Fallout: Todd Howard hatte nur eine wichtige Bedingung für die Amazon-Serie

Der Bethesda-Chefentwickler legte zu Beginn Regeln für die Fallout-Serie fest. Die wohl Wichtigste betraf dabei den Schauplatz.

Powerrüstungen, Pip-Boy und Vaults: Das alles gehört im Fallout-Universum zu Amerika. Powerrüstungen, Pip-Boy und Vaults: Das alles gehört im Fallout-Universum zu Amerika.

Bei der Entstehung von Amazons Fallout-Serie hatten auch die Bethesda Game Studios in Person von Todd Howard ein Wörtchen mitzureden. Der Chefentwickler war als Executive Producer an der Produktion beteiligt. Wie genau Howard Einfluss auf die kreative Arbeit an der Serie nahm, erzählt jetzt Showrunner Jonathan Nolan in einem Interview.

Such dir eine Stadt aus

Zwar wird die Serie sich kein bestimmtes Fallout-Spiel zum Vorbild nehmen, und stattdessen eine eigene Geschichte erzählen, doch soll sie trotzdem zur Welt und Lore der postapokalyptischen Rollenspiele passen. Damit Fallout auch Fallout bleibt, hatte Todd Howard wohl einige Regeln für die Showrunner, wie Nolan auf der Comic Con Experience in Brasilien berichtete.

Die wichtigste Bedingung für Howard war wohl, dass Fallout in den USA bleibt. In einem Gespräch mit Nolan hatte der Entwickler wohl gesagt, er solle sich eine Stadt in Amerika aussuchen. Die Auswahl fiel auf Los Angeles, auf das wir bereits einen Blick im ersten Trailer werfen können.

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Für Nolan ist das wohl kein Problem: Bei einer Adaption wolle man sowieso ein paar Freiheiten, aber auch ein paar Einschränkungen. Außerdem verstehe er auch, warum Howard auf einem Schauplatz in den Vereinigten Staaten bestehe:

[...] Eine der Grundregeln war, dass die Franchise die Apokalypse aus einer amerikanischen Perspektive betrachtet. Das passt gewissermaßen zu der Weise, auf die Amerika sich selbst sieht, richtig? [...] Ein Teil der Geschichte ist es, auf diesen leicht ranzigen Amerikanischen Exzeptionalismus einzugehen [...] Deshalb muss die Geschichte quasi in den USA stattfinden, weil die Vereinigten Staaten sich selbst fragen: Verdienen sie es, das Ende der Welt zu überleben, und wozu werden sie danach?

Fallout als kritische und ironische Auseinandersetzung mit US-amerikanischen Eigenheiten und Problemen in den USA spielen zu lassen, ergibt natürlich Sinn. Außerdem können auch viele Story-Elemente wie die Vaults, bestimmte Fraktionen und mehr nur hier sinnvoll eingebunden werden.

Für die Spiele würde sich Nolan allerdings wünschen, dass sie eines Tages über Amerika hinaus wachsen: Es gäbe eine Menge spannender Fragen zu beantworten, wie das aussehen würde. Tatsächlich gibt es zumindest ein großes Fan-Projekt, das den Wunsch des Showrunners erfüllen könnte: Fallout London will uns als Total Conversion von Fallout 4 in die britische Hauptstadt bringen.

Wie ein Fallout ohne Pip-Boy, Vaults und Powerrüstungen funktioniert, lest ihr in unserer großen Preview:

Wie steht ihr zur Frage um den Schauplatz? Kann für euch Fallout wirklich nur in den Vereinigten Staaten von Amerika funktionieren? Oder würdet ihr auch mal gerne das postapokalyptische Europa sehen, und freut euch schon richtig auf Fallout: London? Und was haltet ihr von Los Angeles als Kulisse für die Fallout-Serie? Schreibt es uns gerne in den Kommentaren!

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