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Hades im Test: Ein Action-Rollenspiel-Meisterwerk

Das Action-RPG Hades zeigt in unserem Test, was ein Spiel alles richtig machen kann und verdient sich die bisher höchste Genre-Wertung 2020.

von Géraldine Hohmann,
03.10.2020 09:30 Uhr

Hades zu testen, ist schwer. Genauso schwer, wie euch zu erklären, warum das Action-Rollenspiel unter allen Umständen in eure Steam- oder Epic-Bibliothek gehört. Normalerweise ist es bei einem Meisterwerk leicht, auf diese eine Sache zu zeigen und zu sagen: »Das ist genial.« The Last of Us hat seine einzigartige Story, Ori and the Will of the Wisps sieht unverschämt gut aus und Diablo macht euch mit seinem Lootsystem in kürzester Zeit abhängig. Hades ist anders.

Hades hat nicht diesen einen Grund, warum ihr es unbedingt spielen solltet, sondern ist vielmehr eine perfekte Verschmelzung von großartigen Elementen. Eine perfekte Summe sehr gelungener Teile. Und unser Test zeigt: Von denen können sich kommende Spiele eine große Scheibe abschneiden.

Worum geht es in Hades?

Wer Hades verstehen will, fängt erstmal bei den Basics an. Und die erscheinen auf den ersten Blick simpel: Wir sind niemand Geringeres als der Sohn des Hades, Herrscher der Unterwelt. Diese Hölle ist natürlich in etwa so kuschelig wie ein Picknick im Schornstein und Hades gewinnt definitiv keinen »Papa des Jahres«-Preis. Also packen wir als Söhnchen Zagreus unsere sieben Sachen und schauen, dass wir da rauskommen.

Hades Mit unserem Vater Hades liefern wir uns gelegentliche zynische Wortgefechte.

Zagreus Denn unser Verhältnis ist gelinde gesagt etwas angespannt.

Ganz so leicht ist das natürlich nicht, denn Papa Hades hetzt uns allerlei Höllen-Gesocks auf den Hals, um die Flucht zu verhindern. Nach kurzer Zeit beißen wir ins Gras und landen wieder am Anfang - der Tod ist in der Hölle schließlich relativ. So brechen wir immer wieder aus, zerkloppen Feinde, sterben, starten neu - und landen doch immer wieder im Unterwelt-Büro unseres Vaters, der unser Versagen mit einem gehässigen »Schon wieder zurück?« kommentiert.

Was erstmal nicht revolutionär klingt, entwickelt sich im Lauf des Spiels zu einer der spannendsten Storys, die wir je in einem Action-Rollenspiel erlebt haben. Denn mit jedem neuen Durchlauf entfaltet sich Schritt für Schritt eine Geschichte um Lügen, Verrat und überraschende Wendungen. In der Unterwelt hat scheinbar jeder ein Geheimnis - sogar wir selbst. Leider wird die Geschichte hauptsächlich über Standbilder mit vertonten Texten erzählt, die detailverliebten Charakterportraits und auch die charmanten Details in der Spielwelt trösten aber darüber hinweg.

Unser dreiköpfiger Höllenhund Kerberus ist so ein guter Junge. Unser dreiköpfiger Höllenhund Kerberus ist so ein guter Junge.

Hades packt wunderbar frische, humorvolle und eigene Ideen in den altbekannten griechischen Götterkosmos und erzählt seine ganz eigene Version der Geschichte. Die ist auch nicht mal eben über das Gameplay geklebt, sondern wir erleben sie ganz organisch durch unsere Erfolge und unser Scheitern in den Kämpfen. Und herrje, machen diese Kloppereien Spaß!

Was macht die Kämpfe so großartig?

Wir schnetzeln, brutzeln, verfluchen, verkloppen, dass die bunten Comic-Effekte nur so spritzen. Wir weichen Fallen aus oder stoßen Gegner hinein, zertrümmern Statuen und Säulen, sprinten blitzschnell von einer Ecke zur anderen. Das alles mit butterweicher Bildrate - selbst auf betagten Systemen.

Unsere Fähigkeiten bekommen wir von den Göttern im Olymp verliehen, die von unserem Fluchtversuch gehört haben und ihrem Lieblings-Neffen beistehen möchten. Ein cooles Detail: Jede Gottheit verändert auch visuell eure Angriffe, so dass zum Beispiel ein von Artemis verstärkter Schlag grüne Blätter verschießt.

Wer den Unterwelt-Monstern erfolgreich auf die Mütze geben will, muss nicht nur geschickte Kombos einsetzen, sondern auch die Umgebung nutzen. Wer den Unterwelt-Monstern erfolgreich auf die Mütze geben will, muss nicht nur geschickte Kombos einsetzen, sondern auch die Umgebung nutzen.

Zunächst klingen die Fähigkeiten nach keiner Action-Rollenspiel-Revolution: Blitzschaden, Vergiftungen, Flüche, Immunitäten kennen wir ja auch aus Diablo und Co. Aber die Magie liegt bei Hades in der Kombination. Mit unterschiedlichen Waffen, Upgrades und Götter-Fähigkeiten basteln wir uns teils absurd starke und spannende Builds.

In einer Runde etwa flitzen wir mit einem Captain-America-Schild ausgestattet durch die Dungeons, das wir wie einen Boomerang durch die Monstermassen jagen und dabei jeden getroffenen Gegner mit Fäulnis infizieren. Jeder der wagt, uns anzugreifen, wird außerdem automatisch vom Blitz erschlagen und sobald ein Gegner stirbt, sind seine geschockten Kameraden gelähmt. Mit einem gewaltigen Stoß rammen wir sie in eine Stachelfalle, gegen die wir selbst immun sind.

Die Götter-Segen legen wir uns auf unseren Standard-, Spezial-, oder Sprintangriff oder nutzen sie als passiven Bonus. Die Götter-Segen legen wir uns auf unseren Standard-, Spezial-, oder Sprintangriff oder nutzen sie als passiven Bonus.

Und wer sich jetzt denkt »Ha, Kinderspiel«, der irrt gewaltig. Denn sobald wir sterben sind alle Fähigkeiten verloren und wir landen wieder am Anfang. Und der Tod ist in Hades nicht nur allgegenwärtig, sondern auch … richtig klasse.

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