Ablösung für DayZ? Die neue Survival-Hoffnung bei Steam & Twitch heißt Deadside

Das neue Survival-Spiel Deadside löst seinen eigenen kleinen Hype aus und kann viele Spieler und Zuschauer auf Steam & Twitch versammeln.

von Christian Just,
17.04.2020 16:55 Uhr

Deadside legt einen guten Early-Access-Release aufs Parkett und kann Konkurrent DayZ auf Twitch ausstechen. Deadside legt einen guten Early-Access-Release aufs Parkett und kann Konkurrent DayZ auf Twitch ausstechen.

Der neue Survival-Shooter Deadside ist am 14. April 2020 auf Steam im Early-Access-Programm erschienen. Und offenbar lief der Release glatter über die Bühne, als es vielen anderen Survival-Spielen vergönnt ist. Fast 2.000 Spieler gaben auf Steam bereits eine Bewertung für Deadside ab und deren Schnitt liegt Stand jetzt bei 78 Prozent positiven Reviews.

Schon jetzt viele gleichzeitig aktive Spieler: Der aktuelle User-Höchsstand von Deadside beläuft sich auf 8.547 (via Steam Charts). Damit erreicht es rund die Hälfte der Spielerzahlen, die Survival-Konkurrent DayZ zuletzt im März 2020 durchschnittlich vor dem Bildschirm versammeln konnte.

Auf Twitch stärker als DayZ: Beim Streaming verzeichnet Twitch rund 3.200 Deadside-Zuschauer, während DayZ lediglich 1.600 Fans zum Zuschauen bewegen kann. Es ist natürlich wenig verwunderlich, dass ein neues Spiel im Zeitraum des Release mehr Interesse bei Zuschauern auslöst, als ein bereits seit Jahren etabliertes Produkt. Dennoch eine ordentliche Leistung für ein neues Early-Access-Spiel.

Ein neuer Herausforderer

Zuschauern von Deadside fallen bestimmt sofort die Parallelen zum Genre-Urvater DayZ auf. Wir kämpfen in Deadside ebenfalls in Third-Person oder Ego-Perspektive auf einer osteuropäischen Spielwelt ums Überleben.

Dabei verwenden wir authentische Waffen und müssen unsere Nahrungsversorgung sicherstellen. Auf eine Story verzichten beide Spiele weitestgehend - Spieler erzählen ihre Geschichten quasi selbst, indem sie sich mit anderen zusammentun, gemeinsam überleben oder sich gegenseitig bekämpfen.

Der neue DayZ-Konkurrent Deadside zeigt seine Spielwelt im Release-Trailer 1:02 Der neue DayZ-Konkurrent Deadside zeigt seine Spielwelt im Release-Trailer

Der große Unterschied zwischen Deadside und DayZ: In Deadside gibt es keine Zombies. Wir kämpfen stattdessen gegen menschliche NPCs, die in Form verschiedener Fraktionen in der Spielwelt auftauchen. Das kann sogar zu großen PvEvP-Schlachten führen, bei denen Spielergruppen sich den Fraktionen anschließen.

Zudem könnt ihr Missionen annehmen und dadurch zum Beispiel ein Gebiet gegen KI-Gegner verteidigen. Dafür belohnt euch Deadside mit Geld, das ihr in bessere Ausrüstung investieren könnt.

Das geschieht in sicheren Zonen, in denen Handel mit NPC-Verkäufern und anderen Spielern möglich ist. Außerdem will Deadside hier kampfesmüden Recken einen Ort zum Ausruhen anbieten.

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Was sagen die ersten Spieler-Reviews?

Das gefällt Spielern an Deadside:

Deadside kommt bei der Mehrheit der Steam-Spieler, die eine Bewertung abgegeben haben, gut an. Häufig loben Spieler den glatten Release und die zufriedenstellende Performance des Spiels. Spieler Clone Snow etwa schreibt:

"Ich bin sehr überrascht, dass ich mehr als 60 FPS in einem Early-Access-Spiel bekomme."

Gerade in puncto Optimierung und Server-Funktionalität sind Survival-Fans durch die häufig holprigen Early-Access-Releases relativ leidgeprüft. Wir erinnern uns etwa an den problembehafteten Release von Last Oasis. Hier mussten die Entwickler die Server komplett abschalten, bevor die Probleme behoben werden konnten.

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Bei Deadside hat der russische Entwickler Bad Pixel diesbezüglich also offenbar gute Arbeit geleistet, technische Probleme tauchen in den Steam-Reviews nur vereinzelt auf. Häufig gelobt werden dagegen das ansprechende Weltdesign und die hübsche Unreal-Engine-Grafik. Auch die allgemeine Ausrichtung und das Kampf-Gameplay stoßen auf Zustimmung und Lob.

Das gefällt Spielern nicht an Deadside:

Allerdings taucht auch Kritik an Deadside auf Steam auf. Zum Beispiel empfinden einige Spieler die Bewegungen als zu langsam und ungelenkt. Spieler Kumab schreibt:

"Das Spiel scheint auf den ersten Blick Spaß zu machen, wie ein neuer Hauch von DayZ-Luft. Aber herumzurennen und ein paar Schießereien auszutragen fühlt sich einfach nicht so toll an, und die Benutzeroberfläche ist nervig."

Trotz einiger negativer Stimmen bleibt der Grundtenor der überwiegenden Anzahl von Spielern aber positiv. Deadside soll 12 bis 18 Monate im Early Access bleiben und kostet in der Basisversion 17 Euro, für die Supporter Edition mit doppelter Lagerkapazität und einem Satz kosmetischer Items zahlt man 24 Euro.

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