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Gothic-Puristen schauen jetzt bitte kurz weg: Ich habe mir für das Remake eine Mini-Map geholt und bereue nichts

Eigentlich liebe ich ja, wie Gothic mit Karten und der Orientierung in der Open World umgeht. Aber wegen des Sumpflagers habe ich mir im Remake doch eine kleine Hilfestellung gegönnt.

Hier stimmt doch etwas nicht! Das denkt sich Diego wahrscheinlich bei diesem Screenshot. Hier stimmt doch etwas nicht! Das denkt sich Diego wahrscheinlich bei diesem Screenshot.

Ich schätze das Gothic Remake als weitgehend originalgetreue Neuauflage, die versucht, die Einzigartigkeit und den Charme des Originals zu bewahren. Dazu gehört natürlich auch, dass Gothic am Anfang ziemlich schwierig ist und mir nicht jedes Spielsystem mit einem ausführlichen Tutorial erklärt, sondern mich einfach in seine Welt entlässt.

Zu meiner Nemesis wurde aber schnell statt eines fiesen Gegners das Sumpflager, mit seinen unzähligen Pfaden, Treppen und Plattformen. Ohne Karte fand ich mich hier kaum zurecht und selbst mit der passenden Skizze muss ich ständig nachgucken, wo ich eigentlich bin. Doch für dieses Problem gibt es ja eine Lösung!

Tillmann Bier
Tillmann Bier

Tillmann wollte als Fan von Fantasy-Rollenspielen Gothic schon immer nachholen, hat dann aber seit der Ankündigung des Remakes auf dessen Release gewartet. Jetzt ist er sehr froh, eine Neuauflage genießen zu können die auch viele Fans des Originals überzeugt.

Ein simples Gegenmittel

Abhilfe für meine Orientierungslosigkeit leistet die Mod Hud Map auf Nexusmods. Die fügt ganz simpel eine Minimap hinzu, sodass ich jederzeit sehe, wo ich eigentlich gerade bin, ohne ins Menü zu wechseln. Sie spart mir also nur einen Klick, aber trotzdem wird es damit etwas angenehmer, durchs Sumpflager zu irren. Hier seht ihr das ganze Mal in Aktion:

Video starten 1:12 Gothic Remake: Wir probieren eine Mini-Map-Mod aus

Die Minimap kann man mit der Mod auch anpassen: Position, Größe, Form, Stil und Transparenz lassen sich beliebig verändern. Vielleicht ist das Ketzerei für Gothic-Fans der ersten Stunde, für mich ist es aber ein schönes kleines Komfort-Feature, auch wenn es nicht so ganz zu Gothic passt. Aber immerhin habe ich mir keine Mod für Questmarker geholt, die gibt's nämlich auch!

Die Frage die sich stellt, ist ja: Worunter leidet meine Immersion mehr? Wenn in einer Ecke meines Bildschirms eine kleine Karte hängt, oder wenn ich ständig ins Menü wechsle, um mich nicht zu verirren?

Die ideale Lösung, die ich mir auch für viele andere Spiele wünschen würde, ist im Gothic Remake leider nicht ohne weiteres möglich: Nämlich in die Spielwelt integrierte Menüs! Gute Beispiele sind dafür die modernen Fallouts und Metro Exodus. Hier sind die Karten und teilweise die Menüs Objekte in der Spielwelt. In Fallout schaue ich mir Inventar, Karte und andere Infos über den Pip-Boy an meinem Arm an, in Metro holt Artjom ein Klemmbrett hervor, an dem die Karte und Infos zu Quests hängen.

So eine Art von Karte ist für mich das Nonplusultra, aber im Gothic Remake nicht wirklich eine Option. So eine Art von Karte ist für mich das Nonplusultra, aber im Gothic Remake nicht wirklich eine Option.

Da Gothic die Third-Person-Ansicht nutzt, sind solche Menüs natürlich nicht so einfach möglich. Es wäre wohl irgendwie seltsam, wenn unsere Figur plötzlich die Karte aus der Egoperspektive hält.

Grundsätzlich gefällt mir der Umgang mit Karten in Gothic aber schon richtig gut. Dass ich als einfacher Gefangener zu Beginn einfach mal gar keine Orientierung habe, passt perfekt und macht die Welt geheimnisvoller und beängstigender. Schön ist außerdem dass es anders als etwa in Skyrim keine Luftansicht, sondern wirklich eine gezeichnete Karte gibt, die wirklich so aussieht, als wäre sie mit einfachsten Mitteln von Hand erstellt worden.


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