Das neueste ESO-Event erinnert mich daran, was Open Worlds so genial macht

Meinung: The Elder Scrolls Online macht mich über das Event »Himmelsrands vergessene Schätze« zur Archäologin. Am meisten Spaß habe ich aber, wenn ich gerade nicht grabe.

von Elena Schulz,
03.10.2020 13:41 Uhr

Archäologie ist so viel cooler, als Tränke brauen oder Hühnerkeulen knusprig braten - allein schon, weil ich dabei nicht die vorwurfsvollen Blicke meines Begleiterhuhns im Nacken spüre (Es tut mir leid, Sir Nugget!). Also setze ich meinen Indiana-Jones-Hut auf und stürze mich voller Begeisterung in das aktuelle Ausgrabungsevent von The Elder Scrolls Online: Greymoor.

Und vergesse dabei völlig, was ich eigentlich machen wollte. Denn als frischgebackene Hobby-Archäologin verlaufe ich mich natürlich sofort im westlichen Skyrim und stelle dabei fest - die Open World ist viel spannender, als alten Kram auszubuddeln!

Was ist »Himmelsrands vergessene Schätze«?

Das ESO-Event läuft vom 23. September bis 5. Oktober und ist mit dem Greymoor-Addon spielbar. Die Community füllte gemeinsam eine Fortschrittsanzeige, indem sie Antiquitäten im westlichen Skyrim ausbuddelte. Je nach Stufe werden Preise für alle ausgeschüttet, zum Beispiel Begleiter oder Cosmetics für die Charaktere. Inzwischen wurden 100 Prozent erreicht und die Rewards gibt es kostenlos für alle Spieler im Store. Das Angebot gilt bis zum 16. Oktober.

Mehr dazu lest ihr im unter dem Kasten verlinkten Hub zu den Inhalten, die euch 2020 noch im MMO erwarten.

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Indy und Lara wäre schnell langweilig

Das Event ist für mich so interessant, weil es mich an komplett neue Orte in der Spielwelt führt, wo keine Quests, Auftraggeber oder Dungeons zum Abarbeiten warten. Wo sich Antiquitäten verstecken, sehe ich an einem magischen Artefakt: Das lässt mich ein simples Minispiel meistern und grenzt anschließend das Suchgebiet weiter ein - abhängig davon, wie gut ich abgeschnitten habe.

Antiquitäten aufzuspüren und auszugraben macht auch Spaß, aber läuft eben immer sehr ähnlich ab. Antiquitäten aufzuspüren und auszugraben macht auch Spaß, aber läuft eben immer sehr ähnlich ab.

Dort spüre ich einen leuchtenden Erdhügel auf, den ich dann vorsichtig mit einem Zeitlimit ausheben darf. Wer sich besonders geschickt anstellt, findet neben dem gesuchten Objekt sogar noch mehr. Wie ihr die zugehörige Questreihe meistert und die Schatzsuche perfektioniert, lest ihr in unserem Guide zu den Antiquitäten bei GameStar Plus.

Aber wenn weder Nazis, noch uralte Grabmagie dabei Ärger machen, verfliegt das Indy-Feeling schnell. Selbst Klettereinlagen für Lara Croft fehlen! Aber das macht nichts, denn schon bald könnten die leuchtenden Erdhaufen mir nicht egaler sein.


Die Autorin:
Elena (@Ellie_Libelle) läuft wie ein begeisterter Golden Retriever meist jedem Aktivitäten-Ball hinterher, den Spiele ihr zuwerfen - und verliert dann genauso schnell die Lust, wenn alles in Arbeit ausartet. Verschnaufpausen wie die Schatzsuche in ESO erinnern sie aber daran, dass Spiele so viel mehr zu bieten haben als Aufgabenlisten und begeistern sie immer wieder auf's Neue für das Erkunden virtueller Welten.

Skyrim ist schön, aber niemand sieht mehr hin

Stattdessen lasse ich meinen Blick über die schneebedecke Landschaft von Skyrim schweifen und bin erstaunt, wie wenig ich sonst davon wahrnehme. Ich beachte die Welt um mich rum einfach nicht mehr, während ich zwischen Wegschreinen hin und her hüpfe und Questmarkern folge. Jetzt sehe ich plötzlich Eisbären, die am verschneiten Strand an Robbenkadavern nagen und die Zähne fletschen, wenn ich näherkomme.

Ich entdecke einen verfallenen Turm, in dem mir ein Buch von mysteriösen Seeriesen erzählt und eine Ruine, die Reisenden am Lagerfeuer Schutz vor der Kälte bietet. Ich plaudere kurz mit ihnen, bevor ich am rauen Stein emporkraxle und und sich unter mir ein nebelverhangenes Wintertal öffnet.

Ähm... ich wollte nicht stören? Ähm... ich wollte nicht stören?

Das erinnert mich daran, warum ich The Elder Scrolls Online überhaupt spielen wollte - als MMO-Muffel. Eine so weitläufige Welt wie Tamriel mit zahlreichen unterschiedlichen Völkern, Orten und Biomen in einem einzigen Spiel fasziniert mich einfach. Was könnte mehr zum Erkunden einladen als diese Vielfalt? Eine brillante Archäologin wird so wahrscheinlich nicht mehr aus mir, aber das stört mich nicht. Eine Entdeckerin bin ich trotzdem.

Falls ihr wie ich gerne in stumpfe Open-World-Routinen verfallt, hilft euch vielleicht auch meine Kolumne dazu, wie man wieder mehr Spaß mit riesigen Spielwelten haben kann.

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