Dieses Ranking ist unantastbar. Es beinhaltet keinerlei anfechtbare Thesen und ist in seiner Gesamtheit fehlerfrei. Es ist per-fekt! Ihr müsst also gar nicht erst versuchen, eure eigene Meinung … nein, Quatsch!
Nehmt dieses Ranking bitte bloß nicht bierernst! Wir haben uns Gedanken gemacht, welche Schurken des Tolkien-Legendariums sogar noch über Sauron anzusiedeln sind. Meist halten wir uns dabei sklavisch an die Bücher, wie ihr es als redliche Fans zu Recht erwartet. Aber ab und zu geht es auch mal mit uns durch und wir skizzieren ein Was wäre, wenn …
-Szenario.
Seht ihr einige Platzierungen als anders als wir? Das ist völlig in Ordnung! Schreibt uns euer persönliches Ranking gerne in die Kommentare und dann können wir friedlich vereint gen Westen segeln.
Die 10 mächtigsten Mittelerde-Schurken im Ranking
10. Kankra
Ohhhhhhhhhhh - wer lebt in 'ner Höhle, ganz tief im Berg? Kank-ra Kank-ra! Kankra hockt sich mit ihrem fetten Wanst auf Platz 10 des Rankings. Warum genau?
Was macht sie so mächtig? Kankra ist die Letztgeborene von Ungolianth der Schwarzen, was die Riesenspinne bereits schrecklich mächtig macht. Schließlich ist sie dank ihrer enormen Größe, ihren giftigen Beißern und ihrer quasi unsterblichen Lebenskraft für so ziemlich jedes Lebewesen in Mittelerde eine tödliche Gefahr.
Sie injiziert ihren Opfern ein Gift, das diese bewegungsunfähig macht. Zudem webt sie undurchdringliche Netze, in denen sich unaufmerksame Gestalten verfangen, die dann als Kankras Snack enden.
Welche Rolle spielt sie im Legendarium? Kankra verbringt einen Großteil des Dritten Zeitalters im Pass von Cirith Ungol, wo sie sich von allem ernährt, was in ihre Netze gerät - vorzugsweise unvorsichtige Orks. Trotzdem greift Sauron sie nicht an, was ihre Macht erneut unterstreicht. Außerdem ist sie eine prima Türsteherin für den Zugang nach Mordor, weshalb der Dunkle Herrscher die paar Orks gerne verschmerzt.
Als Frodo und Sam nach einem Weg gen Mordor suchen, durchqueren sie den Pass von Cirith Ungol. Dort wird Frodo von Kankra gestochen, doch Sam kann sie mithilfe des Elbenschwertes Stich vorübergehend in die Flucht schlagen. Ihr Schicksal nach dem Fall Saurons ist unklar.
9. Der Hexenkönig von Angmar
Bereits der neunte Platz in unserem Ranking ist kontrovers. Verständlich, denn: Ohne Sauron gäbe es das Oberhaupt der Nazgûl gar nicht. Der Hexenkönig ist an die Macht seines Meisters und dessen Ring gebunden. Aber: In vielen Disziplinen steht der Oberste der Neun seinem Herrn in kaum etwas nach, vor allem in dessen langer Abwesenheit während eines Großteils des Dritten Zeitalters.
Was macht ihn so mächtig? Die Schwäche des Hexenmeisters ist zugleich eine seiner größten Stärken: Wenn er nicht gerade auf die Schildmaid Eowyn trifft, ist er unsterblich. Denn solange sein Meister Sauron nicht die Löffel abgibt, knipst auch ihm keiner die Lichter aus.
Vor allem sein Eroberungsfeldzug gegen die Freien Völker im frühen Dritten Zeitalter standen denen seines Meisters in nichts nach. Er gründete in Eriador das Hexenreich von Angmar, erbaute seine Festung Carn Dûm und brachte mit Rhudaur, Arthedain und Cardolan gleich drei Reiche der Menschen zu Fall, was das Ende des Königreichs Arnor bedeutete.
Von Sauron erlernte er dunkle Hexerei, mit der er für Schrecken sorgte. Auf dem Höhepunkt seiner Macht stand der territoriale Einfluss des Hexenkönigs dem seines Meisters in nichts nach. Es wäre interessant gewesen zu sehen, was der Finsterling unabhängig vom Einen Ring zustande gebracht hätte.
Welche Rolle spielt er im Legendarium? Während des Ringkriegs erscheint der Hexenkönig als Fürst der Nazgûl erneut auf der Bildfläche. Er jagt den Ringträger Frodo Beutlin vom Auenland bis zur Furt von Bruchtal und nimmt später als Kommandeur der Truppen von Minas Morgul an der Schlacht auf den Pelennor-Feldern teil. Dort wird er aufgrund einer Prophezeiung durch die beherzte Kriegerin Eowyn niedergestreckt. Kurz darauf wird auch Sauron vernichtet und der Hexenkönig ist Geschichte.
8. Der Balrog von Moria
Wenn die Zwerge zu gierig und tief schürfen, geht's im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Denn die Langbärte haben einst in ihrem unterirdischen Reich Khazad-dûm eine uralte Kreatur aufgeweckt, die mit lautem Gebrüll auf Platz acht landet.
Was macht ihn so mächtig? Bereits der Anblick des in Moria lebenden Balrogs macht deutlich, warum der Dämon so gefährlich ist. Sein Körper ist in Flammen gehüllt, bewaffnet ist er mit einer ebenfalls flammenden Peitsche sowie einem Schwert, das aus so ziemlich allem Kleinholz macht.
Als ehemaliger Diener Morgoths besitzt der Balrog von Moria die Kaltschnäuzigkeit, sich nicht Sauron zu unterwerfen, was unterstreicht, über was für eine Macht der Feuerdämon verfügt. Nach dem Fall Morgoths am Ende des Ersten Zeitalters floh der Balrog jedoch in die Tiefen des Nebelgebirges, um dem Zorn der Valar zu entgehen.
Welche Rolle spielt er im Legendarium? Sein Nickerchen wird jäh unterbrochen, als die Gemeinschaft des Ringes durch Moria reist und zu viel Radau veranstaltet. In der Folge stellt sich Gandalf der Graue dem Balrog entgegen und kann ihn zwar zu Fall bringen, verliert dabei ebenfalls sein Leben.
7. Smaug
Über den Feuerdrachen Smaug ist nur wenig bekannt. Trotzdem gehört er zu den bekanntesten Schurken der Tolkienschen Sagenwelt. Zu Recht, denn unser Siebtplatzierter hat es schuppendick hinter den Ohren!
Was macht ihn so mächtig? Smaug ist ein riesiger Drache mit allem, was dazugehört: Feuer speien, scharfe Zähne und riesige Klauen. Ach ja, fliegen kann er natürlich auch. Er hat die Zwerge des Erebor vertrieben, um an deren enorme Goldvorräte zu gelangen. Richtig gelesen: Ein ganzes Zwergenreich schaffte es nicht, diesem einen Drachen Einhalt zu gebieten. Smaug ist wahrlich mächtig!
Welche Rolle spielt er im Legendarium? Smaug bewacht die Schätze des Erebor viele Jahrzehnte lang, ehe der Zwergenprinz Thorin Eichenschild gemeinsam mit 12 Langbärten und einem Hobbit namens Bilbo Beutlin auf seiner Türschwelle auftaucht. Kurz darauf macht sich der wütende Smaug auf den Weg in die Stadt Thal, wo ihn ein Schwarzer Pfeil des Menschen Bard tödlich verwundet.
Das gelingt aber nur aus einem Grund: Smaug fehlt eine einzige Schuppe in seinem ansonsten undurchdringlichen Panzer. Ohne diese Schwachstelle wäre Smaug wohl kaum aufzuhalten gewesen. Sauron hätte ihn bestenfalls als Partner für seine Pläne gewinnen können, aber nicht als Untergebenen.
6. Gandalf
Moment, was? Gandalf?!
Ja, ihr seid jetzt verwirrt, absolut verständlich. Erinnert ihr euch noch daran, dass wir in der Einleitung des Artikels von Was wäre, wenn …?
-Gedankenspielen gesprochen haben? Das hier ist eines davon, aber eines mit Substanz: Was wäre, wenn Gandalf der Weiße den Einen Ring in seinen Besitz genommen hätte?
Substanz deshalb, weil J.R.R. Tolkien höchstselbst in seinem Werk klare Hinweise liefert. Etwa wenn Gandalf zu Frodo in Beutelsend sinngemäß sagt:
Bring mich nicht in Versuchung, Frodo! Ich wage es nicht, ihn zu nehmen, nicht einmal, um ihn sicher zu verwahren. Verstehst du, Frodo, ich würde diesen Ring aus dem Wunsch heraus benutzen, Gutes zu tun. Aber durch mich würde er eine Macht besitzen, die unvorstellbar groß und schrecklich ist.
Was macht ihn so mächtig? Bleiben wir bei dem Szenario: Gandalf nimmt den Ring und verfällt trotz seiner noblen Absichten der bösen Macht des Schmuckstücks. Als Maia, einer Art Engel in Tolkiens Welt, ist der eigentlich Olórin heißende Gandalf in Sachen Macht und vor allem Weisheit nicht weit unterhalb Sauron einzuordnen.
Doch mit der Macht des Ringes und spätestens nach seiner Rückkehr als Gandalf der Weiße wäre der Zauberer zu einer echten Bedrohung für Sauron geworden. Gut möglich, dass er als neuer Dunkler Herrscher begonnen hätte, Mittelerde zu unterwerfen.
Welche Rolle spielt er im Legendarium? Den bösen Gandalf gibt es in der Lore freilich nicht. Die bekannte gutherzige Variante von ihm ist ohnehin schon jedem von euch ein Begriff, weshalb wir an dieser Stelle nicht die unzähligen tollen Abenteuer und Momente in Gandalfs Geschichte weiter ausführen müssen.
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