Aktuell listet Cyberport den Erazer Scout 17 für 899 Euro. Um das einzuordnen: Die UVP für dieses Modell lag bei der Markteinführung bei knapp 1.250 Euro. Ein Blick in die Preisvergleichs-Portale zeigt, dass 17-Zoll-Geräte mit der neuen 50er-Serie selten unter die 1.000-Euro-Marke fallen. Das Scout 17 ist aktuell im Preisvergleich sogar das günstigste Notebook mit RTX 5050 überhaupt.
Meistens bekommt man für diesen Preis nur kompaktere 15-Zöller oder muss bei der Grafikkarte auf die veraltete RTX 4050 mit lediglich 6-GB-VRAM zurückgreifen. Der Preis ist also eine echte Ansage. Ob sich ein Kauf aber wirklich lohnt, sehen wir uns jetzt mal zusammen an.
Die Ausstattung im Detail
Das Scout 17 von Medion ist ein typischer Einstiegs-Gamer, dementsprechend wurde vom Hersteller auch die Hardware gewählt:
- CPU: Intel Core 5 210H mit 8 Kernen und max. 4,8 GHz
- Grafikkarte: Nvidia RTX 5050 mit 8-GB-VRAM und 115-Watt-TGP
- Arbeitsspeicher: 16-GB-DDR5-5600
- SSD: 1x 1-TB-M.2
- Display: 17,3-Zoll-IPS mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel bei 144 Hertz
- Betriebssystem: Windows 11
- Akku: 53 Wh
- Abmessungen: 35 x 396 x 276 Millimeter
- Gewicht: 2,53 kg
Das sieht auf den ersten Blick doch schon ganz solide aus, besonders dann, wenn man den günstigen Preis von 899 Euro berücksichtigt.
Solide Hausmannskost bei der CPU
Der verbaute Intel Core 5 210H ist kein High-End-Bolide, sondern eine vernünftige Mittelklasse-Lösung. Mit seinen 8 Kernen und einem maximalen Takt von bis zu 4,8 GHz ist er für Full-HD-Gaming aber solide aufgestellt.
In geschätzt 95 Prozent aller aktuellen Spiele wird diese CPU die integrierte RTX 5050 Grafikkarte nicht ausbremsen. Klar, für professionelles 4K-Rendering oder extrem CPU-lastige Simulationen gibt es potentere Chips, aber für den typischen Gaming-Alltag liefert der Prozessor genau die Leistung, die man in dieser Preisklasse erwarten darf, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
RTX 5050 – Das heimliche Highlight
Das eigentliche Herzstück ist die RTX-5050-GPU. Es handelt sich um die aktuell kleinste Blackwell GPU, die aber immerhin bereits mit 8-GB-VRAM ausgestattet ist. Medion lässt die Grafikkarte mit 115 Watt (inkl. Dynamic Boost) laufen, ihr bekommt also die volle Leistung.
Wenn ihr nicht wisst, warum die TGP so wichtig ist, empfehle ich euch meinen Artikel: TGP bei Laptops: Kaum ein anderes Detail entscheidet so stark über die Leistung – und wird so oft übersehen
Vor kurzem konnte ich die 5050 mit ihren beiden Vorgängern 4050 und 3050 vergleichen. Betrachtet man die Performance ohne Einsatz von DLSS und Frame Generation, liegt die Leistung etwas oberhalb der RTX 4050.
Gerade bei solchen Einstiegslevel-GPUs macht aber natürlich der Einsatz von Upscaling und Frame- beziehungsweise Multi Frame Generation (MFG) Sinn. Speziell mit aktiviertem MFG lässt es sich mit der RTX 5050 in FHD und teilweise sogar noch in QHD sehr anständig zocken.
Und die Nachteile?
Was bei einem genaueren Blick in die technischen Daten auffällt, ist der mit lediglich 53 Wh arg klein bemessene Akku. Bei teuren Modellen ist die Kapazität meist mehr als doppelt so groß. Mit besonders langen Laufzeiten abseits der Steckdose solltet ihr beim Scout 17 also besser nicht rechnen.
Auch das 17-Zoll-IPS-Display dürfte eher von durchschnittlicher Natur sein. Der Hersteller macht zumindest keine Angaben bezüglich maximaler Helligkeit und Farbraumabdeckung. Es wird sich daher vermutlich um ein eher durchschnittliches Panel handeln, bei dem die Helligkeit irgendwo um die 300 cd/m² liegen wird.
Das ist für günstige IPS-Displays ein typischer Wert. Damit würde sich das Medion Notebook eher für abgedunkelte Räume eignen, einen uneingeschränkten Einsatz im Außenbereich würde ich ausschließen.
Eine mögliche Alternative?
Wirklich viele Alternativen mit RTX 5050 und 17-Zoll-Display, die beim Preis unter 1.000 Euro bleiben, gibt es zumindest zurzeit nicht. Möglich wäre für 999 Euro das Acer Nitro V17, das mit einer AMD Ryzen 5 240 CPU (6 Kerne) kommt. Diese ist, je nach Benchmark, einen Tick schneller als das Intel Modell, das im Medion Laptop steckt, groß sind die Unterschiede allerdings nicht.
Beim Display gibt es ebenfalls keine Angaben hinsichtlich der maximalen Helligkeit und der Farbraumabdeckung. Ihr könnt also davon ausgehen, dass auch hier ein eher durchschnittliches Panel mit relativ geringer Helligkeit verbaut wird.
Auch beim Nitro V17 wird die RTX 5050 installiert, allerdings gibt Acer nicht die TGP an. Es könnte also durchaus sein, dass die GPU nur eine reduzierte Leistung liefert. Und schließlich gibt es nur eine 512-GB-SSD, da bietet das Gerät von Medion mit 1 TB die doppelte Kapazität für 100 Euro weniger. Eine wirkliche Alternative zum Medion Scout 17 ist das Acer Nitro V17 für unter 1.000 Euro also nicht. Wenn ihr mehr Leistung möchtet, müsst ihr deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Fazit
Wie eingangs erwähnt, bekommt ihr das Medion Scout 17 aktuell für 899 Euro, zusätzlich erhaltet ihr noch einen Gutschein für Resident Evil Requiem gratis dazu. Wenn man berücksichtigt, wie sich die Preise für Gaming-Laptops wegen der anhaltenden RAM-Krise in letzter Zeit entwickelt haben, ist das ein durchaus gutes Angebot.
Ihr solltet vor dem Kauf aber bedenken, dass der Rechner nicht über eine besonders lange Akkulaufzeit verfügt. Auch beim Display werdet ihr Abstriche machen müssen, anders geht es in diesem Preissegment nicht. Wenn ihr mit den genannten Einschränkungen leben könnt, bekommt ihr mit dem Scout 17 ein solides Notebook, mit dem ihr die meisten Spiele in Ultra-Details in FHD spielen könnt.

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