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Seite 3: Hellgate: London im Test - Dämonisches Metzelabenteuer im Diablo-Stil

Übungssache

Spätestens ab der Hälfte der rund 40 Spielstunden werden die Scharmützel extrem knifflig. Wer zuvor nicht alle Nebenquests angenommen und Schauplätze mehrfach erkundet hat, trifft gegen Ende auf fast unbesiegbare Feinde – ein Balance-Problem, schließlich sollten Nebenaufgaben zusätzliche Belohnungen bringen und keine reine Pflichtübung sein. Zumal die meisten Aufträge nach den Schnarchmustern »Sammle X Gegenstände« oder »Erledige X Dämonen« verlaufen.

Bei den Hauptquests haben die Entwickler versucht, mehr Abwechslung ins Einerlei zu bringen. Manchmal gelingt das, unter anderem kämpfen Sie im Gehirn eines Besessenen oder befehligen einen Soldatentrupp aus der Vogelperspektive. Viele Quests sind jedoch katastrophal langweilig. Zum Beispiel ballern Sie fünf Minuten lang auf ein dämonisches »Raumschiff«, das über London schwebt. Oder Sie sammeln drei Lokomotiven-Ersatzteile, die Sie einzeln (!) und – von der Last gebeugt – quälend langsam (!!) durch den bereits leergeräumten Level (!!!) zum Auftraggeber zurückschleppen. Solche Quest-Durchhänger bremsen immer wieder die Motivation.

Steuersache

Auch bei der Bedienung hat sich Flagship Schnitzer erlaubt. Die Heldensteuerung funktioniert zwar gut, doch Hellgate mangelt es an Komfort. Unter anderem fehlt eine Sortierautomatik fürs kleine Inventar. Auch das Ausrüstungssystem ist umständlich.

Jeder Gegenstand belegt eine bestimmte Menge an Attributspunkten, eine Hose etwa kann acht Zähler Ausdauer »verbrauchen«. Wenn nur sieben frei sind, wird das Kleidungsstück mit einem »Das dürfen Sie nicht tragen«-Symbol markiert. Dies ist jedoch irreführend, weil die schon angelegte Hose sogar 20 Punke Ausdauer belegt – und Sie die Beinkleider somit locker austauschen können. Gut: Hellgate verwendet das aus World of Warcraft bekannte Vergleichsfenster, das per Maus anvisierte Gegenstände automatisch denen am Heldenkörper gegenüberstellt. Doch auch das hat Tücken. So kann der Ingenieur seine Drohne in einem speziellen Bildschirm mit Gegenständen wie Schusswaffen oder Rüstungen ausstatten. Doch auch dann vergleicht Hellgate die angepeilte Ausrüstung mit der Ihres Recken – und nicht, wie gewünscht, mit der seines Roboterhelfers.

Sammelsache(n)

Apropos Ausrüstung: Nützliche Gegenstände finden Sie in Hellgate am laufenden Band. An allen Schauplätzen treiben sich zwei bis sechs »seltene«, »legendäre« oder sogar »epische« Bossgegner herum. Die sind extrastark, hinterlassen aber auch besonders wertvolle magische Fundstücke. Nicht benötigte Beute können Sie verkaufen oder in Einzelteile zerlegen, aus denen Sie frische Gegenstände basteln. Alternativ werten Sie mit den Einzelteilen Ihre Ausrüstung auf und erhöhen zum Beispiel die Schusskraft einer Pistole oder den Rüstungswert eines Helms.

An Aufwert-Automaten können Sie Ihren Gegenständen zudem zusätzliche magische Eigenschaften spendieren – gegen Geld, das Sie von Gegnern erbeuten. Waffen dürfen Sie mit Modifikationen wie Zielfernrohren aufrüsten, die nicht nur die Kampfkraft erhöhen, sondern auch das Aussehen der Schießprügel und Klingen verändern. Die Bauteile können Sie an Bahnhöfen jederzeit (kostenpflichtig) wieder entfernen lassen. Die Vielfalt an Aus- und Aufrüstmöglichkeiten motiviert; es gibt immer etwas, auf das Sie sich freuen können: das nächste Fundstück, die nächste Modifikation, das nächste Upgrade.

Also metzeln, zaubern, schießen Sie, bis der Arzt kommt. Beziehungsweise, bis Sie sterben. Dann gibt’s eine Auferstehung an der nächsten Station. Oder Sie starten am Levelanfang als Geist und latschen zu Ihrer Leiche. Wollen Sie direkt an Ort und Stelle wiedergeboren werden, kostet das Geld. Fair: Nach jeder Wiederbelebungs-Variante sammeln Sie fünf Minuten lang weniger Erfahrungspunkte, weitere Strafen gibt’s aber nicht.

Boxenstopp-Video zur Verkaufsversion 09:27 Boxenstopp-Video zur Verkaufsversion

Wer den Endboss besiegt hat, darf auf zwei zusätzlichen, härteren Schwierigkeitsgraden erneut beginnen. Und wenn Sie dabei einen Gegenstand finden, den Sie erst fünf Stufen später tragen können – dann spielen Sie halt so lange weiter! Das ist so, als würden Sie zu Weihnachten eine schöne Hose bekommen, die Ihnen aber nicht passt. Und Sie beschließen, schnellstmöglich hineinzuwachsen. Wie meinen? Da laufen Sie lieber zum Laden und tauschen das Beinkleid um? Tja, Hellgate ist nun mal wie Weihnachten – nur ganz anders.

Den vollständigen Artikel inklusive Technik-Check und Online-Modus lesen Sie in GameStar-Ausgabe 12/2007 oder online im Heftarchiv als pdf.

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Größe: 5,5 MByte
Sprache: Deutsch

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