Game of Thrones - Total-War-Profis zerpflücken Jons Strategie in der Schlacht um Winterfell

Selbst die Total-War-KI hätte einen besseren Job gemacht, findet die Community von Total War - und stellt die Schlacht mit Warhammer-Einheiten nach.

von Fabiano Uslenghi,
09.05.2019 15:28 Uhr

Wer gerne Total War: Warhammer spielt, der kennt sich ein Wenig mit der Kriegsführung gegen untote Armeen aus. Wer gerne Total War: Warhammer spielt, der kennt sich ein Wenig mit der Kriegsführung gegen untote Armeen aus.

Achtung Spoiler!

Wir werden in dieser Meldung über die Ereignisse der dritten Folge der achten Staffel Game of Thrones ausführlich berichten. Wenn ihr noch nicht so weit gesehen habt oder wartet, um alle Folgen der aktuellen Staffel am Stück zu sehen, dann solltet ihr lieber nicht weiterlesen.

Game of Thrones ist eine Fantasy-Serie. Allerdings schätzen Fans sie vor allem für ihre nachvollziehbare Darstellung einer mittelalterlichen Welt. Doch wie sieht's mit dem Realismusgrad der Kämpfe aus? Die dritte Folge der finalen Staffel sorgt genau hier für sehr kontroverse Diskussionen.

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Denn dort kommt es zum lang erwarteten Aufeinandertreffen der Armee des Nordens auf der einen Seite und den untoten Horden des Nachtkönigs samt Weißer Wanderer auf der anderen Seite. Die gesamte Folge widmet sich diesem epischen Konflikt. Wir sehen bis ins blutige Detail und in gebührender Länge, wie diese Schicksalsschlacht abläuft.

Allerdings sorgt der Schlachtplan beider Seiten bei Spielern der Total-War-Reihe für gehörige Kopfschmerzen. Die Community ist sich nämlich weitgehend einig, dass nicht einmal die traditionell eher doofe KI der Serie auf die gezeigte Art und Weise eine Schlacht führen würde.

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»Alexander der Große dreht sich im Grab herum«

Im Subreddit für die Total-War-Spiele hat sich kurz nach dem Release der Episode eine große Gruppe an Freizeit-Strategen versammelt, die sich über Jon Schnees Verteidigungstaktik amüsiert. Dieser verstößt dabei nämlich gegen simple strategische Vorgaben, die gerade bei Spielen wie Rome 2 oder Medieval 2 über Sieg und Niederlage entscheiden.

Doch man muss nicht seine gesamte Freizeit auf digitalen Schlachtfeldern verbringen, um einige der Lücken in Jons Plan zu erkennen. Schon die anfängliche Formation der Verteidiger wirkt ziemlich blauäugig. So wurden die Katapulte und Tribocke vor der Infanterie platziert. Deshalb werden die Geschütze auch direkt zu Beginn überrannt.

Noch schlimmer trifft es laut Reddit-Nutzer ShopperOfBuckets die Dothraki-Kavallerie, die ebenfalls direkt zu Beginn der Schlacht in den sicheren Tod geschickt wird.

"Was zur Hölle war dieser Kavallerie-Angriff? Du kämpfst gegen einen fragilen Gegner ohne Geschosse, Speere und keiner eigenen Kavallerie, also lässt du deine eigenen Reiter einfach den Leroy Jenkins machen? Alexander der Große dreht sich im Grab herum."

Zudem nutzen die Verteidiger ihre Schutzmauer in der Festung Winterfell viel zu spät. Anstatt sie zu besetzen, steht der Großteil der Armee nämlich vor den Toren der Burg:

"Das Schlimmste ist, dass sie erst auf die Idee kommen, die Mauern zu bemannen und auf die untoten Horden zu schießen, nachdem diese anfangen die brennenden Barrikaden zu durchbrechen."

Die Schlacht um Winterfell: Total War

Auch auf YouTube nimmt sich der User MilkandcookiesTW das Gefecht vor und stellt es mithilfe von Total War: Warhammer 2 nach. Während die Schlacht abläuft, kommentiert er live die strategischen Stärken und Schwächen. Beispielsweise führt er aus, dass ein Kavallerie-Angriff wie bei den Dothraki viel von seiner Effektivität einbüßt, wenn der Feind immun gegen Furcht ist. Das ganze Video findet ihr unterhalb dieser Meldung.

Auch wir haben uns in der Redaktion natürlich intensive Gedanken zur dritten Folge und der dort dargestellten Schlacht gemacht. Redakteur Vali bemängelt ebenfalls viele Logik-Lücken im Schlachtgeschehen. Und natürlich nehmen wir nicht nur die Schlacht von Winterfell unter die Lupe, sondern auch alle anderen bisher erschienen Folgen.


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