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Seite 2: Empires Apart - Was taugt der Age-of-Empires-Klon?

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Die eigenen Stärken von Empires Apart

Einige wirklich eigene Stärken hat Empires Apart dann aber doch: Wer beispielsweise die Mongolen wählt, merkt schnell, dass sie sich ganz anders spielen als die übrigen Völker. Mongolische Arbeiter können keine Gebäude errichten. Dafür benötigt man spezielle Siedler, die sich in Gebäude »verwandeln«.

Durch diese Siedler gestaltet sich das Errichten von Gebäuden deutlich sperriger als bei anderen Völkern - spätere Bauten benötigen sogar mehrere Siedler, die sich »opfern«. Auf der anderen Seite schrauben die Gers der Mongolen nicht nur das Bevölkerungslimit nach oben, sondern dienen gleichzeitig auch als Getreidesilo. Man braucht also keine eigenen Rohstofflager. Solche feinen Unterschiede zu anderen Völkern wecken in Empires Apart den Taktiker in uns.

Die Mongolen verschwenden keine Zeit auf stabile Gebäude, sondern bleiben mobil. Die Mongolen verschwenden keine Zeit auf stabile Gebäude, sondern bleiben mobil.

Auch die Landwirtschaft beherrschen die Nomaden nicht. Wer also alle Schafe und Wildtiere rund um die eigene Basis erlegt, bekommt danach nur sehr langsam neue Nahrung. Entweder geben wir uns damit zufrieden, oder wir packen prompt unser eigenes Dorfzentrum zusammen und wandern zu neuen Jagdgründen.

Analog zu den Mongolen hat jede Fraktion ihre eigenen Schwerpunkte. Klar, rein spielerisch bleibt's eine Kopie des altbewährten Age-of-Empires-Fundaments, aber zumindest können Strategen die Feinheiten verschiedener Völker meistern.

Kampf und KI

Kommt es zum Kampf, greift das übliche Prinzip aus Schere, Stein, Papier. Speerkrieger töten Reiter, Reiter jagen Schützen, Schützen plagen Infanteristen. So wirklich rund läuft das alles in der Closed Beta allerdings noch nicht. Die KI im Singleplayer verhält sich je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad ziemlich frustrierend.

Auf »Easy« und »Easiest« bunkern sie ihre riesigen Truppenkontingente in der eigenen Basis und trauen sich nicht, anzugreifen. Und das, obwohl sie eigentlich spielend leicht den Sieg davontragen könnten. Ab mittlerem Härtegrad überrollen sie uns indes nach gefühlt 30 Sekunden (in der Realität sind es fünf Minuten) mit einer Übermacht.

Diese Art von Herausforderung kennt man schon aus der Age of Empires: Definitive Edition. Und ja, wer sich in die Kunst des schnellen Bauens und Wirtschaftens reinfuchst, wird früher oder später mit der KI fertig. Doch selbst dann verhalten sich die gegnerischen Truppen nicht unbedingt schlau.

Auch klassische Ritter gibt's. Das Mittelalterherz freut sich. Auch klassische Ritter gibt's. Das Mittelalterherz freut sich.

Im Survival haben wir beispielsweise zwei Türme auf zwei Hügeln errichtet. Die angreifenden Horden konnten sich nicht entscheiden, welche Stellung sie zuerst angreifen wollen und ritten wild zwischen Turm A und B hin und her. Die Schützen auf den Zinnen freuen sich, der Stratege in uns aber nicht.

Der Weg zum fertigen Release

Natürlich kann einem die KI für den Multiplayer wumpe sein. Doch hier wirken sich die anderen unfertigen Ecken und Kanten der Closed Beta aus.

Beispielsweise fehlen jegliche Waffensounds. Und wer mit der Maus über Buttons und Schaltflächen schwebt, bekommt oft nicht angezeigt, was die jeweilige Schaltfläche tut. Das wird dann zum Problem, wenn die Symbole nicht klar anzeigen, was sie bewirken.

Berittene Einheiten sind häufig überfordert, Bogenschützen anzugreifen, die sich nach jedem Schuss ein paar Meter zurückziehen. Macken dieser Art gibt's häufig, sodass insgesamt ein recht ungeschliffener Eindruck entsteht. Wenn man bedenkt, dass Empires Apart schon am 29. März erscheint, müssen sich die Entwickler also sputen.

Auf höheren Schwierigkeitsgraden schickt die feindliche KI fortwährend Feinde in die eigene Basis. Auf höheren Schwierigkeitsgraden schickt die feindliche KI fortwährend Feinde in die eigene Basis.

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