Es passiert leider nicht zum ersten Mal: Der Live-Service-Hero-Shooter Highguard wurde gerade erst veröffentlicht. Nach rund sechs Wochen an der frischen Luft wird er nun aber direkt wieder zurück in die Kiste gepackt und wahrscheinlich für immer auf dem Dachboden eingemottet. Und dann wird das Haus gesprengt. Mit einem Laser aus dem Orbit, der alles bis aufs letzte Molekül desintegriert.
Okay, das klingt jetzt etwas dramatisch. Aber es ist wie gesagt nicht das erste Mal, dass ein frisches Spiel bereits kurze Zeit nach Release komplett von der Bildfläche verschwindet und nicht mehr wiederkommt. Wie es dazu kommen kann, wollen wir am Beispiel von Highguard mal aufdröseln und schauen, ob es Gemeinsamkeiten zwischen den Gaming-Blindgängern der letzten Jahre gibt.
Wir erinnern uns da beispielsweise an Sonys Concord, dem ein ähnliches Schicksal zuteil wurde. Auf die großspurige Ankündigung bei der Playstation-Show State of Play folgte nur verhaltene Resonanz -> dann der Release -> die Spielerzahlen waren viel zu niedrig, der Publisher enttäuscht -> und auch, wenn die Entwickler händeringend versuchten, noch irgendwas zu drehen, war es schon zu spät -> und dann war Schluss!
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Sackgasse Service-Games: Alle wollen das große Geld verdienen, viele gehen baden
Publisher Sony zog einmal kräftig am Stecker und nicht nur für das Publikum, sondern auch in den Büroräumen der leidtragenden Angestellten ging auf einen Schlag das Licht aus. Das Scheitern des Projektes bedeutete auch gleichzeitig das Ende von Studio Firewalk. Und auch im Fall von Highguard folgte bei Entwickler Wildlight Entertainment eine gewaltige Entlassungswelle.
Ein Flop mit Ansage sagen die Einen, eine Tragödie die anderen – war Highguard wirklich von vornherein chancenlos auf dem Markt oder hätte der Shooter mit einer anderen Herangehensweise vielleicht erfolgreich werden können?
Was war passiert?
Der erste Eindruck
Highguard sorgte bereits bei seiner Ankündigung für Stirnrunzeln. Das Spiel wurde erstmals bei den Game Awards 2025 mit einem Trailer vorgestellt. An sich keine schlechte Idee, um Aufmerksamkeit zu generieren. Der Trailer war jedoch der letzte Trailer der gesamten Show.
Zu diesem Zeitpunkt rechnete das Publikum mit einem absoluten Kracher, der das Internet direkt im Anschluss in Ausnahmezustand versetzt. So, wie wenn Columbo am Ende der Folge einen raushaut und den Mörder überführt. Ein Shadowdrop vom neuen Elder Scrolls. Ihr wisst schon, was monumentales! Es ist der Höhepunkt, auf den alles hinausläuft. Und dann kam Highguard.
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Das war der erste Trailer, mit dem Highguard bei den Game Awards präsentiert wurde.
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