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Horizon Zero Dawn im Test: Wie gut ist das Open-World-Meisterwerk auf dem PC?

Eine imposante Open World und gewaltige Robo-Tiere: Das Erfolgsrezept von Horizon Zero Dawn funktioniert auch auf dem PC, aber es gibt noch Probleme.

von Elena Schulz,
10.08.2020 15:17 Uhr

Horizon Zero Dawn im PC-Test: Warum uns die Open World auch hier trotz technischer Mängel so überzeugt. Horizon Zero Dawn im PC-Test: Warum uns die Open World auch hier trotz technischer Mängel so überzeugt.

Update, 10.8.2020: Wir haben uns im Zuge der zahlreichen Berichte über Probleme mit Horizon Zero Dawn dazu entschieden, das Spiel aufgrund von technischen Problemen um fünf Punkte abzuwerten. Horizon läuft zwar auf vielen PCs gut, was auch für unsere ersten Testsysteme gilt. Vor allem Abstürze scheinen aber in einer (zu) großen Häufigkeit aufzutreten.

Auf unseren Recherche-Prozess und die Entscheidungsfindung gehen wir in der separaten News Horizon Zero Dawn - Warum wir die PC-Version nachträglich abwerten näher ein. Eure eigenen Erfahrungen mit dem Spiel könnt ihr uns sowohl in den Kommentaren als auch über unsere Umfrage zu der PC-Version von Horizon mitteilen.

Das Gras leuchtet violett. Nein, nicht komplett! Das wäre ja albern, wir sind hier schließlich nicht in No Man's Sky. Farbige Streifen durchziehen die Landschaft nur dort, wo die gewaltigen Maschinen-Tier-Mischwesen entlang staksen. Der sogenannte Fokus an Heldin Aloys Ohr - eine Art Bluetooth-Headset mit sehr praktischen Zusatzfunktionen - markiert ihre Wege für mich. Einer der Wächter, der wie ein kleiner Dino mit Zyklopenauge aussieht, schlägt sofort Alarm, wenn er Gefahr wittert.

Er dreht seine wie ein riesiges Auge geformte Linse in die Richtung der im hohen Gras versteckten Heldin. Über seinem Kopf erscheint ein gelbes Fragezeichen, er hat etwas bemerkt und geht langsam auf Aloy zu. Näher, noch etwas näher. Sein Auge leuchtet kurz rot auf und wird im selben Augenblick von einem Speer durchbohrt, den die Kriegerin genau wie ihren Bogen praktischerweise immer bei sich trägt. Sie rollt sich weg, legt an und schickt eine zweite Maschine mit einem Pfeil gleich hinterher in die ewigen Jagdgründe.

Horizon Zero Dawn - Screenshots aus der PC-Version ansehen

Willkommen in der Welt von Horizon Zero Dawn, in der riesige Metalltiere auf ein postapokalyptisches Amerika voller primitiver Stämme und eine mutige, rothaarige Bogenschützin treffen, die das Geheimnis hinter dieser eigenartigen Kombination ergründen will. Was nach Quatsch klingt, erzählt mir die über 30 Stunden lange Kampagne überraschend glaubhaft und wendungsreich - selbst der komische Titel wird erklärt.

Das Open-World-Abenteuer bietet aber noch mehr als eine kreative SciFi-Story, gerade auf dem PC: Denn die schon auf der PS4 atemberaubenden Landschaften werden hier noch einmal detaillierter inszeniert, mit schärferen Texturen und höheren Frameraten - wenn keine technischen Probleme dem Erlebnis im Weg stehen. Bleiben sie aus, ist Horizon auch auf dem PC ein fantastisches Spiel, das mit einem The Witcher 3 oder Red Dead Redemption 2 konkurrieren kann. Aber klären wir mal, warum das so ist und wo vor allem die PC-Version glänzt - und wo dann doch nicht.

Inhalt der Complete Edition:

  • Das Hauptspiel Horizon Zero Dawn (30 - 60 Stunden Spielzeit)
  • Die Erweiterung The Frozen Wilds (etwa 15 Stunden Spielzeit - neues Gebiet, Storymissionen und Gegner)
  • Ingame-Items: Zusätzliche Outfits, Bögen und Rohstoffe der Stämme Carja, Nora und Banuk

Neuerungen der PC-Fassung:

  • Ultra-Wide-Support: 21:9-Bildschirme werden unterstützt.
  • Kein Framerate-Limit: Während die PS4-Version auf 30fps beschränkt ist, ist die Framerate auf dem PC nach oben offen.
  • Dynamisches Blattwerk: Ihr könnt die Dichte der Vegetation nach Belieben und eurer Rechnerleistung anpassen.
  • Mehr Grafikoptionen: Texturen lassen sich zum Beispiel anpassen und es gibt einen FOV-Slider.
  • Optische Verbesserungen: Reflexionen sehen beispielsweise schicker aus als auf der Konsole.
  • Steuerung: Neben dem Controller werden auch Maus- und Tastatur unterstützt. Die Tastatursteuerung lässt sich auch anpassen.
  • Benchmarking-Tool: Darüber könnt ihr die Performance auf eurem System überprüfen.

Wilde Welt, gute Technik

Horizon basiert auf derselben Engine wie Death Stranding und hat uns zunächst als rund laufender PC-Port überzeugt. Wir haben beim Test nicht nur mit einer Geforce RTX 2070 als Grafikkarte gespielt, sondern das Spiel auch mit einer sechs Jahre alten Geforce GTX 970M auf einem Notebook ausprobiert. Selbst dort lief das Open-World-Abenteuer noch mit hohen Details und einer flüssigen Framerate. Darüber hinaus lässt sich viel direkt anpassen, beispielsweise die Texturschärfe oder die Dichte der Vegetation.

Im späteren Testverlauf sind wir aber auf ein kurioses Problem gestoßen, außerdem gibt es auch viele Spieler, die von Schwierigkeiten wie Abstürzen berichten. Mehr zu den technischen Details und den Hintergründen der Probleme erklärt euch mein Kollege Nils aus der Hardware-Redaktion im Kasten weiter unten.

Läuft alles rund, besticht die Welt von Horizon durch das Gefühl, wirklich raue, unberührte Natur zu durchschreiten. Als Heldin Aloy erklimme ich schneebedeckte Bergrücken, schleiche durch dichte Wälder, stürze mich in reißende Flüsse oder überblicke weitläufige, rotgefärbte Canyons - alles untermalt vom mitreißenden Soundtrack, der meiner Reise einen epischen Charakter verleiht. Überall begegne ich kleinen Tieren wie vorbeihuschenden Füchsen und entdecke die Ruinen einer längst vergessenen Zivilisation. Die baute allerdings keine steinernen Burgen, sondern Wolkenkratzer aus Stahl, denn Aloys Heimat zeigt die Vision einer fernen Zukunft. Wie es dazu kam, verrät mir das Spiel später noch.

Für den Anfang bewundere ich nur die atmosphärische Beleuchtung und das dynamische Wetter samt Tag-Nacht-Rhythmus, das die Umgebung mal in dichten Nebel und herabprasselnde Regengüsse und mal in eine tiefrote Abendsonne taucht. Und dann sind da noch die Maschinen. Manche durchziehen angelehnt an Rinder oder Rotwild das Land in Herden, andere stoßen wie metallene Greifvögel vom Himmel herab oder lauern als Blechkrokodile im Wasser. Ihre Animationen lassen sie zum Beispiel beim Angreifen zu gewaltigen Sprüngen ansetzen, friedlich mit gesenktem Kopf grasen oder ruckartig den Kopf heben, wenn Gefahr droht und insgesamt erstaunlich lebensecht wirken.

Die Welt von Horizon sieht nicht nur grafisch hübsch aus, sondern offenbart dank Maschinenherden und Hochhaus-Ruinen auch einige interessante Details, die neugierig auf die Story machen. Die Welt von Horizon sieht nicht nur grafisch hübsch aus, sondern offenbart dank Maschinenherden und Hochhaus-Ruinen auch einige interessante Details, die neugierig auf die Story machen.

PC-Technik von Horizon im Experten-Check


Nils Raettig, Hardware-Redaktion: Wir konnten Horizon: Zero Dawn zu Beginn auf den meisten unserer Testsysteme ohne Probleme spielen. Von den Abstürzen, über die mittlerweile viele Spieler berichten, wurden wir dabei verschont.

Im weiteren Testverlauf sind wir auf ein kurioses Performance-Problem gestoßen, das uns so noch in keinem Spiel begegnet ist. Es hängt mit der PCI-Express-Bandbreite zusammen, alle Details dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel. Eine Haupterklärung für die laut Steam-Reviews oft auftretende Schwierigkeiten ist das Phänomen aber wohl nicht.

Horizon Zero Dawn: Rätselhafte Performance-Probleme und mögliche Lösungen   312     11

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Lange Ladezeit zu Beginn: Ein mit allen Systemen auffälliges Problem ist die Shader Compilation, die man auch von Call of Duty kennt. Sie erfolgt beim ersten Start und dauert sehr lange, selbst mit schneller Hardware.

Auf einem PC mit Core i9 9900K, RTX 2080 Ti, 16,0 GByte RAM und SSD mussten wir fast neun Minuten warten. Das Problem ist allerdings bekannt und soll per Patch behoben werden.

Immerhin muss die Shader Compilation nur beim ersten Start sowie bei der Neuinstallation des Treibers und beim Wechsel der Grafikkarte durchgeführt werden. Danach startet das Spiel auch in unserer Testversion schnell und die Ladezeiten sind kein Problem mehr.

Probleme und Performance-Eindrücke

Zu den trotz Day-One-Patch bestehenden Problemen gehört unter anderem die nicht funktionierende anisotrope Filterung sowie Schwierigkeiten mit Animationen, die für 30 fps ausgelegt sind. Diese Animationen könnten eine der Ursachen für die Abstürze sein, da einige Spieler berichten, dass die Abstürze nach dem Begrenzen der fps verschwunden sind (oder zumindest deutlich weniger wurden).

Eine gute Lösung ist es aber nicht, die Bilder pro Sekunde begrenzen zu müssen. Hier sollten Sony und Guerilla Games also dringend noch nachbessern.

Performance mit Mittelklasse-Hardware: Horizon sieht oft sehr gut aus, der Anspruch an die Hardware schwankt allerdings je nach Szene recht stark. Mit einer Geforce GTX 1060 erreichen wir beispielsweise in Kombination mit dem Core i5 2500K und 8,0 GByte RAM auch auf maximalen Details in Full HD in bestimmten Bereichen des Spiels etwa 45 fps ohne störende Framedrops, in anderen Szenen sind es dagegen eher 30 fps.

Letztlich haben wir uns vor allem aufgrund der vielen Berichte über Abstürze dazu entschieden, Horizon Zero Dawn wegen technischer Probleme um fünf Punkte abzuwerten. Wir behalten die Situation und vor allem die Auswirkungen kommender Patches aber im Auge und euch auf dem Laufenden.

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