Seite 2: Rollenspiel-Meilenstein in 16K-Auflösung: Beeindruckend und doch nutzlos

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Wie ist das Spielen in 16K möglich?

Die Systemsteuerung von Nvidia links ermöglicht maximal die Vervierfachung der Auflösung. Per Custom DSR Tool rechts im Bild könnt ihr dagegen auch deutlich höhere Multiplikatoren verwenden. Die Systemsteuerung von Nvidia links ermöglicht maximal die Vervierfachung der Auflösung. Per Custom DSR Tool rechts im Bild könnt ihr dagegen auch deutlich höhere Multiplikatoren verwenden.

Da wir aktuell keinen der noch sehr seltenen 8K-Monitore besitzen, weil so ein Bildschirm vom PC-Alltag der meisten Spieler meilenweit entfernt ist, nutzen wir Nvidias Downsampling-Funktion »Dynamic Super Resolution« (DSR) für das Spielen in dieser Auflösung. Mit einem 4K-Bildschirm können wir 8K von Haus aus über den vierfachen Multiplikator per DSR in der Systemsteuerung von Nvidia aktivieren.

Um auch 16K zu nutzen, greifen wir dagegen auf das Custom DSR Tool zurück. Es lässt uns manuell den sechzehnfachen Multiplikator der 4K-Auflösung eintragen, wie der obige Screenshot zeigt. Da wir aber immer noch auf einem 4K-Monitor spielen, kann die 16K-Auflösung mit Blick auf die Darstellungsqualität nur sehr bedingt helfen (mehr dazu erfahrt ihr im Abschnitt »Was bringt 16K für die Optik?«).

Immerhin ist die Umsetzung per Custom DSR Tool deutlich besser zu handhaben als 16 Monitore mit 4K-Auflösung zu nutzen, wie es vor vier Jahren bereits der bekannte Youtuber Linus Tech Tips getan hat. Heute würde sich allerdings ohnehin der Einsatz von vier 8K-Monitoren deutlich eher anbieten.

Was macht 16K mit der Performance?

Gothic 1 Benchmarks (DirectX 11 Renderer)
Geforce RTX 3080, Ryzen 9 5900X, 32,0 GByte DDR4-3800, Windows 10

  • Im Wald vor dem alten Lager
  • Im alten Lager
1920x1080 2K / Full HD
844
275
3840x2160 4K / UHD
279
210
7680x4320 8K / UHD II
68
58
15360x8640 16K / UHD III
1
1
  • 0
  • 170
  • 340
  • 510
  • 680
  • 850

Die 16K-Auflösung lässt im Falle von Gothic 1 nichts von der Performance übrig. Während der Titel in 8K noch gut spielbar läuft, bekommen wir in 16K nur noch eine Dia-Show zu Gesicht.

Entscheidend ist dabei der Videospeicher. Während die 10,0 GByte der RTX 3080 in 8K etwa zur Hälfte reserviert sind, werden sie in 16K von Beginn an komplett belegt (siehe das Bild unten). Der System-RAM ist 32,0 GByte groß und wird selbst in 16K nur etwa zu einem Sechstel genutzt (5,0 GByte).

Eine Geforce RTX 3090 mit 24,0 GByte VRAM als naheliegende Alternative befindet sich aktuell nicht in unserem Bestand, da wir sie bereits getestet haben und es sich um keine weit verbreitete GPU handelt.

Gleichzeitig fallen AMDs RX-6000-GPUs mit 16,0 GByte RAM als Testobjekt aus, da es uns bislang nicht möglich war, über AMDs DSR-Pendant »Virtual Super Resolution« (VSR) die 16K-Auflösung zu aktivieren (Tipps in den Kommentaren dazu sind gerne gesehen).

Bemerkenswert ist an den Benchmarks oben auch der Unterschied zwischen der Szene im alten Lager und der Sequenz im Wald davor. Während die Performance in Full HD außerhalb des Lages teils an den 900 FPS kratzt und im Lager selbst deutlich niedriger liegt, bleibt von diesem Unterschied schon in 4K kaum noch etwas übrig.

Der Grund ist naheliegend: In 4K steigt die Last für die Grafikkarte deutlich an, so dass Differenzen in der Auslastung des Prozessors deutlich weniger stark zum Tragen kommen. In 8K ist der FPS-Unterschied zwischen den Szenen prozentual betrachtet nochmal ein Stück kleiner.

Altes Spiel trifft moderne Hardware

Wenn man sieht, dass eine RTX 3080 bei top-aktuellen Titeln in 8K teilweise immerhin 30 FPS mit maximalen Details schafft, klingen etwa 60 FPS in einem uralten Spiel nicht grade nach viel. Man muss aber auch bedenken, dass Gothic 1 alles andere als optimal mit moderner Hardware umgehen kann.

So gab es zum Release im Consumer-Bereich beispielsweise noch keine Prozessoren mit mehr als einem Kern. Der erste GameStar-Test einer entsprechenden CPU folgte erst etwa vier Jahre später. Mit dem DX11-Renderer werden zwar immerhin zwei Kerne des in unseren Tests primär genutzten Ryzen 9 5900X stark ausgelastet, alle anderen Kerne liegen aber brach.

Gegentests mit einem Core i9 10900K liefern übrigens recht ähnliche Ergebnisse wie unser aktuelles CPU-Testsystem. Der Ryzen 5900X ist in der niedrigsten Auflösung schneller als die Intel-CPU (ca. zehn bis zwanzig Prozent), in höheren Auflösungen liegen die beiden Prozessoren durch das GPU-Limit dagegen praktisch gleichauf.

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