Das Highguard-Debakel anaylisiert: Hauptsache, was mit Schießen

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende – das scheint momentan der neue heiße Scheiß bei den Multiplayer-Shootern zu sein.

Petra versucht zu verstehen, wie das Highguard-Debakel einem derart erfahrenen Studio passieren konnte. Petra versucht zu verstehen, wie das Highguard-Debakel einem derart erfahrenen Studio passieren konnte.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, lacht die Sonne mit mir um die Wette – vielleicht über das, was gerade bei den Shootern abgeht? Manchmal habe ich das Gefühl, wir leben in einer Zeit der beschleunigten Zerfallsprozesse. Während man früher Monate brauchte, um festzustellen, dass ein Spiel gegen die Wand gefahren ist, erledigen wir das mittlerweile zwischen zweitem Frühstück und Elevensies.

Petra Schmitz
Petra Schmitz

Der letzte Hero Shooter, den Petra gerne und lang angefasst hat, war Valorant, aber inzwischen hat sie auch da den Zugang verloren. Das ganze Konzept mit den unterschiedlichen Skills ist ja super, aber wenn es am Ende zig Heroes mit nur minimalen Varianzen bei den Fertigkeiten, aber maximalen beim Aussehen gibt, wird’s irgendwann Augenwischerei.

Götterdämmerung im Zeitraffer

Eigentlich sollte Highguard das nächste große Ding der »Apex-Legends-Götter« werden. Chad Grenier und sein Team von Wildlight Entertainment (viele haben an CoD, Titanfall und Apex Legends gearbeitet) traten an, um uns zu zeigen, wie man den Helden-Shooter im Jahr 2026 definiert.

Die Erwartungshaltung nach den Game Awards 2025 pendelte zwischen gigantisch und »Och ne, noch ein Hero-Shooter!« Aber hey, bei dem Track Record (siehe oben) – was soll da schon schief gehen? Offensichtlich alles.

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Am 26. Januar ist Highguard gestartet, am 12. März gingen die Lichter aus. Von zwei Millionen Neugierigen zum Start blieben am Ende weniger als 500 übrig. Das muss man erst mal schaffen, das ist schon eine Form von Kunst. Vor allem, weil das kleine Ein-Mal-Eins der Hero-Shooter nicht allzu komplex ist. Aber wenn man plötzlich das große Ein-Mal-Eins anstrebt, sieht das schon anders aus.

Betriebsblindheit trifft Hybris

Der ganze spielerische Offenbarungseid lässt sich so zusammenfassen: Man nehme das langsame, fast schon meditative Farmen eines MOBAs und klatsche es lieblos in die Ego-Perspektive eines Shooters, der ganz anderen Wahrnehmungs- und Temporegeln folgt.

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