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Im ersten Herr der Ringe-Film schmiedet Sauron den Einen Ring mit einem ... Dolch?! Das steckt dahinter

Habt ihr den Dolch in Saurons Hand bemerkt, als er im ersten HdR-Film den Ring schmiedet? Dahinter verbirgt sich eine düstere, gestrichene Szene.

Video starten 1:53 Der Herr der Ringe: Die Gefährten - Unglaublich, dass dieser Film über 20 Jahre alt ist

Der Prolog von Peter Jacksons Der Herr der Ringe: Die Gefährten ist Filmgeschichte. Cate Blanchetts Stimme, die Musik von Howard Shore und die Geschichte vom Schmieden der Ringe der Macht ziehen einen als Zuschauer sofort in ihren Bann, genau wie im Trailer oben.

Doch in dem Moment, als der Dunkle Herrscher Sauron am Schicksalsberg den Einen Ring in die Höhe reckt, versteckt sich ein Detail, das selbst vielen Hardcore-Fans entgangen sein dürfte. Sauron hält nämlich nicht nur den Ring, um den es in den Büchern von J.R.R. Tolkien und den drei Filmen von Regisseur Peter Jackson geht.

Nein, in der anderen Hand umklammert der Fiesling einen schartigen Dolch. Dieser Gegenstand ist kein bloßes Accessoire, sondern das Überbleibsel einer gestrichenen Szene, die die Erschaffung des Rings in ein wesentlich blutigeres Licht gerückt hätte.

Achtet auf Saurons linke Hand (im Bild rechts), dort versteckt sich der Dolch! Wetten, dass ihr den erst beim vierten oder fünften Mal Schauen erspäht habt? (Bild: New Line Cinema) Achtet auf Saurons linke Hand (im Bild rechts), dort versteckt sich der Dolch! Wetten, dass ihr den erst beim vierten oder fünften Mal Schauen erspäht habt? (Bild: New Line Cinema)

Ein blutiges Ritual am Schicksalsberg

In der kurzen Einstellung sehen wir Sauron, wie er sein Meisterwerk bewundert. Der Dolch in seiner linken Hand wirkt dabei fast fehl am Platz, schließlich benutzt der Schattenherrscher im Kampf gegen Elendil und Isildur später seinen mächtigen schwarzen Streitkolben.

Mit dem Dolch hat es eine ganz andere Bewandtnis: Peter Jackson plante ursprünglich eine explizite Szene, in der Sauron den Dolch benutzt, um sich selbst in die Hand zu schneiden.

Denn: Autor J.R.R. Tolkien beschreibt in den Büchern, dass Sauron einen großen Teil seiner eigenen Kraft und seines Willens in den Ring fließen ließ. Um diesen abstrakten metaphysischen Vorgang für das Kinopublikum greifbar zu machen, wollten die Filmmacher eine physische Komponente hinzufügen.

Saurons Blut sollte sich direkt mit dem geschmolzenen Gold vermischen. Das hätte visuell verdeutlicht, warum der Ring ein Teil von ihm ist und warum er so untrennbar mit seiner Lebenskraft verbunden bleibt.

Obwohl Tolkien selbst nie von einem Dolch schrieb, ist Jacksons Interpretation durchaus stimmig mit der tieferen Lore von Mittelerde. In den Texten von Morgoth's Ring wird beschrieben, wie Saurons Meister Morgoth seine Essenz in die Materie der Welt (Arda) goss, um sie zu korrumpieren.

Sauron tat im Kleinen dasselbe. Da er im Zweiten Zeitalter eine physische Gestalt besaß, ist das Blutritual eine logische visuelle Brücke. Die Szene fiel zwar der Schere zum Opfer, doch der Dolch blieb als stummer Zeuge im finalen Schnitt erhalten.

Jackson vs Saruman

Die Herr der Ringe-Filme stecken voller solcher kleinen Details und kaum bekannten Geschichten. Noch ein Beispiel gefällig? In der Extended Edition von Die Rückkehr des Königs wird Saruman von Grima Schlangenzunge erdolcht. Am Set wies Peter Jackson den Saruman verkörpernden Schauspieler Christopher Lee an, beim Stich in den Rücken laut aufzuschreien.

Christopher Lee, der im Zweiten Weltkrieg für den britischen Geheimdienst SOE (Special Operations Executive) tätig war, unterbrach den Regisseur trocken. Er erklärte, dass ein Mann, dem in den Rücken gestochen wird, nicht schreit. Da die Lungen punktiert werden, entweicht die Luft nur in einem gepressten Röcheln. Örks!

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