Guardians of the Galaxy - Darsteller veröffentlichen offenen Brief, verteidigen gefeuerten Regisseur

Der von Disney gefeuerte Regisseur James Gunn soll für Guardians of the Galaxy 3 zurückkehren. Das fordern die Hauptdarsteller in einem offenen Brief.

von Stefan Köhler,
31.07.2018 10:33 Uhr

Die Guardians verteidigen nicht die Witze von Gunn, aber ihn als Mensch.Die Guardians verteidigen nicht die Witze von Gunn, aber ihn als Mensch.

Die Hauptbesetzung von Guardians of the Galaxy will ihren Regisseur zurück. Zehn Tage nach der Kündigung von James Gunn durch Disney melden sich die Darsteller in einem offenen Brief mit der Forderung, dass Gunn wieder eingestellt werden soll.

Gunn hatte zwischen 2009 und 2011 Witze über Themen wie Pädophilie, AIDS und Vergewaltigung auf Twitter veröffentlicht. Nach eigener Aussage versuchte sich der Filmemacher an einem provokanten Humor, der aber nach hinten losging. Gunn entschuldigte sich später für diese Twitter-Nachrichten, löschte sie aber nicht. 2018 wurden die Tweets von konservativen politischen Kräften wie Ted Cruz, Ben Shapiro und Mike Cernovich ausgegraben und in der Öffentlichkeit diskutiert.

Disney feuerte den Regisseur schließlich, da seine Statements mit den Werten des Studios nicht vereinbar seien. Drax-Darsteller Dave Bautista fand später deutliche Worte und nannte die Konservativen wiederum "Cybernazis".

Geschlossen hinter James Gunn

Nun also verteidigen die Guardians-Darsteller ihren Regisseur in einem Statement, das über Social-Media-Kanäle veröffentlicht wurde.

"Wir unterstützen James Gunn vollkommen. Wir alle waren geschockt von seiner plötzlichen Entlassung in der vergangenen Woche und haben absichtlich diese zehn Tage bis zu unserer Reaktion abgewartet, um darüber nachzudenken, zu beten, zuzuhören und zu diskutieren. In dieser Zeit wurden wir durch die viele Unterstützung von Fans und Mitgliedern der Presse ermutigt, die die Wiedereinstellung von James als Regisseur von [Guardians of the Galaxy] Volume 3 sehen wollen und wurden ebenso entmutigt von jenen, die so leicht hinters Licht geführt wurden und die die vielen abwegigen Verschwörungstheorien über ihn glauben."

Die Schauspieler wollen keinesfalls die Witze selbst verteidigen, das betonen Chris Pratt und Co. auch nochmal in einem eigenen Social-Media-Statement. Allerdings glaube man, dass die Entschuldigung von Gunn ehrlich war und dass die Geschichte der Guardians-Reihe - eine Story von Außenseitern, die Erlösung suchen - auch in diesem Fall passt. Deswegen freue man sich, in Zukunft wieder mit James Gunn arbeiten zu dürfen.

Weniger Hetze, mehr Liebe

Weiter greifen die Schauspieler die aktuelle politische Lage auf und die Konservativen an, deren Wirken schließlich dazu führte, dass sich Disney von Gunn distanzierte:

"Es gibt praktisch kein ordentliches Verfahren vor dem Gericht der öffentlichen Meinung. James ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der letzte gute Mensch, der angeklagt werden wird. Mit einem Blick auf die wachsende politische Spaltung des Landes kann man davon ausgehen, dass es weiterhin zu solchen Vorfällen kommen wird, obwohl wir die Hoffnung haben, dass Amerikaner aller politischen Spektren mit dem Rufmord nachlassen werden und damit aufhören, Mob-Mentalität als Waffe zu benutzen."

Unterzeichnet wurde das Dokument von folgenden Schauspielern:

  • Chris Pratt (Star-Lord)
  • Zoe Saldana (Gamora)
  • Dave Bautista (Drax)
  • Karen Gillan (Nebula)
  • Bradley Cooper (Rocket)
  • Sean Gunn (Kraglin)
  • Vin Diesel (Groot)
  • Pom Klementieff (Mantis)
  • Michael Rooker (Yondu)

Was meinen unsere Leser: Hat Gunn eine weitere Chance mit Guardians of the Galaxy: Volume 3 verdient, oder kann es für den Filmemacher einfach keine Rückkehr auf den Regiestuhl geben?

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