Fair Play Alliance - Initiative gegen toxisches Spielverhalten, Twitch, Epic & Blizzard treten bei

Die Spielebranche hat die Schnauze voll: Twitch, Epic und Blizzard schließen sich gegen toxisches Spielverhalten zusammen.

von Elena Schulz,
25.03.2018 10:02 Uhr

Blizzard, Epic und Twitch schließen sich gegen toxisches Spielverhalten zusammen.Blizzard, Epic und Twitch schließen sich gegen toxisches Spielverhalten zusammen.

30 Spielefirmen, darunter auch große Namen wie Blizzard, Epic, CCP, Discord oder Twitch haben sich zur Fair Play Alliance zusammengeschlossen. Die Unternehmen wollen ihre Erfahrungen mit toxischem Spielverhalten austauschen, um gemeinsam besser dagegen vorgehen zu können.

Mit Spielen wie Overwatch, League of Legends oder Fortnite, die ihren Fokus auf den Multiplayer legen, sind Blizzard, Riot und Epic natürlich stark vom Problem mit toxischem Verhalten betroffen. Gerade Blizzard ging immer wieder vehement gegen Störenfriede vor, die anderen das Spielerlebnis kaputt machen wollen. Dadurch zeigen sich schon erste Erfolge.

Unter toxischem Verhalten wird meistens das Beschimpfen oder Niedermachen anderer Spieler verstanden, sei es durch Beleidigungen oder gar sexistische, homophobe oder rasisstische Ausbrüche. Auch Riot Games hatte schon massiv mit seiner Community zu kämpfen. Senior Technical Designer Kimberly Voll von Riot Games betont gegenüber Kotaku, dass es sich um einen großen und wichtigen Schritt handelt:

"Viele dieser Herausforderungen heutzutage sind einschüchternd. Das sind große kulturelle Umstellungen. Wir versuchen als eine Industrie und Gesellschaft, die online stattfindet, unseren Weg zu finden. Das Unternehmen sein zu müssen, das nach vorne tritt und sagt »Wir sind die, die das anpacken«, ist ein wenig beängstigend. Das ist eine Chance für uns alle, zu fragen: »Was passiert, wenn wir als Industrie zusammenarbeiten?«."

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Gemeinsam eine Lösung finden

Es gebe viel, das die Unternehmen miteinander teilen könnten. Voll gesteht sogar ein, dass Riot hier vorher einige Fehler gemacht habe. Das interne Team habe sich deshalb aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Man habe einfach nicht das erreicht, was man wollte. Die Spieler seien immer unzufriedener geworden. Das Team habe daraufhin seinen Fokus geändert: Statt sich nur mit störenden Spielern auseinanderzusetzen, will man herausfinden, wie kompetitive Spiele uns alle zu schlechten Verhalten verleiten können.

Den Grundstein für die Fair Play Alliance sollen ab kommenden Mittwoch stattfindende Vorträge auf der GDC 2018 zum Thema legen. Entwickler wie Epic oder Activision sprechen hier offen über ihre eigenen Erfahrungen, Fehler und Erfolge im Zusammenhang mit toxischem Spielverhalten.

Bis auf eine eigene Webseite, gibt es aktuell sonst aber noch nicht viel von der Initiative zu sehen. Konkrete Projekte scheinen noch nicht geplant zu sein. Für die Zukunft will man aber den Austausch der Entwickler fördern, Hilfe anbieten und gemeinsame Regeln im Umgang mit toxischem Verhalten erarbeiten, die dann für alle Mitglieder gelten - keine leichte Aufgabe.


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