Shady Sands war eine der größten, wenn nicht sogar die größte Stadt, die im Fallout-Universum nach dem Atomkrieg florierte! Die Betonung liegt auf war
, denn zum Zeitpunkt der Fallout-Serie liegt die Heimat für über 34.852 Einwohner in Schutt und Asche.
Schon das Finale der ersten Season verriet, dass Hank MacLean (Kyle MacLachlan) für die Zerstörung von Shady Sands verantwortlich war. Der Aufseher von Vault 33 vernichtete das Hauptquartier der NCR, weil dort seine von ihm entfremdete Ehefrau Rose (Elle Vertes) ein neues Leben ohne ihn begann.
Dass damit die Republik Neukalifornien einen kritischen Schlag direkt ins Zentrum ihrer Operationen kassierte, war dann noch ein positiver Nebeneffekt im Interesse von Vault-Tec.
Doch wie genau hat es Hank MacLean überhaupt geschafft, Shady Sands zu zerstören? Darauf liefert die Fallout-Serie in Staffel 2, Folge 2 die Antwort. Seid ab dieser Stelle vor Spoilern gewarnt!
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Fallout Staffel 2 wandelt auf einem schmalen Grat | Unser spoilerfreier Review-Talk
Shady Sands war eine Oase inmitten des nuklearen Ödlands
In der neuesten Episode erkunden wir Shady Sands an der Seite des jungen Maximus. Und ohne zu übertreiben, wirkt die Hauptstadt der NCR wie ein Paradies - vor allem für die postapokalyptischen Zustände des Fallout-Ödlands.
Die Einwohner leben friedlich miteinander, gehen ihren Berufen und Verpflichtungen nach und an allen Ecken und Enden florieren Flora und Fauna. Maximus selbst sogar ein friedliches und idyllisches Dasein fristen dürfen, während seine Eltern sogar in der Gemeinschaft eine wichtige Rolle einzunehmen schienen.
Der Vater von Maximus machte zum Beispiel in der Erde unter Shady Sands riesige Vorkommnisse von Wasser aus, die für den Fortbestand der Zivilisation unheimlich wertvoll sind. Doch wie wir alle wissen, endet die Geschichte von Shady Sands tragisch.
Wie Hank MacLean Shady Sands zerstörte
Für die Zerstörung von Shady Sands werden nochmal die kleinen Maschinen zur Gedankenkontrolle relevant, mit denen Robert House (Justin Theroux) bereits vor dem Großen Krieg experimentierte. House und Vault-Tec sind einen Deal eingegangen, in dessen Zug diese Technologie in Vault 14 weiter erforscht wurde - und wo es Hank auf seiner Flucht vor Lucy und dem Ghul hinverschlägt.
Die zweite Folge offenbart nun, dass Hank einen ferngesteuerten NCR-Soldaten mit einer Atombombe im Gepäck nach Shady Sands steuerte. Da die Technologie nur so semi-ausgereift ist, richtet sie an dem armen Kerl offensichtliche Schäden an, da er ständig eine der berühmtesten Zitate aus New Vegas vor sich hin stammelt: Das Patrouillieren durch das Mojave-Ödland lässt einen fast auf einen nuklearen Winter hoffen
.
Ein cleverer Meta-Gag, denn was eigentlich in einer Limitierung von unterschiedlichen Phasen im Obsidian-Rollenspiel fußt, ist im Fallout-Universum offenbar doch so weit verbreitet, dass das in Shady Sands erst einmal niemand infrage stellt.
Erst als der Soldat zusammenbricht und kurz vorm Verenden ist, zieht er die Aufmerksamkeit der Bewohner von Shady Sands auf sich - und auch vom Vater von Maximus. Als Tüftler schafft er es sogar, die Atombombe zu entschärfen, was jedoch aufgrund einer zusätzlichen Absicherung nichts bringt: Mit einem Lächeln und dem ikonischen Daumen nach oben verkündet der Vault Boy den finalen Countdown zur Zündung.
Den Bewohnern von Shady Sands bleibt nichts anderes übrig, als eine verzweifelte Flucht zu versuchen. Der Vater von Maximus eilt nach Hause und gibt seiner Frau in nur wenigen Worten zu verstehen, was ihnen jetzt blüht. Trotz all der Aufregung schaffen die beiden es, sich auf die Rettung von Maximus zu konzentrieren: Sie verfrachten den Jungen in ihren Kühlschrank, wo er wie Indiana Jones die Atomexplosion überleben sollte.
Der Rückblick wird mit einem Schnitt zu Hank MacLean beendet, der in der Sicherheit von Vault 33 sich die Hände wäscht - und im metaphorischen Sinne frei von seiner Schuld. Sein Pip-Boy informiert ihn, dass die Zündung erfolgreich war, während eine junge Lucy ihn aus dem Nebenzimmer darum bittet, dass er ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vorliest.
Shady Sands wurde also nicht im Zuge einer direkten Konfrontation zerstört, sondern durch eine grausame Intrige durch Hank MacLean, der sich dafür den Mitteln von Vault-Tec und der Firma Rob-Co von Robert House bediente.
Und wer nach dieser Folge nochmal den Spruch Patrolling the Mojave almost makes you wish for a nuclear winter
hört, dürfte das legendäre Zitat aus Fallout: New Vegas jetzt mit ganz anderen Augen sehen.
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