Hinter den Pixeln, Folge 8: Der Kickstarter-Irrtum - Geld allein macht noch keine Spiele

Kickstarter rief noch vor ein paar Jahren zur Revolution gegen die Publisher auf. Heute setzen viele Studios nicht mehr allein auf das Crowdfunding — denn Geld allein löst nicht alle Probleme. Im Podcast »Hinter den Pixeln« sprechen Entwickler über ihre Erfahrungen mit Kickstarter.

von Daniel Ziegener,
07.02.2019 08:00 Uhr

Das Kickstarter-Video von Tim Schaefer für das Double Fine Adventure (später Broken Age) war die Initialzündung für den Crowdfunding-Hype. Im Podcast-Format Hinter den Pixeln sprechen wir mit Entwicklern darüber, ob die Kickstarter-Revolution gescheitert ist.Das Kickstarter-Video von Tim Schaefer für das Double Fine Adventure (später Broken Age) war die Initialzündung für den Crowdfunding-Hype. Im Podcast-Format Hinter den Pixeln sprechen wir mit Entwicklern darüber, ob die Kickstarter-Revolution gescheitert ist.

Beim Plus-exklusiven Podcast-Format »Hinter den Pixeln« schauen wir diesmal aufs Crowdfunding: Das Jahr 2012 war für Kickstarter ein selbsterklärtes »Year of the Game«. Damals übernahmen Videospiele die Kontrolle über die Crowdfunding-Plattform und verdrängten iPhone-Ladestationen und Smartwatch-Prototypen aus den Charts der meistfinanzierten Projekte.

Ein Name war Katalysator dieser Entwicklung: Broken Age. Im Podcast erinnert sich Chefprogrammierer Oliver Franzke an Double Fines ersten Gehversuche mit dem damals noch neuen Finanzierungsmodell.

Heute stehen viele Spielerinnen und Spieler dem einstigen Hoffnungsträger im Kampf gegen geldgierige Publisher skeptisch gegenüber. Branchenveteranen setzen allein auf Nostalgie, Großkonzerne wollen an Fandoms mitverdienen und die Vorreiter wie Double Fine und Obsidian kehren der Plattform den Rücken.

Die Bremer von King Art Games feiern derweil schon ihren vierten Erfolg auf Kickstarter. Mit mehr als einer Millionen Dollar war Iron Harvestdas bisher erfolgreichste Videospiel-Crowdfunding aus Deutschland.

Das Echtzeitstrategiespiel bedient nicht nur ein unterversorgtes Genre, sondern setzt mit 1920+ auch auf eine spannende Spielwelt. Creative Director Jan Theysen berichtet, inwiefern so ein Erfolg planbar ist und welche Schwierigkeiten der Spieleentwicklung sich auch mit Geld nicht beseitigen lassen.

Hinter den Pixeln: Alle Folgen nachhören

Im Plus-Format »Hinter den Pixeln« blicken wir alle zwei Wochen genau dorthin - hinter die Kulissen der Spiele-Entwicklung. Im Gespräch mit Programmierern, Grafikerinnen und anderen, die an der Entstehung von Spielen beteiligt sind, möchten wir die Themen beleuchten, die beim Spielen unsichtbar bleiben.

Folge 1:Pixelgrafik - Ist das Kunst oder kann das weg? (kostenlos)
Folge 2:Übersetzungen - Deshalb sind deutsche Versionen oft so schlecht (Plus)
Folge 3:PUBG - Der Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit (Plus)
Folge 4:Entwickler vs. Schummler - Was tun gegen Cheater? (Plus)
Folge 5:Fanprojekte - Wenn Spieler zu Entwicklern werden (Plus)
Folge 6:Feedback - Spieler haben was zu sagen (Plus)
Folge 7:Dreams - Kann bald jeder sein Traumspiel entwickeln? (Plus)

Folge 8 von »Hinter den Pixeln« herunterladen

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