Dungeons & Dragons und Pen&Paper insgesamt sind schon lange kein reines Tischhobby mehr. Also, zumindest keine, die nur am Wohnzimmertisch gespielt werden. In unserer heutigen Welt wird auch der Schreibtisch immer wichtiger, um Abenteuer mit Würfeln und Charakterbögen zu erleben – denn dort steht ja in der Regel unser PC.
Gerade D&D setzt gerade sehr stark auf eine stetig stärkere Digitalisierung. Der Verlag Wizards of the Coast will erreichen, dass D&D und die digitale Welt quasi untrennbar werden. Daher soll das wohl wichtigste digitale Tool des Verlags in Zukunft noch mächtiger, zugänglicher und einfach verzahnter sein als bisher.
Die Rede ist von D&D Beyond, das schon jetzt für die meisten Gruppen unerlässlich geworden ist. Kürzlich wurde aber eine neue Roadmap für die Online-Plattform von D&D enthüllt und klar gemacht: D&D Beyond soll »grundlegend überarbeitet werden«.
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So soll D&D Beyond verbessert werden
Das wichtigste Schlagwort bei der neuen Ankündigung ist: Game Engine. D&D Beyond soll sich zu einer waschechten Spielgrundlage weiterentwickeln und zum pulsierenden Herz von Dungeons & Dragons werden. Wer D&D spielt, für den gibt es keinen Weg an der Plattform vorbei.
Das Ziel ist es, dass D&D Beyond insgesamt zugänglicher und besser nutzbar wird. Dazu gehören technische Grundlagen wie schnellere Ladezeiten und responsivere Oberflächen – aber auch der Zugriff auf Regelbücher, die Suche nach spezifischen Regeltexten und die Erstellung von Charakteren sollen in Zukunft deutlich fluffiger von der Hand gehen.
Demnächst ist etwa ein Quickbuilder geplant, mit dem ihr euren Charakter in Windeseile erstellen und sofort mit dem Spielen loslegen könnt.
Das sind aber alles nur die ersten Schritte. Das neue D&D Beyond soll dynamischer anpassbar sein, damit auch die Entwickler schneller reagieren können. Einige der größten Änderungen und neuen Features stehen uns also erst noch bevor.
Warum passiert das jetzt?
Wizards of the Coast hat ein großes Interesse daran, dass D&D vor allem als digitales Rollenspiel aufgefasst wird. Der Verlag zielt darauf ab, neue Märkte zu erschließen, die derzeit von anderen Anbietern für virtuelles Rollenspiel gehalten werden. Plattformen wie Foundry oder Roll20 dominieren schon lang das digitale Rollenspiel – Wizards versucht hier seit Jahren, einen Fuß in die Tür zu kriegen.
Eben um seine Spielerschaft noch stärker an sich zu binden. Die Leute sollen nicht nur neue D&D-Bücher kaufen, sie sollen fürs Spielen auch direkt bei Wizards bleiben und somit wiederkehrende Einnahmen generieren.
Das klappt natürlich am besten, wenn sie ein zentrales Ökosystem aus dem Boden stampfen und es für die Spielerinnen und Spieler am gemütlichsten wird, einfach dort zu verweilen.
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