Entdeckung in PUBG - Framerate hat direkten Einfluss auf Rückstoß & Feuerrate der Waffen

Das Gunplay in Playerunknown's Battlegrounds zeigt Unterschiede beim Recoil und der Rate of Fire, je nachdem, wieviele fps der Battle-Royale-Shooter darstellt.

von Christian Just,
22.01.2019 13:40 Uhr

Offenbar hängt das Waffenverhalten in PUBG direkt mit der Framerate zusammen.Offenbar hängt das Waffenverhalten in PUBG direkt mit der Framerate zusammen.

PUBG bekommt die nächste technische Kontroverse: Wie Youtuber WackyJacky101 in einem Video erläutert, hängen Feuerrate und Rückstoß der vollautomatischen Waffen im Multiplayer-Shooter offenbar mit der Framerate zusammen. Wenn man also die Framerate auf unterschiedlichen Frequenzen deckelt, erhält man auch unterschiedliches Waffenverhalten.

So sorgt eine niedrigere Framerate in Playerunknown's Battlegrounds für weniger vertikalen Rückstoß, also das Verziehen der abgefeuerten Waffe nach oben. Das wiederum rührt von einer niedrigeren Feuerrate, also wie schnell in Folge die Schüsse abgegeben werden. Entsprechend betrifft das Problem nur vollautomatische Waffen wie Sturmgewehre und Maschinenpistolen.

Hier könnt ihr euch das Video von WackyJacky101 anschauen:

Kurioserweise scheint das Sturmgewehr AKM in PUBG von dem Phänomen nicht betroffen zu sein, was ein Video-Kommentator und ein Nutzer auf Reddit mit der Art erklären, wie es ihrer Einschätzung nach zustande kommt.

Wie kommt das Phänomen zustande?

Deshalb tritt der Effekt auf: Laut des Reddit-Nutzers hänge das Phänomen mit der Art zusammen, wie PUBG seine ballistischen Effekte berechnet. Demnach seien die Framerate und die Feuerrate der Waffen gekoppelt. Je besser diese beiden Werte synchronisiert sind, desto genauer die Berechnung der Feuerrate.

So erklärt sich das AKM-Phänomen: Bei der AKM habe WackyJacky101 keine Abweichung feststellen können, weil er mit genau 30 und 60 fps gemessen hat, was sich mit der AKM-Feuerrate von einem Schuss pro 0,1 Sekunden synchronisiert. Hätte er mit einer ungeraden Framerate gemessen, beispielsweise 71 fps, wäre demnach ein Unterschied zu erkennen gewesen. Hier könnt ihr euch ein Bild des Redditors anschauen, das die Differenz zwischen 70 und 71 fps zeigen soll.

Diese Spieler haben Probleme: Besonders problematisch wird es für jene, die keine konstante Framerate in PUBG haben. Das betrifft unglücklicherweise mehr Spieler, als man annehmen könnte. Auch eine gedeckelte Framerate und starke Hardware schützen noch immer nicht davor, in Playerunknown's Battlegrounds gelegentliche Framedrops zu erleben. Häufig finden diese in Feuergefechten statt, oft dazu noch in entscheidenden Spielphasen. Wechselt nun die Framerate binnen eines solchen Kampfes womöglich mehrfach, wird es praktisch unmöglich, das Waffenverhalten zu antizipieren. So können Kämpfe verloren gehen.

PUBG kommt nicht zur Ruhe

Diese neuerliche Entdeckung kommt PUBGs ohnehin beschädigtem Ruf in puncto Technik nicht zugute. Spieler berichten auch über ein Jahr nach dem Full Release über inkonsistente Performance und Bugs. Um die größten Baustellen in Playerunknown's Battlegrounds zu beheben, rief der koreanische Entwickler PUBG Corp letztes Jahr die Initiative Fix PUBG ins Leben, die paradoxerweise wegen technischer Probleme vorzeitig beendet werden musste.

Dennoch ist Playerunknown's Battlegrounds nach wie vor ein Riesen-Erfolg. Aus den wöchentlichen Steam-Charts der umsatzstärksten Spiele ist der Zündfunke des Battle-Royale-Hypes nicht mehr wegzudenken, die gleichzeitig aktiven Spieler belaufen sich noch immer auf über eine halbe Million im Schnitt (via Steamcharts).

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