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Publisher irren sich: Warum die Entwickler von Dawn of War 4 völlig zurecht auf manche Ratschläge pfeifen

Das neue Warhammer 40.000: Dawn of War 4 will Glanz und Glorie der Serie zurückbringen. Und dazu gehört auch, auf vermeintliche Trends zu pfeifen.

Dawn of War 4 wird in erster Linie ein Singleplayer-Spiel, weil ihr das so wollt. Dawn of War 4 wird in erster Linie ein Singleplayer-Spiel, weil ihr das so wollt.

»Ein offener Geist ist wie eine Festung, deren Tore unverschlossen und unbewacht sind«, heißt es im ersten Dawn of War als Mahnmal, nicht zu eigenständig zu denken, denn im totalitären Imperium von Warhammer 40.000 sind Freigeister im Prinzip Freiwild.

Zum Glück funktioniert die echte Welt anders, denn dort ist es oft erfolgsentscheidend, gerade in der Geschäftswelt den eigenen Kopf auch mal durchzusetzen. Bestes Beispiel: Dawn of War 4, wie uns dessen Chef Jan Theysen just im GameStar Talk verraten hat. Im Rahmen unserer diesjährigen FYNG Caggtus hockt er bei uns auf der Couch, um mit Maurice, YouTuber Maxim sowie Moderatorin Lea die große Frage zu diskutieren: Was macht ein gutes Strategiespiel aus?

Video starten 48:24 Was ist gute Echtzeit-Strategie - mit Maxim, Maurice & Jan Theysen von King Art Games

Stichpunkt: Multiplayer vs. Singleplayer

Der direkte Vorgänger Dawn of War 3 (damals entwickelt von Relic) verzettelte sich völlig, zu sehr auf die großen Trend-Propheten der hochkarätigen Publisher zu hören. Wie auch ein Halo Wars 2 setzte das Spiel voll und ganz darauf, möglichst langlebig im Multiplayer zu funktionieren. Man orientierte sich damals an MOBAs wie League of Legends und opferte das, was die Dawn-of-War-Serie eigentlich so spannend macht.

Dass Dawn of War 4 diesen Fehler nicht wiederholt, ist für Jan Theysen und sein Team eine direkte Konsequenz aus dem letzten Spiel des Studios: Iron Harvest. So Theysen wörtlich:

Bei uns ist es halt schon so, wir haben vorher natürlich auch bei Harvest schon einfach Umfragen gemacht und wir haben als Spieler gefragt, hey, was ist euch wichtig am RTS? Und damals, als wir mit Iron Harvest angefangen haben, hat uns jeder Publisher gesagt: Multiplayer-Fokus. Das ist, was Leute wollen, und das ist, wo das Geld ist.

Dann machst du eine Umfrage und dann kommt dann irgendwie raus, drei Viertel der Leute sagen 'Singleplayer oder Koop sind mir wichtiger als Multiplayer' und dann sagen wir halt 'Ja ,gut uns auch, cool, dann lass das machen.' Wenn man Multiplayer Fan ist, kriegt man trotzdem viel geboten, aber wir wollen uns nicht den Rest des Spiels sozusagen kaputtmachen lassen dadurch, dass wir es für Multiplayer optimieren müssen.

Wichtig zur Klarstellung: Auch Dawn of War 4 bekommt einen Multiplayer-Modus, doch Theysens Team will wie bei Iron Harvest in erster Linie eine bombige Singleplayer-Kampagne abliefern. Schließlich hat die damals mit den Abenteuern der Blood Ravens die ersten beiden Teile maßgeblich unsterblich gemacht.

Theysen führt weiter aus: Sollte sich jetzt irgendeine Einheit im Multiplayer als übermächtig entpuppen, wird sie nur deshalb nicht zwangsläufig im Singleplayer »repariert«, falls das dort dem Spielspaß abträglich wäre. Eine Nachricht, die sehr wahrscheinlich auch einem Großteil unserer GameStar-Community die Türen einrennt, denn auch dort bekommen wir in Umfragen immer wieder die Rückmeldung, dass gute Singleplayer- und Skirmish-Modi den Wert eines Strategiespiels maßgeblich ausmachen.

Oder seht ihr das anders? Dann fragen wir Kingart, ob sie nicht vielleicht doch ein MOBA aus Dawn of War 4 machen wollen.

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