial Guard zu den ersten Fraktionen gehört, die nach Launch als DLC nachgeliefert werden.
So, jetzt genug Grundlagenarbeit, springen wir mal rein ins Match.
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