So kontrovers wie Game of Thrones in Staffel 8 endete, so divers waren 2022 die Meinungen zu House of the Dragon. Jetzt erscheint am 17. Juni 2024 endlich die zweite Season der Prequel-Serie und wir konnten bereits vorab reinschauen.
In diesem Fazit-Artikel bewerten wir die erste von insgesamt acht Episoden, die im Wochentakt bei HBO Max (in Deutschland Sky) erscheinen. Natürlich verzichten wir dabei auf Spoiler. Allerdings gehen wir davon aus, dass ihr mit den Ereignissen der ersten Staffel vertraut seid und nehmen daher auch Bezug auf die zehnte und bis dato letzte Episode.
Worum geht es in Staffel 2 von House of the Dragon?
Die zweite Season schließt nahtlos an die Ereignisse aus Folge 10 von House of the Dragon: Staffel 1 an, es gibt keinen Zeitsprung.
Das Haus Targaryen ist in zwei Lager gespalten: In King's Landing regiert König Aegon (Tom Glynn-Carney) mit den »Grünen« - gegen den ausdrücklichen Wunsch seines verstorbenen Vaters. Der hat die älteste Tocher Rhaenyra (Emma D'Arcy) als Thronerbin auserwählt; zusammen mit ihrem Onkel und Liebhaber Daemon (Matt Smith) stellen sie die Fraktion der »Schwarzen« auf der Insel Dragonstone.
Wer's genauer wissen will:
12:53
House of the Dragon: Der offizielle Story-Recap bringt euch vor Staffel 2 auf den aktuellen Stand
Zu Beginn von Staffel zwei sind die Grenzen zwischen den beiden Häusern klar gekennzeichnet und ein Krieg scheint unausweichlich. Erst recht nach dem Verrat von Königswitwe Alina (Olivia Cooke) und dem Tod von Lucerys Velaryon, einem Sohn der »schwarzen Königin« Rhaenyra.
In House of the Dragon: Season 2 ziehen die Widersacher nun ihre Armeen zusammen und spinnen Mordkomplotte.
Für wen ist Staffel 2 von House of the Dragon interessant?
Ihr mochtet bereits Season 1 von House of the Dragon, habt keine Probleme mit dialoglastigen Szenen und könnt euch den wuchernden Stammbaum der Targaryens mit all ihren ähnlich klingenden Namen problemlos merken? Dann werdet ihr auch an Staffel 2 euren Spaß haben.
Wer fieberhaft auf die Rückkehr nach Westeros gewartet hat, findet hier einen willkommenen Schuss Nostalgie mit dem üblich realistisch-schmutzigen Stil, den Ränkespielen von Lords und Ladies sowie der serientypischen Mischung aus Gewalt, Macht und (zumindest in Folge 1 wenig) Sex.
Anders sieht es aus, wenn ihr bereits in Staffel 1 die Geduld angesichts der langsamen Erzählweise verloren habt, denn die Fortsetzung ändert daran nichts Wesentliches. Noch immer wird viel geredet, bevor die Charaktere am Ende der Episode dann wirklich zur Tat schreiten und die Handlung einen Satz nach vorn macht.
Auch wenn ihr vor allem auf große Schlachten und die Auftritte der furchterregenden Drachen Lust habt, werdet ihr zumindest in Episode 1 nur so halb zufriedengestellt. Zwar gibt's die Riesenechsen öfter zu sehen, gekämpft wird aber praktisch gar nicht. Für das Klirren aufeinandertreffender Schwerter oder das *Wuuusch* des feurigen Drachenatems müssen wir euch auf die nächsten Folgen vertrösten.
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