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Trotz Konzern-Umbau und eingestellten Projekten: Ubisoft macht 1,3 Milliarden Euro Rekordverlust

Ubisoft hat seinen Finanzbericht für das vergangene Geschäftsjahr vorgestellt. Trotz der laufenden Umstrukturierung und vielen eingestellten Projekten macht der Publisher einen Rekordverlust von 1,3 Milliarden Euro.

Die Ubisoft-Aktie ist nach Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen weiter auf Talfahrt. Die Ubisoft-Aktie ist nach Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen weiter auf Talfahrt.

Dass es aktuell nicht gut um Ubisoft bestellt ist, dürften mittlerweile selbst diejenigen mitbekommen haben, die unter einem Stein leben. Nach mehreren miserablen Geschäftsjahren steckt der französische Publisher gerade mitten im tiefgreifendsten Umbruchprozess der Konzerngeschichte.

Hunderte Mitarbeiter wurden entlassen, sieben Spieleprojekte eingestellt, die Ubisoft-Studios unter dem Dach sogenannter Creative Houses neu organisiert. Diese sollen künftig schneller auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren.

Doch bevor es besser wird, muss es offenbar erst einmal schlechter werden. Denn bis diese Umbaumaßnahmen Wirkung zeigen, dauert es einige Jahre. In der Zwischenzeit fehlen Ubisoft durch die eingestellten und verschobenen Projekte schlicht die Einnahmequellen. Die Folge: Der Konzern schreibt aktuell tiefrote Zahlen.

Im jüngst vorgestellten Geschäftsbericht für das Fiskaljahr 2025/26 (der Zeitraum vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026) weist Ubisoft einen Rekordverlust von mehr als 1,3 Milliarden Euro aus. Die Aktienkurse, die sich seit Jahresbeginn leicht erholt hatten, rutschten in der Folge erneut ab - Verluste sehen die Anleger schließlich gar nicht gerne.

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Starke Content-Pipeline erst wieder 2027

Eine Besserung ist laut der Konzernspitze in den kommenden Monaten vorerst nicht zu erwarten; dazu fehlen große Releases. Erst ab dem Geschäftsjahr 2027/28 rechnet das Management um Firmengründer Yves Guillemot wieder mit einer Rückkehr zu einem positiven Cash-Flow und schwarzen Zahlen.

Der Ubisoft-Chef räumt in dem Geschäftsbericht ein, die Zahlen seien enttäuschend, langfristig werde der laufende Konzern-Umbau Ubisoft aber in die Lage versetzen, wieder finanziell durchzustarten. Dabei habe dem Publisher auch eine Finanzspritze vom chinesischen Tencent-Konzern im Umfang von 1,1 Milliarden Euro geholfen.

Als Hoffnungsschimmer verspricht Ubisoft für 2027/28 und 2028/29 nun eine deutlich stärkere Pipeline an Inhalten für seine großen Marken, darunter bislang unangekündigte neue Ableger von Assassin’s Creed, Far Cry und Ghost Recon.

Das lässt vermuten, dass der kommende Assassin's-Creed-Teil mit dem Codenamen Hexe definitiv nicht vor April 2027 erscheinen wird; ein offizielles Releasedatum wurde hier seitens Ubisoft aber noch gar nicht kommuniziert. Da bei Hexe allerdings zuletzt auch die Chefetage ausgetauscht wurde, wäre eine weitere Verschiebung durchaus denkbar.

Was plant Ubisoft?

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 will Ubisoft nun mit Erweiterungen, Remakes und dem Back-Katalog aus alten Spielen wieder frischen Wind in die aktuell schlaffen Finanz-Segel bringen. Mit Assassin's Creed: Black Flag Resynced soll am 09. Juli das Remake des bislang beliebtesten Serienteils erscheinen.

Der Geschäftsbericht offenbart zudem auch einen interessanten Einblick in Ubisofts KI-Strategie: Der Publisher investiert aktuell stark in künstliche Intelligenz, um sowohl die Spielererfahrung als auch die Kreativität und Effizienz seiner Entwicklerteams zu verbessern.

So arbeite man unter anderem weiter an Teammates, der ersten spielbaren generativen KI-Erfahrung, sowie an intelligenteren NPCs und Spielwelten, die sich dynamisch und in Echtzeit an das Verhalten des Spielers anpassen. Beim derzeitigen KI-Umbruch in der Spieleindustrie wolle man ganz vorne mit dabei sein.

Mehr zur KI-Strategie von Ubisoft und anderen Neuigkeiten rund um den französischen Publisher findet ihr in der obigen Linkbox.

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