»Du arme Wurst, hast ja nicht mal Erz dabei!« Wenn euch in den ersten Spielstunden des Gothic Remakes praktisch jeder NPC problemlos zu Boden prügelt, kann er euch immerhin nicht auch noch ausrauben.
Denn zu Beginn seid ihr vor allem schwach und arm. Wie ihr schnell an Stärke und gute Waffen kommt, lest ihr in unseren anderen Guides. Wir kümmern uns jetzt aber erstmal um euren anfangs dringend benötigten Wohlstand: So verdient ihr schnell Erz.
Die Kolonie im Gothic Remake ist teuer. Das merkt ihr direkt, wenn ihr auf dem Weg vom Austauschplatz zum Alten Lager den beiden Banditen Ratford und Drax über den Weg lauft und nach dem Lernen von Jagdtalenten fragt. Felle, Häute, Krallen und Zähne von besiegten Tieren ziehen, kostet über 700 Erz – lohnt sich aber.
Gothic-typisch scheinen solche Sphären zu Beginn unerreichbar. Das wird im weiteren Spielverlauf zwar besser, aber vernünftiges Erz-Management ist bis zum Ende ein wichtiger Teil eurer Heldenreise.
Bares für … Schrott!
Erz ist das offizielle Zahlungsmittel in der Kolonie. Ihr nutzt es, wenn ihr Lehrer für die Ausbildung bezahlt, Wachen bestecht, Schutzgeld abdrückt oder euer Verhältnis zu anderen NPCs nach Verbrechen wieder in Ordnung bringen lasst. Natürlich kommt Erz auch beim Handeln zum Einsatz, aber nicht unbedingt als alleiniges Zahlungsmittel.
Im Gothic Remake gilt bis auf wenige Ausnahmen – Erz-Festpreise für Waffen und Ausrüstung – das Prinzip des Tauschhandels: Macht ihr euch die Taschen mit Waren eines Händlers voll, seht ihr im Handelsmenü den entsprechenden Wert in Erz.
Jetzt könnt ihr entweder mit euren wertvollen Brocken bezahlen oder selbst Gegenstände zum Tausch anbieten. Versucht möglichst immer eure Einkäufe mit eingetauschten Waren zu decken. Wer Jagdtalente lernt, nimmt besiegte Monster aus und hat so immer genug Tauschware dabei.
Darüber hinaus wollt ihr natürlich das Erz aller Handels-NPCs, das ihr während der Transaktion am linken oberen Bildrand seht. Bringt den Händlern immer wieder überschüssige Gegenstände und zieht ihnen so wortwörtlich das Erz aus der Tasche.
Was das im Umkehrschluss bedeutet, sollte klar sein: Haltet die Augen offen und nehmt jeden Gegenstand mit. Oft machen drei Kräuter Seraphis den Unterschied, ob ihr für einen Handel ausreichend Mittel parat habt oder nicht.
Augen auf bei der Preisentwicklung
Der Preis einer Ware richtet sich auch nach der transferierten Menge. Kommt ihr etwa mit 200 Fackeln zum Marktplatz des Alten Lagers und reibt euch ob der Einnahmen gedanklich schon die Hände, folgt die Enttäuschung auf dem Fuße.
Die ersten paar Fackeln bringen euch noch was ein, den Rest würdet ihr aber zum Nulltarif abgeben. Den aktuellen Erzpreis für jedes Item seht ihr in Echtzeit im Handelsfenster unter der Ware.
Dasselbe gilt für Einkäufe: Kauft ihr Dietriche und Pfeile in großen Mengen, steigt der Wert pro Stück stark an. Nach ein paar Tagen entspannt sich die Situation wieder leicht. Allein wegen dieser Preisdynamik solltet ihr immer lieber Gegenstände tauschen und euren Erzvorrat unangetastet lassen.
Kisten knacken, Kohle kriegen
Was liegt in einer Welt voller Verbrecher näher, als durch Verbrechen reich werden? Investiert unbedingt die insgesamt 30 Lernpunkte und 300 Erzbrocken in die Fähigkeit zum Schlösser knacken (zu lernen bei Fingers im Alten Lager und Wedge im Neuen Lager).
Seid ihr auf Meister-Level, gestaltet sich das durchaus kurzweilige Minispiel deutlich vergebender und ihr sammelt in nur einer Nacht wertvolle Erzbrocken und nützliche Verkaufsware. Kommt ihr an Ringe und Waffen, erzielt ihr damit richtig hohe Einnahmen. Alles zum Schlösser knacken lest ihr in unserem Guide.
Achtung: Einige enige Händler wie der Jäger Cavalorn erkennen ihre eigene Ware und reagieren ungehalten auf euren Abzockversuch. Wenn ihr NPCs noch nicht im Kampf besiegen könnt, achtet also auf eure Item-Auswahl beim Verkauf.
Spitzhacke schwingen und Erz abbauen
Seid euch nicht zu schade, selbst zur Spitzhacke zu greifen und das kostbare Mineral aus den Erzadern zu ziehen. Eure erste Spitzhacke findet ihr unmittelbar nach Spielstart an der verlassenen Mine. Stellt euch damit neben eine Erzader und beginnt den Abbau. Eine besondere Fähigkeit braucht ihr dafür nicht. Und das lohnt sich: Bis zu zwölf Erzbrocken gewinnt ihr aus einem Vorkommen.
Zum Spielstart ist die Alte Mine der beste Ort dafür, denn dort müsst ihr für die Aufnahmequests der Lager sowieso hin. Außerdem findet ihr auf der untersten Ebene den NPC Viper. Der steht am Schmelzofen und entpuppt sich als wichtiger Tauschpartner mit mehr als 200 Erz Eigenkapital.
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