Drug Dealer Simulator ist der neueste Steam-Trend - Was sagen erste Spieler?

Das neueste Spiel der Thief-Simulator-Macher ist ein echter Steam-Liebling. Auch auf Twitch erreicht es Rekordzahlen. Was steckt hinter dem Drug Dealer Simulator?

von Géraldine Hohmann,
17.04.2020 18:27 Uhr

Beim Drug Dealer Simulator muss sich keiner um moralische Konsequenzen sorgen - Ist ja schließlich nur ein Spiel. Beim Drug Dealer Simulator muss sich keiner um moralische Konsequenzen sorgen - Ist ja schließlich nur ein Spiel.

Ja, der Drug Dealer Simulator nimmt sich offenbar nicht ganz so ernst. "Become a Dope Ninja", heißt es im Trailer, begleitet von lautem Gangster Rap. Das neueste Spiel der Thief-Simulator-Macher lässt euch erneut eure kriminellen Fantasien virtuell ausleben - mit Humor und erstaunlich gutem Inhalt.

Auf Steam macht die am 16. April erschienene Simulation eine gute Figur: 93 Prozent der über 530 Bewertungen sind positiv. Vor allem aber die Streaming-Plattform Twitch gibt dem Spiel Aufschwung. Zu seiner Bestzeit hatte es dort über 43.000 gleichzeitige Zuschauer. Was steckt also hinter dem Drug Dealer Simulator?

Baut ein zweifelhaftes Imperium auf

Im Drug Dealer Simulator startet ihr als kleiner, unbedeutender Drogenhändler auf der Straße. Doch durch das Schmuggeln von Stoff für einzelne Kunden und große Gangs arbeitet ihr euch langsam nach oben. Die Polizei ist euch dabei natürlich immer dicht auf den Fersen - doch was tut man nicht alles, um sich ein kriminelles Imperium aufzubauen.

Wie funktioniert das Spiel? Vom Grundprinzip her ist der Drug Dealer Simulator eine Mischung aus Wirtschaftsspiel, Lebenssimulation und Stealth Game, gewürzt mit ein paar Rollenspielelementen.

Anfangs geht es vor allem darum, Drogen möglichst günstig zu erstehen, aus Verstecken abzuholen, und dann mit saftigem Aufschlag weiterzuverkaufen. All das freilich ohne euch dabei erwischen zu lassen, hier kommen die Schleichelemente in Spiel.

Habt ihr genügend Geld verdient, könnt ihr euer eigenes Labor aufbauen und wie in Die Sims 4 selbst einrichten, um die Drogen auch selbst herzustellen, was wiederum eure Gewinnspanne erhöht. So verbessert ihr nicht nur nach und nach euren Kontostand, sondern auch euren »Respekt« (quasi die Erfahrungspunkte im Spiel). Beides benötigt ihr, um neue Verstecken zu kaufen und Dealer einzustellen.

Action im Stil von GTA dürft ihr jedoch nicht erwarten, es gibt keine richtigen Kämpfe, geschweige denn Gang Wars im Spiel. Die Wirtschafts- und Simulationselemente stehen klar im Vordergrund.

Die Steam-User nehmen es mit Humor

Die Steam-Reviews lesen sich so unterhaltsam wie das Spiel selbst. »Ich hab's für mich getan. Mir hat's gefallen. Ich war gut darin, sehr gut. Und ich habe dabei wirklich gelebt«, zitiert ein Spieler aus der Fernsehserie Breaking Bad. Ein anderer erzählt in seiner Review mit einem Augenzwinkern seine Geschichte:

"Du wachst um 8 Uhr auf. Die Sonne scheint durch das Fenster, die Vögel singen. 'Ein weiterer schöner Tag', denkst du. Dann realisierst du, dass du gestern wegen COVID-19 gefeuert wurdest und keinen Job, kein Geld und keine Zukunft hast. [...]
Dann kommt dir eine verrückte Idee in den Kopf: 'Marc, du wirst ein Drogendealer!'"

Der Drug Dealer Simulator hat einen ähnlichen Reiz wie schon der Thief Simulator und viele weitere humorvolle Simulationsspiele: Einfach mal ein bisschen virtuelles Chaos stiften. Und vor allem anderen dabei zuschauen, wie sie virtuelles Chaos stiften, wie die Beliebtheit des Spiels auf Twitch beweist.

Viele der Steam-Nutzer finden aber auch, dass der Umfang noch nicht ausreicht, um lange zu motivieren. Dem wollen die Entwickler aber offenbar entgegenwirken, denn es sind bereits eine Reihe neuer Features und Inhalte geplant. Welche genau, ist nicht bekannt. Die Roadmap besteht aber aus ein paar rudimentären Bildern, die Hinweise auf folgende Updates geben.

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