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Studio-Chef zerstört angeblich Halo: Bei den Entwicklern von Campaign Evolved geht es gerade drunter und drüber

Nachdem die Halo Studios, vormals 343 Industries, bereits mehrfach von Entlassungen betroffen waren, gibt's jetzt neuen Ärger. Mehrere Angestellte werfen Chef Pierre Hintze einen Machtmissbrauch vor, der die Marke zerstöre.

Das Halo-Remake sah in der Demo verdammt gut aus; intern scheint es bei den Entwicklern allerdings ordentlich zu krachen. Das Halo-Remake sah in der Demo verdammt gut aus; intern scheint es bei den Entwicklern allerdings ordentlich zu krachen.

Halo-Fans haben es wahrlich nicht leicht. Die Glanzzeit der legendären Shooter-Reihe ist lange her; seit Jahren schiebt Microsoft die Marke beim hauseigenen Studio 343 Industries, mittlerweile umbenannt in Halo Studios, hin und her und scheint nicht so recht zu wissen, wo sie mit dieser hochwertigen Shooter-Marke in Zukunft eigentlich noch hinwollen.

Am 28. Juli soll nun mit Halo: Campaign Evolved ein Remake des geliebten ersten Serienteils erscheinen, doch kurz zuvor gibt's bei den Entwicklern nochmal richtig Ärger. Denn einige aktive und ehemalige Angestellte der Halo-Studios erheben aktuell schwere Vorwürfe gegen den Studioleiter. Pierre Hintze wird vorgeworfen, ein regelrechtes Schreckensregime errichtet und Mitarbeiter mehrfach herabgewürdigt und beschimpft zu haben.

Unter Hintzes planloser Führung habe demnach auch die Entwicklung von Campaign Evolved gelitten. Die aussagenden Mitarbeiter sehen in ihrem Chef nun eine Gefahr für den Fortbestand der Halo-Reihe.

Video starten 29:45 Halo Campaign Evolved: Geniales Remake, aber mit einem riesigen Versäumnis

Worum geht es im Detail?

Die Aussagen stammen aus einem neuen Video des bekannten Halo-YouTubers Rebs Gaming. Dieser berichtet darin unter Berufung auf mehrere, zum Quellenschutz nicht namentlich genannte, aktive und ehemalige Angestellte der Halo-Studios von einer zerstörerischen Führungskultur bei dem Entwicklerstudio. Verantwortlich dafür sei vor allem der Studioboss Pierre Hintze.

Dieser sei mehrfach durch verbale Attacken auf Mitarbeiter aufgefallen und habe dadurch einige Teams mit seinem Gebrüll so sehr eingeschüchtert, dass sie ihre Projekte bewusst zurückhielten, um einer direkten Konfrontation mit dem Chef aus dem Weg zu gehen. Auch zur Balance von Arbeit und Freizeit soll Hintze angeblich eine schwierige Meinung haben. Angesprochen auf das Thema soll der Chef gesagt haben, das sei ihm scheißegal. Angestellte, die hinterfragt hatten, in Vollzeit zu arbeiten, soll der Chef zudem schlecht behandelt haben.

Selbst vermeintliche Freunde seien von Hintzes Attacken nicht verschont geblieben. Der ehemalige Executive Producer von Campaign Evolved, Michael Farney, sei ebenfalls Opfer von Beschimpfungen geworden, die schließlich seine Degradierung, langfristige Krankschreibung und später seine Entlassung zur Folge hatten. In dem Video berichtet Rebs Gaming, dass sich deswegen mehrere Mitarbeiter über Hintzes Führungsstil bei Microsofts Personalabteilung beschwert hätten. Diese habe den Betroffenen allerdings kein Gehör geschenkt.

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Probleme bei Campaign Evolved

Unter Hintzes Führungsstil soll auch die Entwicklung des kommenden Halo-Remakes gelitten haben. Denn der Chef soll es laut den zitierten Mitarbeitern unter anderem versäumt haben, einen klaren Zeitplan mit fest vorgegebenen Meilensteinen aufzustellen. Stattdessen habe er die Prioritäten der beteiligten Teams immer wieder über den Haufen geworfen und neu sortiert, was für einen insgesamt chaotischen Entwicklungsprozess sorgte.

Viele Leute haben sehr hart gearbeitet, um Campaign Evolved zu retten. Das Team hat sich zusammengerauft und das Projekt gerettet. Sie verdienen Lob dafür, dass sie das Spiel aus dem Loch geholt haben, das von Pierre geschaffen wurde. Diese Leute wollen und versuchen, Halo zum Erfolg zu führen, kommentiert YouTuber Rebs Gaming im Video.

Einige der zitierten Mitarbeiter befürchten zudem, dass Hintzes Führungsstil die Marke Halo komplett zerstöre. Denn das Franchise steht bei Microsoft gerade ohnehin auf Messers Schneide. Nachdem der letzte Serienteil Infinite nicht den erhofften Erfolg brachte, wurden während der vergangenen Entlassungswellen bei Microsoft zahlreiche Stellen der Halo Studios gestrichen. Wenn das Team nun wegen einer schlechten internen Führung nicht mehr liefern könne, dann würden zweifellos bald weitere Köpfe rollen.

Neben Hintze steht auch Art Director Chris Matthews in der Kritik, der bevorzugt Bewerber aus seinem eigenen Freundeskreis eingestellt und wiederholt unangemessene Bemerkungen gegenüber Kollegen gemacht haben soll.

Unabhängig prüfen lassen sich die Vorwürfe von Rebs Gaming und der durch ihn zitierten Mitarbeiter aktuell allerdings nicht. Auch der Microsoft-Konzern hat sich bislang nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert. In der obigen Linkbox erfahrt ihr derweil mehr zu Halo: Campaign Evolved.


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