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Seite 2: Die Tribute von Panem: Mockingjay - Teil 1 - Wenn Helden zum Problem werden

Jennifer Lawrence im Überfluss

Jennifer Lawrence ist der Erfolgsgarant der Tribute-Filme. Doch diesmal ist sie auch die größte Schwäche. Ihre Wandlungsfähigkeit und ihr Talent Emotionen durch Mimik und Gestik auszudrücken, sind normalerweise ihre große Stärke. Das hätte sie auch ruhig in Tribute von Panem: Mockingjay - Teil 1 zeigen können. Abgesehen vom immer gleichen, melancholisch-leeren Gesichtsausdruck, der schon zu Beginn der Trilogie (bzw. Quadrologie) eher störend als aufregend war, bietet Jennifer Lawrence nur sehr wenig an wandelbarer Emotion. Und gerade das hätte es spätestens in diesem Teil der Romanverfilmung gebraucht.

Die Tribute von Panem 3 - Mockingjay - Teaser-Trailer: Katniss ist Staatsfeind Nr. 1 0:48 Die Tribute von Panem 3 - Mockingjay - Teaser-Trailer: Katniss ist Staatsfeind Nr. 1

Während Katniss im Buch wie Phönix aus der Asche emporsteigt, schafft es Lawrence nicht, die unglaubliche Wandlung auf die Leinwand zu bringen. Zu keinem Moment sprang der Funke des Aufbegehrens gegen das Kapitol über. Katniss blieb in der Rolle der Propagandamarionette gefangen und leider kann ihr der wichtige Part einer Rebellenanführerin nur schwer abgenommen werden. In einem Interview sagte Lawrence zwar, dass es für sie fast so war, als würde sie eine anderen Rolle spielen und Katniss im Herzen dieselbe sei, sich aber trotzdem innerlich und äußerlich verändert hätte, zu spüren ist davon aber in Mockingjay - Teil 1 nur wenig. Immer der gleiche verlore, melancholische Gesichtsausdruck.

Ganz anders verhält sich die emotionale Achterbahn bei Peeta Mellark, gespielt von Josh Hutcherson. Vom Kapitol zur Marionette gemacht, ähnlich wie Katniss von den Rebellen, durchleidet er Verwirrung, Verlorensein und Unsicherheit. Nur mit dem Unterschied, dass man sein Leiden sieht. Vor die Kamera des Kapitols gezerrt, sieht man seine Verzweiflung spätestens in der Sekunde, in der er begreift, dass Katniss noch lebt und er sich nicht mehr sicher ist, auf welcher Seite er gerade steht.

Die psychische Veränderung steht der körperlichen in Nichts nach und Hutcherson reißt den Zuschauer mit seinen nur kurzen Auftritten deutlich mehr mit, als Lawrence im gesamten Film.

Fazit

Sarah Schindler: Die Tribute von Panem: Mockingjay - Teil 1 ist zwar »nur« ein weiterer Teil einer inzwischen gigantischen Roman-Verfilmung, wirkt aber mit seiner politischen Aktualität, dem Fokus auf der Charakterentwicklung und der düsteren Ruhe vor dem Sturm, erfrischend erwachsen. Die Reflektion über den Weg von der Revolution bis zum Bürgerkrieg überwiegt und die wenigen Actionszenen lenken, zum Glück, nicht vom Wesentlichen ab: Wie kam und kommt es zu den Unruhen und wie mächtig kann eine einzelne Stimme, die sich zur Stimme des gesamten Volkes wandelt, sein? Die Kraft dieser Erzählung kann selbst eine gelähmt wirkende Jennifer Lawrence nicht aufhalten und so macht Mockingjay - Teil 1 nicht nur hungrig auf den wohl deutlich actionlastigeren Abschluss der Serie, sondern ist bislang auch das Highlight der Reihe.

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