Seit Bethesda die Fallout-Reihe 2004 von Interplay übernahm und mit dem dritten Serienteil von der isometrischen in die Ego-Perspektive überführte, arbeitet Istvan Pely an den Endzeitspielen mit. Der Amerikaner war zunächst Lead Artist bei Fallout 3 und Fallout 4, dann Art Director bei Fallout 76 und dem Mobile-Ableger Shelter und zuletzt Co-Produzent der TV-Serie.
Mit der Serie schließt sich für den Fallout-Künstler gewissermaßen ein Kreis, denn während der Produktion konnte Pely dabei zusehen, wie all die Assets, die er einst selbst digital gestaltet hat, physisch zum Leben erweckt wurden.
Im Rahmen unserer Fallout-Themenwochen haben wir Istvan Pely zum Gespräch getroffen und uns mit dem Entwickler darüber unterhalten, welche Regeln für ein gutes Fallout-Design gelten und welche Gefühle die Umsetzung der Endzeit-Rollenspiele als TV-Serie bei ihm ausgelöst hat. Das komplette Interview lest ihr bei GameStar Plus:
Für Pely, der sich selbst als »Technik-Freak« bezeichnet, war der Besuch am Set der Amazon-Produktion eine emotionale Erfahrung. Kein Wunder, schließlich begleitet ihn die Fallout-Reihe bereits für den Großteil seiner beruflichen Laufbahn.
Im Gespräch erklärt er: »Das zu sehen, war eine der größten Freuden für mich. Es ist wie ein wahr gewordener Traum, diese virtuellen Welten jetzt physisch umgesetzt zu sehen.«
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Respekt vor der Vorlage
Beeindruckt hat den Bethesda-Veteranen vor allem, wie respektvoll das Filmteam mit der Spielevorlage umging. Statt alles neu zu designen, nutzte die Produktion die originalen 3D-Dateien der Spiele, um Sets wie Vault 33 oder die Stadt Filly zu bauen. Laut Pely hätte das Aussehen der Welt mit all ihren Sets und Requisiten nicht authentischer oder getreuer zu den Spielen sein können.
Besonders emotional war für den Designer allerdings der Moment, als er zum ersten Mal einer »echten« Powerrüstung gegenüberstand, denn Pely hat das Design der ikonischen Rüstungen seit Fallout 3 maßgeblich geprägt.
Die Serienmacher setzen hier nicht auf CGI, sondern ließen die Spezialeffekt-Schmiede Legacy FX einen voll funktionsfähigen, über zwei Meter großen Anzug bauen, in dem ein Stuntman steckt. »Als ich den Stunt-Schauspieler, der den Anzug trug, zum ersten Mal traf und ihm die Hand schüttelte – diese riesige Powerrüstungshand –, dachte ich: Das haben sie wirklich perfekt hinbekommen«, erinnert sich Pely.
Dass die Serie die Atmosphäre der Spiele so präzise einfängt und echte, begehbare Sets statt Greenscreens und anderer technischer Tricksereien nutzt, bezeichnet Pely rückblickend als »Höhepunkt meiner Karriere«.
Warum Fallout 3 so düster sein musste und welcher Fraktion sich Istvan Pely im Ödland anschließen würde, lest ihr in unserem eingangs verlinkten, umfangreichen Plus-Interview mit dem Bethesda-Entwickler. In der Linkbox gleich über diesem Absatz findet ihr dagegen weitere spannende Neuigkeiten rund um das Fallout-Franchise und die dazugehörige Amazon-Serie.

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