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Inhaltsverzeichnis
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Faszination JRPG - Graue Alltagsprobleme in einer bunten Welt

Japanische Rollenspiele erkennt man auf dem ersten Blick, aber ihre Faszination zu beschreiben ist gar nicht so leicht. Gemeinsam mit den Machern von Genre-Meilensteinen versuchen wir, die Anziehungskraft der JRPGs zu erklären.

von Michael Cherdchupan,
29.09.2018 08:00 Uhr

Welche Eigenschaften teilen die besten JRPGs aller Zeiten miteinander? Für den großen Report blicken wir auf die vereinenden Eigenschaften von Titeln wie Ni No Kuni 2 (im Bild) bis Final Fantasy.Welche Eigenschaften teilen die besten JRPGs aller Zeiten miteinander? Für den großen Report blicken wir auf die vereinenden Eigenschaften von Titeln wie Ni No Kuni 2 (im Bild) bis Final Fantasy.

Ein gutes Videospiel ist ein gemeinschaftlich erstelltes Kunstwerk. Musiker, Illustratoren, Programmierer, Autoren, Kostüm-Designer, Filmemacher - sie alle (und viele weitere Experten) müssen bei der Entwicklung eines Spiels zusammenarbeiten. Besonders bei einem Rollenspiel, wo es um nichts weniger als die Erschaffung einer neuen Welt geht, sind die »Kreativen« im Team deutlich wichtiger als die klassischen IT-Berufe.

Bei all den künstlerischen Einflüssen ist es wenig verwunderlich, dass Lebensumfeld, Erfahrung und kultureller Hintergrund der Macher mit in das Werk einfließen. In Elex von Piranha Bytes etwa sind die Hinweise auf die Herkunft des Essener Entwicklerstudios im Spiel sichtbar. Industrielandschaften und schroffe Sprache - so etwas kennt man eben aus dem Ruhrpott, wo die Menschen das Herz auf der Zunge tragen und stillgelegte Fördertürme die Panoramen zieren.

Elex läuft sicher nicht Gefahr, mit einem Japano-Rollenspiel verwechselt zu werden. Dazu fehlen die maßlos übertriebenen Frisuren, die J-Popmusik und all die bunten Farben … oder? Ist es wirklich so einfach? Es gibt unzählige Rollenspiele, erschaffen von Entwicklern auf der ganzen Welt. Mechaniken wie Oberwelten, Dungeons, Zufallskämpfe oder ausgiebige Item-Verwaltung gibt es fast überall, in unterschiedlichsten Varianten. Es scheint, als würden sich Entwickler gegenseitig inspirieren.

Doch warum ist ausgerechnet das japanische Rollenspiel die einzige Gattung, bei der man im Namen bereits das Herkunftsland benennt? Und was ist mit JRPGs, die gar nicht aus Japan kommen? Earthlock: Festival of Magic etwa stammt aus Norwegen, aber es erinnert mit seinen rundenbasierten Kämpfen, den auffälligen Charakteren und dem farbenfrohen Weltendesign an klassische japanische Genrevertreter. Was also macht ein Rollenspiel ganz unabhängig von der geografischen Lage seines Entwicklerstudios zum Japan-Rollenspiel? Was ist das Geheimnis hinte den besten JRPGs aller Zeiten?

Das Dragon-Quest-11-Team stand uns für ein Interview zur Verfügung: Yuji Horii (Autor, Mitte), Takeshi Uchikawa (Director, links) und Hokuto Okamoto (Producer, rechts).Das Dragon-Quest-11-Team stand uns für ein Interview zur Verfügung: Yuji Horii (Autor, Mitte), Takeshi Uchikawa (Director, links) und Hokuto Okamoto (Producer, rechts).

Geburt eines Genres

Wir haben diese Frage zunächst jemandem gestellt, der es eigentlich wissen müsste: Masashi Takahashi ist Produzent der Bravely-Default-Serie und hat jüngst an Octopath Traveler für Nintendo Switch gearbeitet. Seine Antwort ist aber überraschend: »Für uns als Japaner ist es unheimlich schwierig zu erklären, was JRPGs ausmacht. Denn: Wenn wir in unserer Heimat ein Rollenspiel entwickeln, wird es offensichtlich ganz von selbst zu einem JRPG.« Man sieht also den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Mit Octopath Traveler zitiert Takahashi die späten 80er und frühen 90er, die als Hochzeit des klassischen japanischen Rollenspiels gelten. Der Pixelgrafik-Look und die Vogelperspektive erinnern an 16-Bit-Titel, allen voran die Vertreter auf dem damals weit verbreiteten Super Famicom - im Westen bekannt als Super Nintendo Entertainment System (kurz SNES).

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