Ich schätze das Gothic Remake als weitgehend originalgetreue Neuauflage, die versucht, die Einzigartigkeit und den Charme des Originals zu bewahren. Dazu gehört natürlich auch, dass Gothic am Anfang ziemlich schwierig ist und mir nicht jedes Spielsystem mit einem ausführlichen Tutorial erklärt, sondern mich einfach in seine Welt entlässt.
Zu meiner Nemesis wurde aber schnell statt eines fiesen Gegners das Sumpflager, mit seinen unzähligen Pfaden, Treppen und Plattformen. Ohne Karte fand ich mich hier kaum zurecht und selbst mit der passenden Skizze muss ich ständig nachgucken, wo ich eigentlich bin. Doch für dieses Problem gibt es ja eine Lösung!
Ein simples Gegenmittel
Abhilfe für meine Orientierungslosigkeit leistet die Mod Hud Map auf Nexusmods. Die fügt ganz simpel eine Minimap hinzu, sodass ich jederzeit sehe, wo ich eigentlich gerade bin, ohne ins Menü zu wechseln. Sie spart mir also nur einen Klick, aber trotzdem wird es damit etwas angenehmer, durchs Sumpflager zu irren. Hier seht ihr das ganze Mal in Aktion:
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Gothic Remake: Wir probieren eine Mini-Map-Mod aus
Die Minimap kann man mit der Mod auch anpassen: Position, Größe, Form, Stil und Transparenz lassen sich beliebig verändern. Vielleicht ist das Ketzerei für Gothic-Fans der ersten Stunde, für mich ist es aber ein schönes kleines Komfort-Feature, auch wenn es nicht so ganz zu Gothic passt. Aber immerhin habe ich mir keine Mod für Questmarker geholt, die gibt's nämlich auch!
Die Frage die sich stellt, ist ja: Worunter leidet meine Immersion mehr? Wenn in einer Ecke meines Bildschirms eine kleine Karte hängt, oder wenn ich ständig ins Menü wechsle, um mich nicht zu verirren?
Die ideale Lösung, die ich mir auch für viele andere Spiele wünschen würde, ist im Gothic Remake leider nicht ohne weiteres möglich: Nämlich in die Spielwelt integrierte Menüs! Gute Beispiele sind dafür die modernen Fallouts und Metro Exodus. Hier sind die Karten und teilweise die Menüs Objekte in der Spielwelt. In Fallout schaue ich mir Inventar, Karte und andere Infos über den Pip-Boy an meinem Arm an, in Metro holt Artjom ein Klemmbrett hervor, an dem die Karte und Infos zu Quests hängen.
Da Gothic die Third-Person-Ansicht nutzt, sind solche Menüs natürlich nicht so einfach möglich. Es wäre wohl irgendwie seltsam, wenn unsere Figur plötzlich die Karte aus der Egoperspektive hält.
Grundsätzlich gefällt mir der Umgang mit Karten in Gothic aber schon richtig gut. Dass ich als einfacher Gefangener zu Beginn einfach mal gar keine Orientierung habe, passt perfekt und macht die Welt geheimnisvoller und beängstigender. Schön ist außerdem dass es anders als etwa in Skyrim keine Luftansicht, sondern wirklich eine gezeichnete Karte gibt, die wirklich so aussieht, als wäre sie mit einfachsten Mitteln von Hand erstellt worden.
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