Dragon's Dogma 2 gibt mir ein großes Versprechen, das es nicht halten kann

Meinung: Natalie genießt die lockere Spielerführung und die zahlreichen Freiheiten in Capcoms neuem Rollenspiel. Doch leider stolpert Dragon's Dogma 2 noch zu oft über seine eigenen Füße.

Natalie hatte anfangs eigentlich viel Spaß mit Dragons Dogma 2. Doch mit der Zeit verfliegt die Illusion, das Spiel würde sie ihr eigenes Abenteuer erleben lassen. Natalie hatte anfangs eigentlich viel Spaß mit Dragon's Dogma 2. Doch mit der Zeit verfliegt die Illusion, das Spiel würde sie ihr eigenes Abenteuer erleben lassen.

»Natalie, hast du gerade fünf Minuten, um über die Hexe zu reden?«, fragt mich Chef-Redakteur Heiko Klinge und zieht mich geheimnistuerisch in einen Meeting-Raum. Während er mit einem verschmitzten Grinsen erzählt, was ihm in den Sümpfen von Baldur's Gate 3 widerfahren ist, denke ich mir: So müssen Spiele doch sein!

Baldur's Gate 3 war einer dieser Ausnahme-Hits, bei denen jeder aus der Redaktion etwas anderes erlebt hat - und jeder eine Story ins Büro mitbrachte, für die es sich lohnte, auch mal unangekündigt einen Meeting-Raum für eine halbe Stunde zu blockieren.

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Dragon's Dogma 2. In der Redaktion tausche ich mich täglich mit Kolleginnen und Kollegen über das Rollenspiel aus: »Was, das geht? Ich habe das nach 30 Stunden immer noch nicht gecheckt!« - »Ne, das war bei mir aber ganz anders!« - »Ey, Leute, gestern hat ne Ziege meinen Allerwertesten gerettet!«

Natalie Schermann
Natalie Schermann

Natalie würde sich auf der Ordnung-Chaos-Achse vermutlich beim Spielertyp »chaotisch gut« einsortieren. Eigentlich will sie immer nur das Beste für ihren Charakter und seine Begleiter, sowie die meisten Questgeber. Während des Spiels passieren aber oft unvorhergesehene Situationen, in denen sie panisch und reflexartig agiert und damit die Balance durcheinanderwirft. Oder um es mit den Worten von Kollege Tillmann zu sagen: »Bei Natalie klingt immer alles so herrlich chaotisch und aufregend, bei mir passieren nie so krasse Sachen.«

Ich liebe die Idee, die Capcoms Rollenspiel zu Grunde liegt: Ein Spielstand, bei dem alles, was ich tue, wichtig ist. Geringe Spielerführung, die mir große spielerische Freiheit bietet und mit einer fetten Portion Chaos serviert wird. Eigentlich ein Spiel, das mich zum Erkunden und Ausprobieren einlädt.

Doch leider stolpert Dragon's Dogma 2 dann doch noch zu oft über den eigenen Drachenschwanz und zerstört jegliche Illusion, ich könne als Spielerin mein Abenteuer komplett selbst bestimmen.

Vorsicht vor leichten Spoilern: Um meinen Punkt klar zu machen, bringe ich ein paar konkrete Beispiele. Dabei beschränke ich mich allerdings nur auf kleine Nebenquests und verrate keine großen und wichtigen Ereignisse im Spiel.

Ein Spielstand, sie zu knechten

Über den singulären Spielstand von Dragon's Dogma 2 - ein aus dem Vorgänger übernommenes Relikt - wurde bereits vor Release viel diskutiert. Die fehlende Möglichkeit, ein neues Spiel aus dem Hauptmenü zu starten oder einen zweiten Charakter anzulegen, sorgt zu Release für viel Aufregung. Mittlerweile haben die Entwickler reagiert und einen ersten Patch veröffentlicht, der zumindest einen Neustart zulässt.

Das alles ist natürlich unnötig kompliziert und hätte von Capcom eleganter gelöst werden können - der Gedanke, der dahinter steht, sagt mir aber durchaus zu. Anders als beispielsweise in einem Skyrim kann ich nicht einfach vor wichtigen Momenten speichern und neu laden, wenn mir der Verlauf des Dialogs nicht gefällt oder mein Begleiter mit meinem gesamten Inventar von einem Drachen geröstet wird.

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