E-Sport - Steuerfahnder ermitteln gegen Teams in NRW

Wie Gameswirtschaft berichtet, nehmen Steuerfahnder in NRW gerade die Verdienste von E-Sport-Teams unter die Lupe.

von Elena Schulz,
07.10.2018 16:10 Uhr

E-Sport ist mittlerweile auch in Deutschland eine große Sache, weshalb ihn auch Steuerfahnder ins Visier nehmen.E-Sport ist mittlerweile auch in Deutschland eine große Sache, weshalb ihn auch Steuerfahnder ins Visier nehmen.

Wie Gameswirtschaft berichtet, nehmen Steuerfahnder gerade die Einnahmen deutscher E-Sportler in Nordrhein-Westfalen unter die Lupe. Eine Sondereinheit untersucht gemeinsam mit dem Bochumer Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung deutsche E-Sport-Teams, ebenso wie Veranstalter und einzelne Spieler. Dabei handelt es sich aber um eine Vorfeldermittlung und keine direkte Reaktion auf eine Staftat.

Anschließend sollen die gesammelten Daten und Unterlagen an die Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen weitergeleitet werden. Ziel ist sei, die künftige Gestaltung von Verträgen, Sponsoren- und Preisgeldern, sowie Lohn-, Quellen- und Unternehmenssteuern von Veranstaltern zu erarbeiten, wie Gameswirtschaft (via Branchendienst Steuertip) ausführt.

GameStar-Podcast: Wie wird man E-Sportler?

E-Sport wächst, auch in Deutschland

NRW erscheint als Startpunkt für eine solche Aktion wenig überraschend, da es sich um den größten E-Sport-Standort in Deutschland neben Berlin handelt. In Köln ist zum Beispiel die Turtle Entertainment GmbH sesshaft, der weltweit größte Ligen- und Turnierveranstalter mit den Intel Extreme Masters oder der ESL One. ESL-Sponsoren sind große Konzerne wie Vodafone oder Mercedes-Benz.

Auch die Berliner Agentur Freakes 4U Gaming und die E-Sport-Organisation SK Gaming sind in NRW vertreten. Hinzu kommen noch die E-Sport-Teams von Bundesliga-Mannschaften wie Schalke 04 oder dem 1. FC Köln. Laut der Zahlen von Gameswirtschaft, können sich die Wachstumsraten des deutschen E-Sports deutlich sehen lassen: Branchenverband und Marktforscher rechnen dieses Jahr mit mindestens 90 Millionen Euro an Umsatz-Volumen, 2020 sollen es sogar 130 Millionen Euro werden.

Trotzdem ist E-Sport noch nicht überall akzeptiert: In der Schweiz gab es während einer Fußball-Partie einen Protest gegen den elektronischen Sport.

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