Ich nehme meinen Handheld selten mit nach draußen. Obwohl die Geräte dank ihres Formfaktors sich perfekt dafür eignen, spiele ich damit am liebsten auf dem heimischen Sofa oder im Bett; vielen von euch geht es genau so.
Es gibt aber eine Ausnahme, bei der ich immer wieder froh darüber bin, wie flexibel einsetzbar Lenovo Legion Go, Steam Deck und Co. sind: Lokaler Multiplayer mit Freunden und Familie.
Obwohl mein Gaming-PC mit mATX-Mainboard relativ kompakt ist, passt er absolut nicht in meine Umhängetasche und selbst ein Gaming-Laptop würde viel Platz einnehmen (leicht sind sie auch nicht). Handhelds sind für spontane Gaming-Partys (auch LAN-Partys) für mich einfach viel praktischer.
Ganz ohne Zubehör komme ich jedoch nicht aus. Verlasse ich das Haus mit meinem Handheld, packe ich immer drei Dinge ein, die für mich inzwischen unverzichtbar geworden sind.
Eine mobile Docking-Station
Um den Handheld in eine stationäre Konsole zu verwandeln, ist eine Docking-Station notwendig. Mit dieser verbindet ihr Steam Deck und Co. mit einem Monitor, TV oder anderer Peripherie.
Es gibt reichlich Auswahl auf dem Markt und ich habe selbst schon über sieben Stück getestet, doch mein Favorit für unterwegs ist ganz klar das 6-in-1-Dock von JSAUX.
- Die Docking-Station nimmt auf dem Tisch oder im Regal kaum Platz ein, weil sie anders als viele andere vertikal statt horizontal aufgestellt wird.
- Das Dock selbst ist ein kompakter Quader, der in einen Halter aus Kunststoff gesteckt wird. Das Kabel kann außerdem in eine vorgesehene Öffnung gesteckt werden; es sieht dann aus wie eine Trageschlaufe.
- Es passt ohne den Ständer in so gut wie jede Tasche und das Kabel eignet sich sowohl für Handhelds, die ihren USB-C-Port links oder rechts haben.
Der HDMI-Anschluss eignet sich für das Spielen in 4K-Auflösung und 120 Hz, was bei einem Handheld selten notwendig ist, aber ich freue mich über den zusätzlichen Spielraum. Zudem kann ich dieses Dock dann auch bei zukünftigen Gaming-Laptops oder noch schnelleren Handhelds verwenden.
Perfekt ist das JSAUX-6-in-1-Dock jedoch nicht: Stellt man den Handheld in das Dock mit Ständer, werden die Lüfterschlitze zum Teil blockiert. Da die meisten Handhelds ihre Lüfter links und rechts von der Mitte platziert haben, stellt das allerdings nur selten ein wirkliches Problem dar.
Was mir jedoch öfter auf die Nerven ging, sind die eng angeordneten Anschlüsse. Wenn ich ein Kabel oder eine andere Peripherie anschließe, die einen etwas dickeren Sticker besitzt, kann es vorkommen, dass andere Anschlüsse dadurch blockiert werden.
Dieser Dock ist trotzdem mein persönlicher Favorit zum Mitnehmen; der Formfaktor ist genial.
Unterwegs nutze ich den Dock ohne den Ständer. So spare ich noch etwas mehr Platz in der Tasche. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)
Mein Einsatzzweck: Mein Bruder und ich spielen unheimlich gerne Tekken 8. Er wohnt nicht in der Nähe und wenn wir uns treffen, spielen wir meistens stundenlang gegeneinander. Ich bringe daher immer meinen Lenovo Legion Go, eine Docking-Station und mein Fightpad mit (er nimmt sein eigenes mit).
Wenn wir bei unserer Mama zu Besuch sind, schließen wir den Handheld am Fernseher an und spielen so. Sollte mal kein externer Bildschirm zur Verfügung stehen, nutzen wir das Dock lediglich als USB-Hub für unsere Controller und spielen mit dem aufgestellten Lenovo Legion Go. Dank seines großen Bildschirms macht das trotzdem Spaß.
Weitere Alternativen:
- Steam Deck und Co. am TV und Monitor: Ich habe sieben Handheld-Docks getestet – der beste ist nicht der teuerste
- Ich nutze das Steam Deck am liebsten für Coop-Spiele am TV und habe eine günstige Dock-Alternative für mich entdeckt
Eine kompakte, aber starke Powerbank
Machen wir uns nichts vor: Ein mobiler PC in einem kompakten Formfaktor wird nach wenigen Stunden der Saft ausgehen. Selbst ein Handheld mit einem vergleichsweise großen 80-Wh-Akku, wie etwa der Asus ROG Xbox Ally X oder MSI Claw 8 AI+, wird nach zwei bis drei Stunden in einem Triple-A-Spiel kapitulieren.
Eine Powerbank gehört daher meiner Meinung nach zur Grundausstattung für einen Handheld. Dabei ist es allerdings wichtig, dass ihr die Richtige für euer Gerät sucht, denn die Kapazität ist nicht das wichtigste Feature.
- Die Powerbank sollte eine Ladeleistung von mindestens 65 Watt haben, damit ihr euren Handheld auch beim Spielen damit aufladen könnt.
- Die Powerbank sollte mindestens 20.000 Milliamperestunden besitzen. Mit solchen ist es möglich, die meisten Handhelds mindestens einmal vollständig aufzuladen.
- Sie sollte möglichst kompakt und leicht sein.
Vor allem der letzte Punkt sollte nicht unterschätzt werden. Handhelds sind im Vergleich zu Gaming-Laptops deutlich kleiner und leichter, doch der Vorteil schmälert sich wieder, wenn ihr eine schwere Powerbank mit euch schleppen müsst.
Obwohl die Anker Prime 26K die beste Powerbank ist, die ich besitze, ist mein Favorit die Mini-Powerbank des weniger bekannten Herstellers INUI. Sie hat trotz der kompakten Maße eine beeindruckende Kapazität von 25.000 mAh, hat mit 100 Watt genügend Leistung für alle Handhelds und besitzt sogar ein integriertes Kabel, das als Schlaufe dient.
Obendrein ist sie deutlich günstiger als das Top-Modell von Anker. Die unterstützt zwar die Steuerung und das Monitoring per App, Bluetooth und kann mit zwei USB-C-Kabeln gleichzeitig aufgeladen werden, aber das sind alles Boni, die nicht wirklich notwendig sind.
Das richtige Ladegerät
Ich würde ja sagen, dass ein Ladegerät nicht unbedingt ein Pflichtkauf ist, weil jeder Handheld mit einem geliefert wird – aber das ist leider eben nicht so.
Neuere Handhelds, wie etwa der Asus ROG Xbox Ally X kommen ohne Ladegerät, obwohl solche Geräte bestimmte Features voraussetzen, die nicht jedes x-beliebige Handy-Ladegerät liefert.
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Asus ROG Xbox Ally X im Unboxing: Moment mal, da fehlt doch was?
Bei der Auswahl eines Ladegerätes gibt es zwei sehr wichtige Dinge, auf die ihr achten müsst:
- Das Ladegerät muss genügend Leistung bieten, um den Handheld beim Spielen laden zu können. 65 Watt reichen den meisten.
- Die Leistung muss über einen einzelnen Anschluss zur Verfügung stehen.
Manchmal tricksen Hersteller mit den Angaben und geben die Gesamtleistung aller verfügbaren Anschlüsse prominent an. Ein 65 Watt Netzteil kann zum Beispiel über einen Anschluss 45 und über den anderen 20 Watt bieten. Es kann auch sein, dass die Leistung einzelner Anschlüsse sich verringert, wenn mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen sind.
Stellt also vor dem Kauf sicher, dass ihr ein Ladegerät wählt, das euren Handheld mit genügend Energie versorgt und diese auch wirklich über einen einzelnen Anschluss überträgt.
Für mich persönlich wichtig: Ich nutze ein Ladegerät von Anker Prime mit drei USB-C-Anschlüssen, die selbst mit drei angeschlossenen Geräten eine hohe Ladeleistung bietet. Auf Reisen habe ich neben meinem Handheld noch Laptop und Kamera dabei, die ich ebenfalls damit laden kann. Außerdem besitzt es einen einklappbaren Stromstecker, den ich sehr zu schätzen gelernt habe.
Es muss aber nicht unbedingt so ein Top-Modell sein. Kompakte Ladegeräte mit hoher Leistung findet ihr auch schon für Preise unter 20 Euro.
Mehr Zubehör für Handhelds: Das beste Zubehör für Steam Deck und Co. 2026 – die richtige Docking Station, Case und mehr für euren Handheld
Bereit für das nächste Match?
Am Ende zeigt sich für mich vor allem eine Sache: Die wahre Stärke von Steam Deck, Legion Go und Co. liegt in ihrer Flexibilität.
Mit dem richtigen Zubehör verwandeln sich die mobilen PCs im Handumdrehen vom Couch-Handheld in eine vollwertige Gaming-Station für unterwegs. Man braucht kein schweres Gepäck mehr, um überall für ein spontanes Match bereit zu sein. Für eine LAN-Party reicht inzwischen meine Umhängetasche aus.
Jetzt seid ihr gefragt: Welches Zubehör darf in eurer Handheld-Tasche auf keinen Fall fehlen? Spielt ihr auch eher zuhause oder nutzt ihr die Geräte regelmäßig unterwegs? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!






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