Es ist ein trauriger Tag für die Gaming-Community: Game Informer, eines der letzten verbliebenen Spielemagazine der USA, wurde nach 33 Jahren eingestellt.
Die Nachricht, dass dem dienstältesten Magazin der Stecker gezogen wird, verbreitete sich am vergangenen Freitag wie ein Lauffeuer und traf sowohl Fans als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwer.
Die Hintergründe der Schließung
Die Schließung von Game Informer kommt angesichts der jüngsten Entwicklungen bei der Mutterfirma GameStop nicht gänzlich überraschend.
GameStops CEO Ryan Cohen hatte bereits letztes Jahr angekündigt, dass jede Ausgabe des Unternehmens auf den Prüfstand gestellt und jede Verschwendung eliminiert werden muss
.
Cohen sieht sich derzeit mit einer Millionenklage wegen mutmaßlichen Insider-Handels konfrontiert. Erst im März dieses Jahres hatte Game Informer ein neues Abo-Modell eingeführt, das den Lesern einen direkten Zugang zum Magazin ermöglicht – zuvor war es nur für GameStop-Pro-Kunden erhältlich.
Dieser Schritt sollte dem Magazin helfen, sich in schwierigen Zeiten besser zu positionieren, wie Chefredakteur Matt Miller damals in einem Blogeintrag auf der nicht mehr erreichbaren Webseite erklärte.
Mit dem Aus von Game Informer gehen auch alle Artikel, Tests und sämtlicher Archiv-Content von 1991 bis heute wohl für immer verloren, abgesehen von bereits gedruckten Print-Ausgaben.
Auf der Plattform X (ehemals Twitter) veröffentlichte Game Informer folgendes Statement:
Link zum Twitter-Inhalt
Nach 33 aufregenden Jahren, in denen wir euch mit den neuesten Nachrichten, Tests und Einblicken in die sich ständig weiterentwickelnde Welt der Spiele versorgt haben, geben wir schweren Herzens die Schließung von Game Informer bekannt.
Es war uns eine Ehre, diese unglaubliche Reise von den Anfängen der pixeligen Abenteuer bis hin zu den virtuellen Welten von heute mit euch, unseren treuen Lesern, zu teilen. Auch wenn unsere Druckerpressen stillstehen, wird die Leidenschaft für Spiele, die wir gemeinsam kultiviert haben, weiterleben.
Danke, dass ihr Teil unserer epischen Reise wart, und mögen eure eigenen Spieleabenteuer niemals enden.
Die Nachricht von der Schließung traf das gesamte Team von Game Informer hart und überraschend. Alle Mitarbeiter wurden entlassen, die Webseite umgehend offline genommen.
Viele langjährige Angestellte, die zum Teil mitten in der Arbeit an neuen Projekten steckten, erfuhren erst am Tag der Schließung, dass ihr Magazin nun Geschichte ist.
Die gesamte GameStar-Redaktion wünscht den betroffenen Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg und das Beste für die Zukunft.
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