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Seite 3: Duke Nukem Forever im Test - Ein Held der (ganz) alten Schule

Ego statt Lebensenergie

Wenn der Duke einen Treffer kassiert, dann kratzt das an seinem Ego. Das Ego ersetzt die Lebensanzeige, funktioniert ansonsten aber genauso und regeneriert sich auch von selbst. Allerdings kann der Duke seine Energie im Laufe des Spiels in kleinen Schritten steigern, etwa indem er versteckte Pornoheftchen findet, sich im Spiegel bewundert oder verborgene Minispiele knackt.

Die Oktahirne verhalten sich als einzige Gegnerart ein bisschen clever: Die schießen auch schon mal in unsere Bewegung. Die Oktahirne verhalten sich als einzige Gegnerart ein bisschen clever: Die schießen auch schon mal in unsere Bewegung.

In seinem Stripclub läuft der Duke zum Beispiel an einen Bewunderer vorbei, der ihn zu einer Partie Air Hockey herausfordert. Wenn wir den Typen besiegen, steigert das Dukes Maximal-Ego. Darüber hinaus hat Gearbox einige nette Gags in Duke Nukem Forever versteckt. In einer Unterwasserhöhle entdecken wir zum Beispiel den Kopf einer Spielfigur aus Borderlands, dem vorigen Spiel des Entwicklerstudios. Der Duke kommentiert: »Wenigstens hatte der ein Ende.«

Womöglich ist das eine Anspielung auf den Schluss von Duke Nukem Forever, denn der ist wahrlich eine Frechheit: Ohne echten Höhepunkt endet das Spiel sehr abrupt und lässt uns im Dunklen darüber, wie es denn nun mit den Aliens, der Welt und dem Duke weitergeht. Noch eine Fortsetzung? Dann aber bitte schneller, noch mal warten wir keine 14 Jahre.

Nostalgie oder alter Schrott?

Ob und wie viel Spaß Sie letztlich mit Duke Nukem Forever haben werden, hängt elementar von zwei Fragen ab: a) Sind Sie Duke-Fan und b) spielen Sie gern auf Englisch? Wenn Sie beide Fragen bejahen können, bekommen Sie mit Duke Nukem Forever wohl genau das, was Sie erwartet haben: Schnörkellose Ballerei mit derben Sprüchen, mitunter 1:1 vom Vorgänger übernommen.

Sprachvergleich: Deutsche gegen englische Version 3:17 Sprachvergleich: Deutsche gegen englische Version

Wenn nicht, werden Sie über das Spiel wahrscheinlich denken: »Was ist denn das für ein altbackener Mist?«, denn Duke Nukem Forever hat die meisten Genre-Entwicklungen der letzten Jahre verpennt: Ein Deckungsystem, spielerische Abwechslung oder wenigstens Zwischensequenzen gibt’s nicht, und auch die Grafik wirkt stark veraltet.

Wer Duke Nukem Forever auf Deutsch spielt (das lässt sich im Steam-Menü umstellen), wird sich außerdem fragen, warum Bruce Willis auf einmal so zotige Witze macht. Der Duke wird in der hiesigen Version nämlich von Manfred Lehmann gesprochen, der sonst Bruce Willis vertont. Lehmann macht seine Arbeit sehr gut, nur verbindet man mit Duke Nukem nun mal den rauchigen Bass von Jon St. John, der dem blonden Ballerbuben schon vor 15 Jahren seine unverwechselbare Kodderschnauze verlieh und das auch in der Fortsetzung tut.

Duke Nukem Forever - Von 1997 bis 2011 ansehen

Mit der Sprache ändert sich auch unser Humorempfinden: Wenn sich die Holsom Twins fragen, was ihnen in der Alien-Gefangenschaft wohl widerfahren sein mag und der Duke antwortet: »I think you’re fucked«, dann mag das lustig sein, das deutsche »Ich glaube, ihr wurdet gefickt« erscheint uns hingegen schlicht anstößig. Vielleicht sind wir auch einfach nur reifer geworden. In 14 Jahren hat sich nämlich so einiges geändert. Zumindest bei uns.

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