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Der Minecraft-Film weiß ganz genau, was er ist: Unglaublich dumm - und ich liebe ihn dafür

Einen besseren dummen Film werdet ihr gerade nicht im Kino sehen.

Ein Minecraft Film startet am 3. April 2025 in den deutschen Kinos und wir verraten in unserer Filmkritik, ob sich ein Besuch lohnt. Bildquelle: Warner Bros. Ein Minecraft Film startet am 3. April 2025 in den deutschen Kinos und wir verraten in unserer Filmkritik, ob sich ein Besuch lohnt. Bildquelle: Warner Bros.

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Meine Güte, was für ein dämlicher Quatsch! - meine unmittelbare Reaktion auf den Kinobesuch von Ein Minecraft Film sollte es eigentlich schon auf den Punkt bringen: Ein Minecraft Film ist wild, laut, unfassbar witzig und vor allem eins - sich seiner eigenen Stärken und Schwächen mehr als bewusst.

Und genau aus diesem Grund brilliert das Klötzchen-Abenteuer mit Jack Black und Jason Momoa, die ein überraschend herrliches Comedy-Duo abgeben - zumindest in meinen Augen. Kann ich den Minecraft-Film damit uneingeschränkt empfehlen? Ne.

Denn ob ihr mit der Kino-Odyssee in das erfolgreichste Videospiel aller Zeiten glücklich werdet, kommt ganz darauf an, was ihr euch von dem Werk des Regisseurs von Napoleon Dynamite erhofft und erwartet. Es gibt ein paar verdammt gute Gründe, warum Ein Minecraft Film auf Rotten Tomatoes gerade bei mageren 53 Prozent steht. Autsch.

Vali Aschenbrenner
Vali Aschenbrenner

Über den Autor: Mit Minecraft hat Vali eigentlich nichts am Hut, aber trotzdem einen Quadratschädel. Dafür, ihn in die Pressevorführung von Ein Minecraft Film zu schicken, hat es dann doch gereicht.

Worum geht’s in Ein Minecraft Film?

Die Story von Ein Minecraft Film dreht sich vor allem um drei ganz bestimmte Hauptfiguren:

  • Steve (Jack Black): Schon von Kindesbeinen an hat sich Steve in den Minen wohler gefühlt, als unter seinen Mitmenschen. Durch einen Zufall in der Welt von Minecraft gelandet, fühlt er sich dort pudelwohl und lässt seiner Kreativität freien Lauf. Steves bester Freund ist ein quadratischer Hund namens Dennis.
  • Garrett The Garbage Man Garrison (Jason Momoa): Hält sich für den Größten, ist aber eigentlich nur ein großer Loser. Garrett klammert sich seit Jahrzehnten an seine Sieg in einer Arcade-Game-Meisterschaft fest, baut darauf seine gesamte Persönlichkeit auf und kriegt ansonsten nichts gebacken.
  • Henry (Sebastian Eugene Hansen): Nach dem Tod seiner Mutter verschlägt es Henry gemeinsam mit seiner Schwester Natalie (Emma Meyers) in das kleine Heimatstädtchen von Steve und Garrett. Henry hatte schon immer Probleme, bei anderen Anschluss zu finden und tüftelt lieber alleine an seinen kreativen Konstruktionen herum.

Fairerweise ist die grundlegende Handlung von Ein Minecraft Film eher nebensächlich und lässt sich maximal als zweckmäßig bezeichnen. Im Endeffekt dient sie nur als Vehikel, um Steve, Garrett und Co. auf die Klötzchen-Welt loszulassen und dort Abenteuer zu erleben.

Ach ja. Dann wäre da ja noch die Nebenhandlung um einen (verdammt gruselig aussehenden) Minecraft-Dorfbewohner, den es in unsere Welt verschlägt. Dort wird er von Marlene (Jennifer Coolidge) über den Haufen gefahren, die großen Gefallen an dem Kerl mit Riesen-Nase und Monobraue findet. Und ja, es wird dabei ganz schön romantisch.

Video starten 2:43 Der offizielle Trailer zu Ein Minecraft Film

Für wen ist Ein Minecraft Film interessant?

Ihr wollt eine komplexe Geschichte mit facettenreichen Figuren und weitreichender Charakterentwicklung? Dann seid ihr bei Ein Minecraft Film falsch. Wie bereits erwähnt, geht es in der Regiearbeit von Regisseur Jared Hess (Napoleon Dynamite, Nacho Libre) eigentlich nur um eine rasante Achterbahnfahrt durch die Klötzchenwelt, die mit allerlei Krach sowie dummen Witzen gespickt wird.

Das funktioniert überraschend gut und kann über eine Laufzeit von knapp 101 Minuten hervorragend unterhalten. Allerdings nur, wenn ihr mit dem eigenwilligen, aber durchaus charmanten Humor, der schon hart in die Richtung Brainrot geht, auch etwas anfangen könnt. 

Das Herzstück von Ein Minecraft Film bildet dabei zweifelsohne die Black/Momoa-Kombination. Beide haben spürbar Bock auf das quatschige Abenteuer und glühen auf der Leinwand geradezu vor Energie. Das Duo ist sich außerdem alles andere als zu schade dafür, die dusseligen und dennoch charmanten Vollidioten abzugeben.

Wenn euer Herz also für Black und/oder Momoa schlägt, die sich im Wechsel derart dämliche Sprüche um die Ohren pfeffern, sodass es einem die Zehennägel hochzieht, könnt ihr guten Gewissens einen Kinobesuch in Betracht ziehen.

Ein absolutes Traum-Duo auf der großen Leinwand: Jack Black und Jason Momoa. Dawn (Danielle Brooks) im Hintergrund guckt aus gutem Grund so skeptisch drein. Bildquelle: Warner Bros. Ein absolutes Traum-Duo auf der großen Leinwand: Jack Black und Jason Momoa. Dawn (Danielle Brooks) im Hintergrund guckt aus gutem Grund so skeptisch drein. Bildquelle: Warner Bros.

Und falls ihr euch fragt, ob Ein Minecraft Film für eure Kids geeignet ist: Die FSK-12-Altersfreigabe gibt es tatsächlich aus gutem Grund. Manchmal, weil ein paar Witze überraschend düster, oder auch sogar versaut ausfallen.

So zum Beispiel, wenn ein klitzekleines Piglin-Schweinchen einfach nur deswegen abgestochen wird, weil es sich mit seiner niedlichen Bildmalerei kreativ etwas ausleben möchte. Übrig bleibt dann nur ein Kotelett. Minecraft-Logik eben.

Oder aber, weil die frisch geschiedene stellvertretende Schulleiterin Marlene (Jennifer Coolidge aus American Pie) mit den folgenden Worten kein Geheimnis daraus macht, was Jason Momoa als der Müllmann mit ihr anstellen darf: Sie dürften gerne mal ihren Sack in meine Tonne stopfen! Hui.

In seinen besten Momenten ist der Minecraft-Film ein wilder Fiebertraum, der für offene Münder und laute Lacher sorgt. Die ganz jungen Fans des mittlerweile 16 Jahre alten Kult-Spiels sollten also vielleicht erstmal noch aussetzen.

Hier funkt es ... ... und zwar ganz gewaltig. Hier funkt es ... ... und zwar ganz gewaltig.

Stärken und Schwächen von Ein Minecraft Film

Was uns an Ein Minecraft Film gefallen hat

  • Der Humor: Ein Minecraft Film ist oft - aber nicht immer - zum Schreien komisch. Die hohe Gag-Dichte lässt kaum eine Verschnaufpause, während sich eine skurrile Figur nach der anderen die Klinke in die Hand gibt. Wer Napoleon Dynamite oder Nacho Libre kennt, weiß natürlich, dass das Herz von Regisseur Jared Hess für komische, aber liebenswerte Gestalten schlägt. Und hier kann auch Ein Minecraft Film punkten. 
  • Black & Momoa: Die beiden Hauptdarsteller von Ein Minecraft Film versprühen geradezu Energie. Selbst, wenn ihr im Kino keinen Spaß mit dem Geschehen auf der Leinwand habt, tun es Jack Black und Jason Momoa für euch - und werden euch unweigerlich mitreissen. Die beiden haben unmissverständlich eine großartige Zeit an ihren Rollen und driften dabei teilweise sogar ins Overacting ab, was sich aber perfekt mit dem Vibe des Films ergänzt. Dass das Duo sich dabei nicht zu schade ist, sich selbst als Witzfiguren darzustellen, setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf.
  • Die Liebe zur Vorlage: Ich will gar nicht erst so tun, als würde ich mich großartig mit Minecraft auskennen. Meine Spielzeit in der Klötzchenwelt dürfte sich maximal auf einen zweistelligen Betrag beschränken. Trotzdem erkenne ich selbst als Laie, wie viel Liebe zum Detail in dem Leinwandstreifen mitschwingt. Gleichzeitig hält sich Ein Minecraft Film nicht mit exzessiven und zähen Exposition-Dumping auf. Stattdessen werde ich als Zuschauer in eine komplexe Welt entführt, die alleine schon aufgrund ihrer konsequenten Inszenierung in sich stimmig wirkt.
  • Der Look und die Action: Das Budget von Ein Minecraft Film ist mit 150 Millionen US-Dollar kein Pappenstiel. Ihr werdet aber schnell feststellen, wohin das ganze Geld geflossen ist: Die Minecraft-Welt, in der sich ein Löwenanteil des Films abspielt, sieht zum Anbeißen gut aus und besticht konstant mit überzeugenden und knackscharfen Effekten. Gerade, wer die maue VFX-Qualität der gefühlt letzten zehn Marvel-Filme gewohnt ist, darf bei Minecraft wieder ein bisschen staunen.

Video starten 1:00 »Total cursed« - Der erste Blick auf die Dorfbewohner im Minecraft-Film verstört das Internet

Was uns an Ein Minecraft Film nicht gefallen hat

  • Der Humor: Kommen wir zum großen Aber! Ja, Ein Minecraft Film ist verdammt witzig, während in der Laufzeit von knapp 101 Minuten ein Witz und dummer Spruch auf dem Nächsten folgt. Doch davon zündet nicht jeder und gerade beim großen Höhepunkt des Films nimmt die Gag-Dichte spürbar ab. Gleichzeitig ist Humor bekanntermaßen Geschmackssache. Und solltet ihr mit den fairerweise recht speziellen Witzen eines Jared Hess nichts anfangen können, seid ihr bei Ein Minecraft Film vielleicht an der falschen Adresse.
  • Manch’ platte Figuren: Wenn wir ehrlich sind, geht keine der Haupt- und Nebencharaktere von Ein Minecraft Film in die Tiefe. Bei den meisten Protagonisten lässt sich dieser Umstand aber guten Gewissens ignorieren, da ganz andere Facetten darüber hinwegtrösten - bei Black und Momoa zum Beispiel deren jeweilige Performances. Bei anderen, nicht ganz so wichtigen Figuren oder sogar der großen Piglin-Oberschurkin des Films kann das aber auch irritieren und frustrieren. Die Minecraft-Verfilmung hat hier ganz klar Potenzial verschenkt.

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