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Eine neue Art von Shooter macht mir trotz Wahnsinnsgrafik mehr Angst als alles zuvor [Best of GameStar]

Der neue Trend der Body-Cam-Shooter ist ebenso beeindruckend wie beängstigend, findet Peter. Das liegt nur teilweise an den Horror-Elementen.

Die Ego-Perspektive als Schreckgespenst: Peter sieht einem neuen Trend bei Shootern + Co. skeptisch entgegen, auch wenn er gleichzeitig die Fortschritte bei Grafik und Atmosphäre feiert. Die Ego-Perspektive als Schreckgespenst: Peter sieht einem neuen Trend bei Shootern & Co. skeptisch entgegen, auch wenn er gleichzeitig die Fortschritte bei Grafik und Atmosphäre feiert.

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Spieleankündigungen finden heute immer öfter zwischen Tür und Angel statt. Livestream? So konservativ! YouTube-Trailer? Laaaangweilig! Pressemitteilung? Von vorgestern!

Im TikTok-Zeitalter reichen ein kurzes Video und ein paar Zeilen Text auf Twitter und schon verbreitet sich die Neuigkeit vom eigenen Spiel wie ein Lauffeuer, frisst sich durch Reddit-Foren, Reel-Empfehlungen, Facebook-Posts und schließlich auch Nachrichtenseiten.

Jedenfalls, wenn das fragliche Spiel irgendetwas besonders macht. 2023 haben gleich zwei solcher Titel meine Aufmerksamkeit erregt.

Es sind Spiele aus der Ego-Perspektive, die etwas Neues probieren, sehr schick aussehen - und mir eine Menge Angst machen. Aber nur eines davon ist tatsächlich ein Horrorspiel. Wie passt das zusammen?

Peter Bathge
Peter Bathge

Das jugendliche Gesicht in diesem Kasten und oben im Bild ist eine Lüge: Tatsächlich ist Peter Bathge schon grausige 36 Jahre alt. Wenn er also von TikTok spricht, ist das kompletter Cringe. Aber Peter macht es trotzdem, denn weil er seit 18 Jahren als Spieleredakteur arbeitet (vier davon für GameStar), ist er es gewohnt, auf Partys schief angesehen zu werden. Peter liebt alte Shooter und sagt zu PC-Strategie nicht Nein, auch wenn sein Herz für immer Rollenspielen gehört.

Next-Generation-Fischauge

Alles begann mit diesem Tweet aus dem Oktober 2022, verfasst von einem mir bis dato unbekannten französischen Indie-Entwickler:

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Es sind Szenen, die mich mit gemischten Gefühlen zurücklassen:

  • Auf der einen Seite sieht das Gezeigte trotz niedriger Auflösung extrem realistisch und grafisch ansprechend aus. Alexandre Spindler verwendet die Unreal Engine 5 für seinen namenlosen Ego-Shooter. Bei der Optik verfolgt er einen hyperrealistischen Ansatz. Schmutzige Ecken eines verlassenen Plattenbaus und schmierige Fensterscheiben wirken ungemein authentisch, das dank Überstrahleffekt blendende Tageslicht und die relative Dunkelheit der Innenräume bilden einen faszinierenden Kontrast. Feine Schatten und rissige Betontexturen erzeugen den Eindruck eines interaktiven Gemäldes, bei dem jeder Pinselstrich auf Realismus getrimmt ist.
  • Auf der anderen Seite nutzt Alexandre Spindler einen Fischaugeneffekt für die Kamera, der zur Authentizität beiträgt und mir gleichzeitig ein flaues Gefühl im Magen beschert. Denn dadurch entsteht der Eindruck eines an den Rändern konvexen Blickfelds, das Video sieht dadurch aus wie von einer Körperkamera aufgenommen, wie sie inzwischen Polizisten in vielen Staaten der Welt tragen, sogenannte Body-Cams.

Die Bilder wirken dann auf mich auch schon fast zu realistisch, das Geballer aus der Ego-Perspektive könnte genauso gut von einem tatsächlichen Polizeieinsatz stammen - oder Aufnahmen aus dem Ukraine-Krieg sein, wo Soldaten Body-Cams im Kampf tragen.

Mich macht das nachdenklich: Wenn Spiele künftig vermehrt auf diese Perspektive setzen und diese Detailfülle der neue Standard wird - werden wir Videospiel und Realität irgendwann noch unterscheiden können? Schon jetzt etwa wird Arma-3-Footage regelmäßig als Kriegspropaganda zweckentfremdet, sehr zum Leidwesen von Entwickler Bohemia Interactive.

Video starten 2:18 Unrecord: Trailer zum fotorealistischsten Shooter, den ihr je gesehen habt

Die Gefahr besteht, dass Videoaufnahmen aus Body-Cam-Shootern ähnlich widerliche Anwendungsgebiete finden. In der Vergangenheit haben Attentäter sich selbst dabei gefilmt, wie sie unschuldige Menschen mit Schusswaffen töten, und das Ganze live bei Twitch gestreamt.

Das Footage auf Twitter erinnert mich an solche Tragödien und es macht mir Angst. Vielleicht sollte die Spielebranche dieses Fass lieber gar nicht erst aufmachen?

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